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Baumarkt-Eingangstür mit Katzenschild
© nordkurier.de

Deutschlands ungewöhnlichster Baumarkt: Kurioses Tür-Schild lässt die Kunden staunen

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Dieser Baumarkt hat ein süßes Geheimnis. Und das wird mit einem besonderen Warnschild an der Eingangstür angekündigt. Die Kunden sind hin und weg.

Die automatischen Schiebetüren des Plöner Baumarkts öffnen sich mit einem leisen Surren. Wer genau hinsieht, entdeckt am Eingang eine kuriose Warnung. Ein Schild, flankiert von einem unerwarteten Angebot: Gratis-Masken für Allergiker. Und das tatsächlich aus gutem, wenn auch unerwartetem Grund.

Wer die Warnung ignoriert und ahnungslos in das Baumarkt-Labyrinth aus Metall, Farbe und kaltem Neonlicht eintaucht, ahnt nicht, wessen Territorium er gerade betreten hat.

Lotti: Flauschige Vollzeit-Mitarbeiterin

Zwischen den hoch aufragenden Regalen, verborgen im Schatten von Blumenerde und Glühbirnen, bewegt sich jemand. Lautlos. Beobachtend. Es ist kein gewöhnlicher Kunde auf der Suche nach Schrauben oder Tapeten. Und erst recht kein normaler Mitarbeiter.

Ihr Name ist Lotti. Sie ist 18 Jahre alt, eigenwillig und absolute Herrscherin über die Gänge. Vor gut zwei Jahren tauchte die betagte Katzendame aus der Nachbarschaft erstmals auf dem Parkplatz auf. Erst döste sie nur in der Sonne, abwartend. Dann traute sie sich durch die Schiebetüren – und blieb.

Jennifer Sch., von ihren Kollegen inzwischen ehrfürchtig „Katzenmutti“ getauft, und das restliche Team wurden kurzerhand zu Lottis Personal. Sie servieren Leckerlis, stellen den Futternapf bereit und weichen ihr nicht von der Seite. Sogar an der benachbarten Tankstelle kreuzt Lotti regelmäßig unangekündigt auf, um nach dem Rechten zu sehen.

Die wahre Chefin des Baumarkts

Doch wer glaubt, hier eine kuschelige Plüschfigur vor sich zu haben, begeht einen fatalen Fehler. Lotti diktiert die Regeln in diesem Baumarkt. Dass sie kein Eigentum der Allgemeinheit ist, musste ein Kunde auch schon auf die harte Tour lernen.

Als er ungefragt nach der Katze griff, blitzte eine Kralle auf. Ein schneller Hieb klärte die Machtverhältnisse ein für alle Mal. „Lotti lässt nicht alles mit sich machen“, stellt Jennifer Sch. klar. Respekt ist hier keine Option, sondern Pflicht.

Wer diese Grenze beachtet, erlebt die Katze als den heimlichen Ruhepol des Marktes. Ein leiser Schatten, der auf einer Decke zwischen den Werkzeugen döst und die Hektik der Kunden entschleunigt.

Zum Feierabend geht’s ins Eigenheim

Doch so sehr sie das Innere des Marktes liebt – die Nächte verbringt sie in der Kälte. Sobald die Türen verriegelt werden, schlagen die sensiblen Alarmsysteme jede Bewegung an. Für Lotti bedeutet das den täglichen Gang nach draußen in eine eigens isolierte Holzhütte auf dem Hof. Kuschelteddy inklusive.

Ein harter Schnitt für das Tier? Keineswegs. Lotti kennt die Abläufe besser als mancher Azubi. Wenn der Baumarkt seine Kassen schließt, reicht ein einziges Wort, das ihr ein Mitarbeiter beigebracht hat. Ein Ruf hallt durch die leeren Gänge: „Feierabend!“. Und Lotti weiß: Für heute ist die Schicht vorbei.

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