Es ist ein ruhiger April-Tag im baden-württembergischen Ort Renchen (bei Ulm). Einfach perfekt für einen Spaziergang mit Hund am Fluss Rench entlang. Das Wasser glitzert idyllisch in der Frühlingssonne, Enten schaukeln auf den Wellen.
Doch genau diese friedliche Kulisse wird innerhalb von Millisekunden zur lebensgefährlichen Falle. Denn als bei einem Hund die Instinkte die Kontrolle übernehmen, trifft eine Jugendliche eine dramatische Entscheidung!
Wegen Entenjagd: Hund droht zu Ertrinken!
Der Hund erblickt die Enten auf dem Wasser, reißt sich von seinem 15 Jahre alten Frauchen los und springt blindlings in die eiskalte Rench. Er rechnet nicht mit dem, was unter der ruhigen Wasseroberfläche lauert.
Die Strömung des Flusses packt sofort mit erbarmungsloser Härte zu. Gegen die unsichtbare Kraft des Wassers hat der Vierbeiner keine Chance, er wird augenblicklich mitgerissen.
Am Ufer muss die Jugendliche all dies mitansehen. Sie sieht den geliebten Hund gegen die Strömung kämpfen, sieht, wie er abtreibt!
Ohne auch nur eine Sekunde über die Konsequenzen nachzudenken, trifft sie eine heldenhafte, aber folgenschwere Entscheidung: Sie stürzt sich selbst in die eiskalten Fluten, um den Hund vor dem Ertrinken zu retten.
Die Retterin wird selbst zum Opfer
Doch der Fluss macht keine Ausnahmen. Kaum ist das Mädchen im Wasser, schlägt die Falle zu. Die Kälte raubt ihr den Atem, die Strömung greift nach ihr… Die 15-Jährige verliert den Kampf gegen die Wassermassen.
Sie kann weder den Hund erreichen, noch schafft sie es aus eigener Kraft zurück ans rettende Ufer. Plötzlich schweben in der Rench zwei Leben in akuter Gefahr!
Glücklicherweise wählt ein Augenzeuge gerade noch rechtzeitig die 112. Wenig später rücken die Feuerwehr, der DLRG und die Wasserrettung an, um zu helfen. Und damit nicht genug! Auch ein Polizeihubschrauber unterstützt das Großaufgebot. Mit vereinten Kräften und unter höchstem Risiko kämpfen sich die Rettungskräfte zu dem Mädchen und dem Hund vor.
Alle können aufatmen!
Unter Aufbietung aller Mittel gelingt es den Rettern tatsächlich gerade noch rechtzeitig, das Mädchen und den Hund aus dem Wasser zu ziehen. Wie durch ein Wunder überstehen beide dieses traumatische Erlebnis völlig unverletzt.
Was bleibt, ist der tiefe Schock – und die Gewissheit, wie schnell ein harmloser Augenblick am Fluss das Leben für immer verändern kann.