Hallo Oxmo
Uns geht's gerade fast genauso mit unserem Rhodesian Ridgeback Welpen, er ist jetzt bald 5 Monate alt!
Er flippt morgens auch total aus vor Freude, wenn wir von oben runterkommen: Er macht Luftsprünge wie ein kleiner Bock, will die Treppe hochstürmen, springt uns an und knabbert uns ununterbrochen an. Kurz gesagt: Er hat echt Probleme, ruhig zu bleiben.
Abends hat er dann auch seine „dollen fünf Minuten“ (oder eher fünfzehn), meistens nach der Abendrunde: Er ist dann ein richtiger Wirbelwind, rennt wie verrückt durch die Gegend und springt wie ein Känguru. Mittlerweile scheint es sich etwas zu beruhigen, aber letzten Monat war das echt noch krass!
Wir gehen mindestens 3-mal am Tag mit ihm raus, so zwischen 20 Min. und 1 Std., an zu wenig Bewegung liegt es also nicht unbedingt...
Mir ist auch aufgefallen, dass er diese Phasen selbst dann hat, wenn er nach größeren Runden eigentlich total k.o. sein müsste.
Aber wenn man sich mal in seine Lage versetzt: Er hat dich die ganze Nacht nicht gesehen, freut sich riesig, dich wiederzusehen, und weiß wahrscheinlich auch, dass es jetzt Futter und danach Gassi gibt – also nur tolle Sachen! Bei Welpen ist die Aufregung manchmal einfach unkontrollierbar. Wie bei manchen Kindern: Er schafft es einfach nicht, von alleine wieder runterzufahren und sich zu beruhigen.
Ich fahre da also dieselbe Schiene wie du: Ihm beibringen, ruhig zu werden und sich zu setzen, indem wir ihm klarmachen, dass es Aufmerksamkeit NUR gibt, wenn er sich beruhigt.
Ich arbeite viel mit „Sitz“, das beherrscht er gut, und mit „Nicht springen, Sitz“, sobald er ansetzt. So langsam bekommt er seinen Impuls zum Anspringen immer besser in den Griff – er macht dann nur noch so kleine Luftsprünge ins Leere.
Wenn er springt, drehe ich mich weg und sage bestimmt „Sitz“.
Solange er nicht sitzt, drehe ich mich nicht zu ihm um. Erst wenn er sitzt, darf er kuscheln.
Du musst das unbedingt deiner Frau und deiner Tochter erklären, damit alle das Gleiche machen.
Ich hab das gleiche Thema gerade zu Hause: Erst heute Morgen stand mein 9-jähriger Sohn bestimmt 5 Minuten mit dem Rücken zum Hund da und hat ganz panisch „Sitzzzzz“ gerufen, während der Hund an ihm hochgesprungen ist...
Mit dem Beißeln ist es bei uns komplizierter. Heute Morgen war er wieder so aufgedreht, dass ich ihm meine Hand gelassen habe; er drückt zwar kaum zu, aber sobald es mich stört, rufe ich „Aua“ und er lässt dann auch locker. Ich schätze mal, er verliert gerade auch seine Zähne wie unserer... das ist echt kein idealer Zeitraum.
Ich finde es gut, dass du mit 5 Monaten jetzt an die Erziehung denkst. Wenn „Sitz“, „Nein/Pfui“ und „Bleib“ erst mal sitzen, kannst du das super nutzen, um ihn zu beruhigen.
Aber – und da frag vielleicht lieber noch mal Leute mit mehr Erfahrung als mich – ich persönlich würde ihn nicht auf seinen Platz schicken, wenn er sich einfach nur (wenn auch extrem) freut, euch zu sehen. Er könnte das als Strafe verstehen, und das könnte das Vertrauensverhältnis stören. Es sei denn natürlich, er dreht komplett am Rad und beruhigt sich gar nicht mehr.
Zeig ihm einfach, dass du möchtest, dass er seine Freude anders zeigt.
Wir können uns ja auf dem Laufenden halten, wie es bei uns vorangeht, wenn du magst!