Abendliches Aufdrehen

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Hallo zusammen,

unser Welpe ist jetzt 3 1/2 Monate alt und seit ein paar Tagen dreht er jeden Abend total auf und kann sich kaum noch kontrollieren. Jeden Morgen und am späten Nachmittag gehen wir so 20 bis 30 Min. mit ihm spazieren (mit und ohne Leine), machen auch ein paar kleine Übungen und mittags gibt's oft mehrere kurze Spiel- und Trainingseinheiten. Wir versuchen, so viel Abwechslung wie möglich reinzubringen.

Aber wenn es Abend wird, fängt er an, richtig laut zu knurren und schnappt sich entweder ein Spielzeug, das er dann so richtig "bearbeitet", oder er jagt seinen eigenen Schwanz oder seine Pfote und steigert sich total rein. Das endet dann oft mit einem Malheur (Pipi vor lauter Aufregung), er hechelt und ist total unruhig...

Manchmal schaffen wir es, ihn zu beruhigen, indem wir kurz mit ihm rausgehen, um den Stress zu unterbrechen, oder wir geben ihm einen Kauknochen. Aber es kommt vor, dass er 10 Minuten später schon wieder völlig am Durchdrehen ist.

Ich verstehe ja vollkommen, dass er ein Welpe ist und spielen und sich auspowern muss... aber dieser Zustand der extremen Aufregung macht mir Sorgen, und es wird gefühlt immer schlimmer.

Ich habe in verschiedenen Artikeln gelesen, dass man mit Welpen nicht Ball spielen soll, weil sie das nur noch mehr aufputscht. Okay, aber habt ihr Spiele-Tipps für mich? Wir tun wirklich alles, damit er sich auspowern kann, beim Gassigehen wie beim Spielen, aber ohne den Druck zu hoch zu schrauben. Ich bin für jeden Rat dankbar, wie wir wieder mehr Ruhe und Entspannung in den Abend bringen können.

Ich bin ehrlich gesagt gerade etwas ratlos...

Danke euch!

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35 Antworten
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    Hallo Gabyn, Streicheln ist in solchen Momenten völlig unmöglich, er „beißt“ dann. Oder besser gesagt, er zwickt eher, weil er echt gut verstanden hat, dass er bei unseren armen kleinen, wehrlosen Armen nicht fest zudrücken darf.

    Seine „wilden 15 Minuten“ hatte er abends zwar schon immer, aber früher war es einfach lustig anzusehen und er kam von selbst wieder runter. Jetzt merkt man richtig, dass irgendwann die Aufregung total die Überhand nimmt. Er knurrt dann so richtig „böse“, geht auf seine Spielzeuge, seine Pfote, seinen Schwanz los, auf alles Mögliche... und am Ende pinkelt er mitten ins Wohnzimmer, was ihn übrigens nicht mal unbedingt beruhigt... Dabei ist er sonst eigentlich stubenrein...

    Und es wird echt immer schwieriger (ich wiederhole mich, sorry), das Spiel zu stoppen, bevor es total ausartet.

    Yoyolut, ja, vorgestern Abend hat das echt funktioniert! Wir haben „Sitz, bleib“ und „Sitz, Platz, bleib“ gemacht, aber gestern Abend hab ich dann ein Bellen direkt ins Gesicht kassiert, er macht kehrt und zack – Schwanz schnappen, knurren und im Kreis drehen...

    Ach3nar, vielleicht machen ihm die Zähne auch zu schaffen, aber wenn ich sehe, wie er sein Tauseil packt und es von links nach rechts und wieder zurück schleudert, dann sind es nicht nur die Zähne, die da gerade verrückt spielen

    👌

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    Ich denke, dass diese „dollen fünf Minuten“, wie man sie nennt, meistens eine Art Ventil zum Druckablassen sind. Das heißt, der Welpe oder Hund baut überschüssige Emotionen ab, um danach überhaupt wieder zur Ruhe kommen zu können. Man kann sich das kaum vorstellen, aber was im Gehirn eines Welpen während eines 30-minütigen Spaziergangs passiert, ist einfach der Wahnsinn.

    Da prasseln tonnenweise neue Infos auf ihn ein, und wenn das Limit (nervlich und mental) erreicht ist – zack – gibt's eine Explosion. Ich kannte auch erwachsene Hunde, die solche Anfälle nach dem Gassi hatten, zum Beispiel einen Husky, den man nie von der Leine lassen konnte, und einen Jagdhund, der wegen Knieproblemen nicht mehr jagen durfte. Man kann sich leicht vorstellen, dass der Spaziergang für diese beiden eigentlich nur daraus bestand, Frust anzusammeln (bei jeder Begegnung, bei jedem Geruch), den sie dann erst zu Hause entladen haben. Der Spaniel ist sogar regelrecht über die Möbel gesprungen... zum Glück konnte er später wieder mit zur Jagd gehen.

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    Hallo,

    es gab ja schon jede Menge Tipps... Aber ich hab da so eine Idee, vielleicht liege ich aber auch falsch.

    Er ist aktiv, "bearbeitet" abends sein Spielzeug und steigert sich da richtig rein...

    In dem Alter haben Welpen ja oft Zahnungsschmerzen... Vielleicht wäre ein Spielzeug mit Noppen gut, damit er ordentlich drauf rumkauen und sich das Zahnfleisch massieren kann? Die Schmerzen an den Zähnen und am Zahnfleisch bereiten ihm vielleicht Unbehagen und machen ihn so nervös. Das Noppen-Spielzeug könnte ihm echt helfen.

    Ich hoffe, dass dir das weiterhilft.

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    Wenn meiner außer Kontrolle geraten ist, war die beste Lösung für mich ein bisschen Training. Ich hab absolut keine Ahnung, warum, aber ich hab ihn Sitz machen lassen, dann Platz, und er ist eine Weile bei Fuß gegangen, das hat ihn beruhigt.

    Ich fand es übrigens schon immer erstaunlich, dass er auf diese eher öden und in dem Moment eigentlich unnötigen Befehle gehört hat, obwohl er gerade total am Durchdrehen war... aber es hat funktioniert, also hab ich es weiter so gemacht, und irgendwann hat er dann aufgehört, so auszurasten.

    Vielleicht könntest du auch Beschwichtigungssignale nachahmen, um ihm zu zeigen, dass dir sein Verhalten unangenehm ist, so wie es jeder andere Artgenosse auch machen würde! Ich war echt mega überrascht von der Reaktion meines Hundes, als ich mir mal über die Schnauze geleckt habe, als er mich genervt hat.

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    Also ich halte überhaupt nichts davon, bei der körperlichen und geistigen Auslastung eines 3,5 Monate alten Welpen so massiv zu übertreiben.

    Meiner Meinung nach ist die Rolle des Besitzers bei einem Welpen in diesem Alter fast wie die eines Elternteils mit einem Kleinkind. Er entdeckt gerade die ganze Welt, weshalb sein Gehirn und seine Sinne extrem gefordert werden (jeden Tag entstehen tausende neue Neuronen) – das sorgt quasi für kleine emotionale „Burn-outs“. Genau wie ein kleines Kind Schwierigkeiten hat, seine Energie und Gefühle zu kontrollieren, braucht ein Welpe vor allem Sicherheit und einen ruhigen Ansprechpartner. Keinen Spielkameraden ohne Grenzen, der immer noch einen draufsetzt, bis der Kleine völlig fertig ist oder einen Nervenzusammenbruch bekommt.

    Man muss also auf seine Bedürfnisse eingehen, aber gleichzeitig seine Grenzen wahren. Wenn der Welpe zu sehr aufdreht, nimmt man das Tempo raus; wenn man Anzeichen von Frust oder Stress bemerkt, passt man den Alltag an, damit er besser zu seinem natürlichen Rhythmus passt (Schlaf, Futter, Action).

    Einigen tut es zum Beispiel gar nicht gut, abends noch mal so ein Energie-Hoch zu haben – da kann man die Zeiten oder die Dauer anpassen. Ich kannte mal einen jungen Epagneul Breton, der nach genau 20 Minuten Action am Abend völlig hohlgedreht ist. Sein Besitzer hat das echt mit der Stoppuhr getimt... ab dem Tag, an dem er das Spiel nach 19 Minuten beendet hat, war das Problem gelöst! Beobachten zahlt sich aus.

    Ansonsten wird es mit einem Welpen immer mal diese „wilden fünf Minuten“ geben, das ist ganz normal. Wir leben ja nicht im Labor, wo man die Reize im Reagenzglas so dosiert, dass sie immer haargenau passen...

    Vielen Dank! Das beruhigt mich wirklich sehr!! Mir ist zwar absolut bewusst, dass die Rasse vor Energie nur so strotzt, aber ich merke eben auch: 5 Minuten locker den Ball werfen ist okay, aber alles darüber hinaus oder wenn man zu fest wirft, lässt ihn komplett abdrehen und es ist echt schwer, ihn wieder halbwegs runterzubringen. Das Gleiche bei den zwei, drei Spaziergängen, die etwas länger als eine halbe Stunde gedauert haben – am Ende war er wie Speedy Gonzales unterwegs.

    Er spielt oft allein oder mit uns und knurrt dabei auch mal... aber gerade abends merkt man richtig, dass er sich einfach nicht mehr unter Kontrolle hat. Ich würde einfach gerne wissen, wie ich das am besten händeln kann.

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    Gabyn
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    Ich denke, für einen 3 Monate alten Welpen reicht die oben beschriebene Auslastung völlig aus.

    Aber könnten das nicht einfach seine „dollen fünf Minuten“ sein? Bei meiner Jack ist das schon seit sie klein ist das gleiche Ritual: Nach der letzten Gassirunde am Abend nehmen wir uns 10-15 Min Zeit. Sie wälzt sich grummelnd auf dem Teppich, wir spielen mit einem Kuscheltier und sie reibt sich die Schnauze am Teppich oder am Bett. Dann kraule ich ihr die Brust und irgendwann fährt sie wieder runter und beruhigt sich. Ich lass sie dann allein, um weiterzuarbeiten. Manchmal bellt sie dann noch oder will mich wieder zum Spielen auffordern, aber ich sag dann zwei-, dreimal „nein“ und dann reicht das auch. Bei meinem Neuzugang ist das seit 6 Monaten genauso. Wenn wir vom Spaziergang zurückkommen, kriegt er seine dollen fünf Minuten, holt alle Spielzeuge raus, wir spielen mit einem Stofftier oder rangeln 10-15 Min rum, und dann ist er irgendwann platt. Ich streichel ihm die Brust und er kommt ganz langsam zur Ruhe.

    Also, wenn du merkst, dass dein Hund immer aufgeregter wird: Geh entweder nochmal kurz mit ihm raus, falls möglich, oder nimm dir 10-15 Min Zeit zum Spielen und Kuscheln. Vielleicht braucht er das einfach, um runterzukommen.

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    Genau deshalb lese ich das nicht so gerne, dass man immer noch mehr Action oder Auslastung bieten soll, erst recht nicht bei einem Welpen. Manchmal ist es nämlich genau andersrum... ein Welpe kann total überdrehen, genau wie ein Kind, das quengelig wird, wenn es überfordert ist oder die ganzen neuen Eindrücke einfach zu viel sind.

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    Es ist absolut wichtig, dass dein Welpe jeden Tag frei mit anderen Hunden spielen kann. Das ist ein echtes Bedürfnis, bis er mindestens 18 Monate alt ist. Und dass du natürlich auch mit ihm spielst.

    Ja, er trifft andere Hunde, zwar nicht täglich, aber mehrmals die Woche. Er ist allerdings ein echter Rüpel gegenüber Hunden, die kleiner sind als er. Wir spielen auch jeden Tag mehrmals mit ihm, aber wir müssen irgendwie den Punkt finden, an dem wir seine wilden Phasen bändigen können...

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    Also, ich halte absolut nichts von diesem Trend, einen Welpen mit 3,5 Monaten körperlich oder geistig total zu überfordern.

    Meiner Meinung nach ist man bei einem Welpen in dem Alter eher wie ein Elternteil für ein Kleinkind. Der Kleine entdeckt ja gerade alles zum ersten Mal, da werden das Gehirn und die Sinne total beansprucht (jeden Tag tausende neue Neuronen), was dann quasi zu so kleinen emotionalen „Burnouts“ führt. Genau wie ein Kleinkind Schwierigkeiten hat, seine Energie und Gefühle zu kontrollieren, braucht ein Welpe vor allem Sicherheit und eine ruhige Bezugsperson – und keinen Spielkameraden ohne Grenzen, der immer noch eine Schippe drauflegt, bis der Kleine völlig erschöpft ist oder einen Nervenzusammenbruch bekommt.

    Man muss also auf seine Bedürfnisse eingehen, aber gleichzeitig seine Grenzen respektieren. Wenn der Welpe zu sehr aufdreht, nimmt man den Wind aus den Segeln. Und wenn man Anzeichen von Frust oder Angst sieht, passt man die Routine an, um seinen natürlichen Rhythmus (Schlaf, Futter, Action) besser zu unterstützen.

    Bei manchen ist es zum Beispiel gar nicht gut, wenn sie abends so einen richtigen Energieschub haben, da kann man dann die Uhrzeit oder die Dauer anpassen. Ich kannte mal einen jungen Epagneul Breton, der nach genau 20 Minuten Action am Abend total durchgedreht ist. Sein Herrchen hat das echt mal mitgestoppt... ab dem Tag, an dem er das Spiel nach 19 Minuten beendet hat, war das Problem gelöst! Genaues Beobachten zahlt sich echt aus.

    Ansonsten wird es mit einem Welpen natürlich immer mal diese „fünf Minuten“ geben, das ist völlig normal. Wir leben ja nicht im Labor, wo man alle Reize im Reagenzglas dosiert, damit immer alles haargenau auf die Bedürfnisse zugeschnitten ist...

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    Danke für eure Tipps.

    Mir ist absolut klar, dass das ein Hund ist, der viel körperliche und geistige Auslastung braucht. Aber er ist ja erst 3,5 Monate alt. Ich kann ihm doch noch keine 2 Stunden Gassi täglich zumuten? Und die paar Male, wo die Runde mal etwas länger dauerte, wurde er danach total unmöglich, weil er völlig überdreht war.

    Dieses Wochenende haben wir einen extra Spaziergang ausprobiert, aber das Ergebnis war am Abend genau das gleiche. Zum Glück schläft er nachts wie ein Stein 😁

    Was ich gerne möchte, ist diese abendlichen Ausraster irgendwie in den Griff zu bekommen, und zwar auf eine ruhige Art.

    Zur Beschäftigung geben wir ihm auch einen Kong, den wir mit Trockenfutter füllen, und wir haben ihm so ein Gestell mit Flaschen gebastelt, die er mit der Pfote drehen muss, wo auch Futter drin ist. Dazu kommt noch ein bisschen Sitz, Platz, Bleib, bei Fuß gehen.... wir versuchen, da für Abwechslung zu sorgen.

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