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Joggerin in der Feldmark
© BaLL LunLa / Shutterstock (Symbolbild)

Joggerin sieht Hund in der Ferne: Als er sich nähert, schreit sie panisch auf

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Ein einsamer Lauf in der Feldmark wird zum Albtraum. Was die Frau zunächst für einen harmlosen Hund hält, löst Sekunden später nackte Panik aus.

An diesem trüben Tag Anfang Februar 2026 ist es klirrend kalt. Eine Frau zieht einsam ihre Laufrunden nahe Möttlingen im schwäbischen Landkreis Donau-Ries. Kein Mensch ist weit und breit zu sehen. Doch plötzlich ist sie auf der verlassenen Strecke nicht mehr allein.

Aus den Augenwinkeln nimmt die Joggerin eine Bewegung wahr. In etwa 30 bis 40 Metern Entfernung kreuzt ein großes Tier ihren Weg. In der Annahme, es handele sich um einen entlaufenen Hund, zückt sie ihr Smartphone. Sie will nur einen schnellen Schnappschuss machen, doch dann steigt nackt Angst in ihr auf!

Das ist gar kein Hund!

Als sie das Tier durch das Display genauer fixiert, gefriert der Joggerin das Blut in den Adern. Denn das da ist kein Hund, der auf ein Herrchen wartet!

In dem Moment, als ihr die bittere Realität bewusst wird, bricht die Panik aus ihr heraus. Sie stößt einen gellenden Schrei aus. Der Vierbeiner reagiert sofort, dreht ab und verschwindet wie ein Geist im dichten Wald.

Es war tatsächlich ein Wolf

Zurück bleibt eine zitternde Frau, ein Handyfoto und ein Schock fürs Leben. Wenig später liefert das Landesamt für Umwelt (LfU) nach einer Prüfung des Bildes die unumstößliche Gewissheit: Die Joggerin stand tatsächlich einem echten Wolf gegenüber.

Dem zuständigen Landratsamt werden in der Folge sogar noch weitere Aufnahmen des Tieres aus der Gegend zugespielt.

Dass Wölfe durch Bayern streifen, ist grundsätzlich nicht neu. Seit Mitte Februar häufen sich Nachweise unter anderem im Ostallgäu sowie in den Landkreisen Freyung-Grafenau und Erlangen-Höchstadt. Dass eine Joggerin ein solches Tier aber fast hautnah vor die Linse bekommt, ist eine absolute Ausnahme.

Auf der Suche nach einem eigenen Revier

Das LfU hat eine klare Erklärung für das Auftauchen des Tieres: Meist handelt es sich bei solchen Sichtungen um junge Rüden, die ihr Rudel verlassen haben. Auf der Suche nach einem neuen Territorium legen sie immense Strecken von 50 bis 70 Kilometern am Tag zurück.

Eine unmittelbare Gefahr durch dauerhaft ansässige Rudel besteht in der Region jedoch nicht. Im Landkreis Donau-Ries gab es seit 2018 keine bestätigte Sichtung mehr; standorttreue Tiere existieren dort laut Experten nicht.

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