Hallo zusammen, mein erster Post hier und ich schreibe heute Abend mit echt schwerem Herzen.
Ich wollte mal fragen, ob es hier ähnliche Fälle gibt oder ob ihr einen Rat für mich habt...
Das ist mein Baby Snowby, er ist 9 1/2 Jahre alt.
Ende November haben wir zwei große Knubbel in seinem Maul entdeckt, direkt am Zahnfleisch (bei den Eckzähnen).
Am nächsten Morgen sind wir dann sofort als Notfall zum Tierarzt.
Die Ärztin meinte, sie vermutet einen Tumor, aber man müsste eine Biopsie machen, um zu sehen, ob es bösartig oder gutartig ist.
Wir haben unseren Schatz dann dort gelassen. Als wir abends angerufen haben, ob wir ihn abholen können, hieß es, er muss über Nacht bleiben, weil sie in Zeitverzug war. Am nächsten Morgen konnten wir unser Baby dann abholen. Die Ärztin sagte uns, dass die Biopsie gemacht wurde und sie die Gelegenheit genutzt hat, um die beiden großen Knubbel direkt wegzuoperieren... Aber sie meinte auch, dass es im Maul noch weitere, kleinere gibt, sie aber nicht alle entfernen konnte!
Wir mussten dann zwei Wochen auf die Ergebnisse der Biopsie warten. (Snowby hat 4 Tage gebraucht, um sich von der Narkose zu erholen). In diesen zwei Wochen ist schon wieder ein neuer Knubbel gewachsen, diesmal aber außen an der Lefze... Dann kamen die Ergebnisse... totale Enttäuschung, sie konnten nicht genau sagen, was für ein Tumor es ist und ob bös- oder gutartig... Ich bin wieder zum Tierarzt, mein Baby hat Schmerzen, ich sehe es ihm an.
Sie hat ihn untersucht und meinte, der Tumor hat sich noch weiter ausgebreitet und man könne nichts mehr machen. Man müsste 90 % des Kiefers entfernen... es bleibt nur noch die Palliativpflege... Er bekommt jetzt also Cortison.
2 Wochen später wieder zum Tierarzt. Snowbys Schnauze ist total angeschwollen, seine Nase und die Augen tränen... der Tumor streut immer weiter... Snowby bekommt jetzt zusätzlich zum Cortison noch Morphium. Mittlerweile fällt ihm das Atmen schwer. Die Ärztin hatte mich schon gewarnt, dass es in die Lunge wandern würde, weil es im Maul und Rachen schon so weit fortgeschritten war... Er verliert jetzt auch Zähne... Der Tierarzt sagt, wir sollten ihn gehen lassen, aber ich weiß einfach nicht, was ich tun soll...
Er verbringt den ganzen Tag auf dem Bauch liegend und bewegt sich kaum noch. Er frisst und trinkt zwar noch und will abends auch noch seine Gassi-Runde, aber die wird immer kürzer, weil er keine Luft bekommt. Er hat auch Probleme beim Laufen, habe ich das Gefühl... Ich frage mich, ob ich zu sehr klammere und versuche ihn zu retten – also „retten“ kann ich ihn ja leider eh nicht mehr, ich kann das alles nicht ungeschehen machen. Aber ich überlege, ob ich die Dosis der Medikamente senken soll, weil ich mir denke, dass er vielleicht deshalb den ganzen Tag nur rumliegt.
Sorry für den langen Text, aber ich komme mit der ganzen Situation einfach nicht klar. Snowby ist unser Baby, unser Kind. Ich brauche einfach einen Rat, um die richtige Entscheidung zu treffen. Ich hänge euch mal ein aktuelles Foto von seinem Gesicht an.
