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Überwachungskamera filmt Hund mit Müllbeutel
© Comune di Catania / Facebook

Überwachungskamera filmt Hund: Was er im Maul trägt, ruft die Polizei auf den Plan

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Eine versteckte Kamera zeichnet Unglaubliches auf: Ein Hund trottet durchs Bild. Was er im Maul trägt, entlarvt einen höchst perfiden Plan des Halters. 

Es ist eine ruhige Straße im Stadtteil San Giorgio in Catania (Sizilien). Ausgerechnet hier zeichnet eine versteckte Überwachungskamera der sizilianischen Umweltpolizei ein unfassbares Geschehen auf.

Die Linse ist genau auf einen berüchtigten Hotspot gerichtet, der der Stadt seit Jahren ein Dorn im Auge ist: eine wilde, illegale Müllkippe. Wer hier seinen Abfall ablädt, macht sich strafbar. Dann taucht plötzlich eine kleine, vierbeinige Gestalt im Bild auf. Und die Ermittler trauen ihren Augen nicht, als sie genauer hinsehen.

Hund mit verbotener Fracht erwischt

Der kleine Hund trägt etwas in seinem Maul. Zielstrebig steuert er genau den Platz an, den die Kamera überwachen soll. Er bleibt stehen, legt seine Fracht ab – eine prall gefüllte Mülltüte – dreht sich um und verschwindet wieder.

Ein kurioser Zufall? Von wegen. Am nächsten Tag wiederholt sich das bizarre Schauspiel exakt nach demselben Muster!

Als die Polizei das Videomaterial auswertet, wird schnell klar: Hinter diesem vermeintlich niedlichen Gassi-Gang auf eigene Faust steckt ein perfider, krimineller Plan.

Schamlose Ausbeutung tierischer Treue

Die Szene lässt keinen Raum für Zweifel. Der Hund hat nicht aus Versehen eine Tüte spazieren getragen. Er wurde von seinem Halter gezielt darauf trainiert, diese illegale „Drecksarbeit“ zu erledigen.

Das Ganze kaum zu überbieten: Das Herrchen will seinen Müll illegal entsorgen, weiß aber von den drohenden Kamerafallen. Also schickt er seinen ahnungslosen Vierbeiner als „Müllboten“ vor, um selbst einer Strafe zu entgehen.

Die Stadt Catania veröffentlichte das Video nun fassungslos auf Facebook und fand deutliche Worte für diese schamlose Ausnutzung eines Tieres: „Einfallsreichtum kann niemals eine Entschuldigung für Ordnungswidrigkeit sein.“ Das Vorgehen sei „ebenso schlau wie doppelt falsch“.

Der Boomerang-Effekt für das Herrchen

Der vermeintlich geniale Plan, die Behörden auszutricksen, flog krachend auf. Der Hundehalter konnte inzwischen identifiziert werden und für ihn wird es nun richtig teuer.

Nach italienischem Recht ziehen solche illegalen Müllablagerungen drakonische Geldstrafen zwischen 1.500 und unglaublichen 18.000 Euro nach sich. In schweren Fällen drohen sogar strafrechtliche Konsequenzen.

Wie viel der Mann am Ende zahlen muss, ist noch offen. Sicher ist nach Auswertung der Akte nur eines: Den kleinen Hund trifft absolut keine Schuld. Er hat einfach das getan, was ihm sein geliebter Mensch beigebracht hat.

Für den Vierbeiner war der kriminelle Akt vermutlich nur ein lustiges Spiel – für seinen feigen Halter wird es der wohl teuerste Fehler seines Lebens.

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