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Katze "Schnecke"
© Tierheim Lübbecke / Facebook

Kätzchen wartet 1.825 Tage auf ein Zuhause: Was dann geschieht, verändert alles für immer

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

5 endlose Jahre hinter Gittern und eine Akte, die jeden abschreckt. Warum das traurige Schicksal von „Schnecke“ jetzt eine unfassbare Wende nimmt.

1.825 Tage sind 60 Monate sind fünf endlos lange Jahre… So lange sitzt die arme „Schnecke“ bereits im Tierheim Lübbecke (NRW). Während um sie herum unzählige Katzen in ein neues, glückliches Leben bei lieben Menschen starten durften, blieb für sie die Zeit stehen.

Als winziges Fund-Kätzchen kam Schnecke damals in die Obhut der Tierschützer. Und für alle sieht es im November 2025 bereits so aus, als würde es auch das einzige „Zuhause“ für Schnecke bleiben. Doch durch einen letzten verzweifelten Versuch ist nun ein Wunder geschehen, auf das eigentlich niemand mehr zu hoffen wagte.

Keine Hoffnung mehr für „Schnecke“?

Wer verstehen will, warum die bezaubernde Katzendame mit dem niedlichen dunklen Fleck auf dem süßen Näschen so lange von jedem Besucher übersehen wurde, muss einen Blick in ihre tierärztliche Akte werfen.

Schnecke ist FIV-positiv, was ihr den Stempel einer schwer vermittelbaren Katze aufdrückt und ungesicherten Freigang ausschließt. Dazu kam eine komplexe körperliche Baustelle: Ihr Schließmuskel schließt nicht richtig. Aber durch Cortison-Gaben und spezielles Gastro-Futter lässt sich Schneckes Zustand stabilisieren und der Durchfall ist im Griff. Aber beides ist eine Kombination, die viele Menschen abschreckt.

Dennoch gab es auch kleine Lichtblicke für Schnecke: Zweimal durfte sie die Gitter des Tierheims in der Vergangenheit zwar bereits verlassen. Beide Male scheiterte der Versuch jedoch, Schnecke landet kurz darauf wieder in ihrem Zwinger.

Der unerwartete Grund: Mit ihrer quirligen, fast stürmischen Art eckt sie bei anderen Katzen an, sucht anscheinend oft gezielt Streit. Und damit beginnt ihre steile „Karriere“ als zum ultimatives Sorgen-Fellchen.

Der letzte verzweifelte Aufruf

Im November 2025, pünktlich zu Schneckes traurigen fünften Jubiläum im Tierheim, wagen die Pfleger einen letzten, verzweifelten Vorstoß. In einem emotionalen Facebook-Reel legen sie die Fakten schonungslos auf den Tisch.

Sie suchen nicht mehr nach irgendeinem Halter, sie suchten nach der berühmten Nadel im Heuhaufen. Ideal wäre ein Platze als Einzelkatze bei einem Menschen mit extrem viel Zeit, einem gesicherten Balkon und der absoluten Bereitschaft, einer chronisch kranken Samtpfote mit eiserner Futterdisziplin zu helfen.

Das Ende der Warteschleife

Monatelang passiert nach dem Aufruf… nichts. Der Winter vergeht, und Schnecke sitzt weiterhin im Tierheim. Doch was da noch niemand ahnt: Im Hintergrund hat das Video genau die richtigen Kreise gezogen.

Am 23. März 2026, vier Monate nach dem verzweifelten Post und nach unglaublichen 60 Monaten des Wartens, lächelt das Schicksal auch Schnecke endlich zu: Die Katzendame darf laut nw.de das Tierheim verlassen!

Es hat sich tatsächlich jemand gefunden, der sich von ihren Besonderheiten und der Vorgeschichte nicht abschrecken ließ. Wir drücken die Daumen, dass Schnecke nun endlich ihr Für-immer-Zuhause gefunden hat und ihr persönliches Happy End genießen darf!

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