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Schäferhund-Youngster Tucca
© Tierheim Nürnberg / Facebook

Er gilt als „größter Pechvogel“: Das traurige Rätsel um Schäferhund Tucca

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Er ist ein echter Rohdiamant. Dennoch wird dieser junge Hund immer wieder aus „seltsamsten Gründen“ eiskalt abgelehnt. Was stimmt hier nicht?

Der arme Tucca gehört zu denjenigen, die vom Leben von Beginn an die schlechtesten Karten ausgeteilt bekommen haben. Die ersten Monate seines Lebens sind geprägt von zahlreichen Wechseln, denn er wird unverdient zu einem sogenannten „Wanderpokal“. Immer wieder wird die arme Fellnase weitergereicht.

Tucca ist gerade einmal zwölf Wochen alt, als sich die Gittertüren des Tierheims Nürnberg hinter ihm schließen. Die Freiwilligen sind davon überzeugt, dass von nun an alles besser wird für den Schäferhund. Doch stattdessen kommt alles ganz anders.

Tuccas unheimlicher Fluch

Nach seiner Rettung schnappt nämlich eine unsichtbare Falle zu. Die rechtliche Freigabe zur Vermittlung zieht sich quälend lange hin. Tucca wächst deshalb hinter Gittern auf.

Heute ist der Rüde neun Monate alt – und hat inzwischen mehr als sein halbes Leben im Tierheim verbracht. Ein Junghund, dessen wichtigste Monate von Beton und Zwingern geprägt wurden, während er darauf wartete, dass die wichtigen Papiere endlich abgestempelt werden. Die Wahrheit ist aber: Jetzt beginnt erst das eigentliche Drama.

Immer wieder Absagen

Tucca ist bildschön, verspielt und verschmust. Eigentlich ein Traumhund, für den die Menschen Schlange stehen müssten. Und das taten sie auch. Es gab viele Interessenten für den Schäferhund. Doch was dann passiert, gibt den Pflegern bis heute Rätsel auf.

Immer wieder springen die potenziellen Retter im letzten Moment ab – und das aus den „seltsamsten Gründen“, wie das Tierheim fassungslos berichtet. Seit Tuccas Freigabe verfolgt ihn ein unfassbarer Fluch. Er ist der erklärte „größte Pechvogel“ der Einrichtung. Warum wird er jedes Mal wegen Kleinigkeiten eiskalt fallen gelassen?

Das Profil eines ungeschliffenen Rohdiamanten

Wer einen genauen Blick auf Tucca wirft, erkennt kein Problemkind, sondern einen „echten Rohdiamanten“. Doch er ist kein Hund für jedermann. Durch seine verlorene Zeit im Tierheim hat er Defizite, an denen hart gearbeitet werden muss.

Tucca strotzt vor Temperament. Er braucht Menschen, die hundeerfahren sind und ihm glasklare Grenzen aufzeigen. Gibt man ihm keine Führung, „hört er nicht auf zu nerven“, bringt es das Tierheim auf den Punkt.

Auch seine Umgebung muss stimmen: Wenn ein Zweithund im Haus lebt, darf dieser Tucca größentechnisch nicht unterlegen sein – der Junghund braucht ein Gegenüber, das ihm klare Ansagen macht. Und noch etwas ist extrem wichtig: Kleine Kinder sind dem Schäferhund absolut „ungeheuer“. Kinder im neuen Zuhause sollten daher mindestens zehn Jahre alt und standfest sein.

Wer bricht den Fluch?

Für diesen verschmusten Pechvogel rennt die Zeit. Das Tierheim sucht händeringend nach sportlichen Menschen – idealerweise auf dem Land oder am Stadtrand –, die diesen Rohdiamanten sowohl physisch als auch psychisch auslasten.

Wer gibt Tucca endlich die Führung, die Geborgenheit und die Chance, die ihm in seinem bisherigen Leben so konsequent verwehrt blieben?

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