Hallo zusammen!
Ich melde mich mal wieder bei euch... eigentlich immer dann, wenn mir eine Frage zu lange im Kopf rumgeht!
Meine Maus (1,5 Jahre alt) hat schon immer die gleiche Angewohnheit.
Wenn wir nach Hause kommen, wackelt sie total mit ihrem Popo und bringt uns eines ihrer Spielzeuge – und das wirklich jedes Mal. Und zwar egal welches, einfach das, was gerade am nächsten liegt. Sie läuft dann um uns rum und „twerkt“ richtig mit dem Spielzeug im Maul.
Aber... warum eigentlich?
Um ihre Aufregung zu kanalisieren? Um uns zu zeigen, dass sie sich freut? Ohne jetzt zu sehr in Richtung Vermenschlichung zu gehen...
PS: Ich hab mal bei Google geschaut, und die alten Antworten beziehen sich alle auf Dominanz: Sie würde uns das Spielzeug bringen, um zum Spiel aufzufordern, die Initiative zu ergreifen und die Oberhand zu gewinnen. Man sollte das ignorieren. Das klingt für mich aber total veraltet... oder?
Ich würde gerne an Florianes Erklärung anknüpfen und betonen, dass man es heutzutage eher als positiv ansieht, wenn der Hund eigene Entscheidungen treffen darf.
Analysieren wir mal kurz diese Dynamik und die Entscheidung, die dein Hund da trifft.
Du kommst nach Hause, er hat dich vermisst (klar). Anstatt deinen Raum komplett einzunehmen und dich anzuspringen (was eine normale Reaktion wäre), entscheidet er sich ganz bewusst dazu, ein Spielzeug zu holen.
Man sieht oft Vermenschlichung, wo eigentlich gar keine ist. Der Haushund ist sehr „menschlich“. Diese Kommunikation ist extrem menschlich! Er kommuniziert über dieses Werkzeug, nämlich das Spielzeug.
Eine typisch hündische Art, dich zum Spielen aufzufordern, wäre Bellen oder diese typischen Posen, die Hunde untereinander machen.
Das macht er aber nicht. Er holt lieber ein Spielzeug, um dich auf eine viel „menschlichere“ Weise anzusprechen (ohne dass das jetzt übertriebene Vermenschlichung ist).
Das Verhalten, für das er sich entscheidet, ist unvereinbar mit einem „schlechten“ Verhalten (wie eben das Anspringen).
Also wirklich, ich möchte dich beruhigen: Du hast einen tollen Hund. Mach dir bewusst, dass es absolut nichts Schlechtes ist, wenn der Hund eigene Entscheidungen trifft. Deine Rolle ist es, ihn dazu zu inspirieren, von sich aus die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen. Wenn es etwas anderes gibt, das du lieber hättest, musst du ihn einfach nur zu dieser „neuen“ Wahl motivieren.