Hallo zusammen, ich erklär euch mal meine Situation. Meine Frau ist mit Hunden aufgewachsen und möchte unbedingt einen adoptieren. Da ich selbst leider nie einen Hund hatte, verstehe ich ehrlich gesagt nicht so ganz, warum. Klingt vielleicht komisch, aber ich sehe den Grund nicht so richtig, vor allem weil wir nicht gerade sportlich sind. Wir haben schon zwei Katzen, im Urlaub könnten wir den Hund nicht mitnehmen und wir sind auch nicht viel zu Hause – oft 6 Stunden am Stück weg… Ich glaube nicht, dass das ein schönes Leben für einen Hund ist, wenn er nur auf seine Leute warten muss. Außerdem wohnen wir ziemlich weit außerhalb und es gibt hier kaum andere Hunde in der Gegend. Ist ja auch irgendwie doof, wenn er keine Kumpels zum Spielen hat… Was meint ihr dazu? Sie liegt mir damit schon echt lange in den Ohren, aber ich will keinen Hund nur ihr zuliebe anschaffen. Ich wäre eher für eine dritte Katze. Habt ihr Argumente, damit sie einsieht, dass das einfach nicht geht?
Wir können keinen Hund haben – wie soll ich ihr das klarmachen?
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Ich sehe das ganz genau wie du, Bobkat. Meine Tiere laufen auf meinen Namen, ich trage die volle Verantwortung (Pflege, Gassi gehen etc.). Von daher muss ich auch niemanden um Erlaubnis fragen.
Für mich geht es hier vor allem darum, zu klären, ob es ein tiefer Herzenswunsch ist (oder sogar ein echtes Bedürfnis, denn ich glaube wirklich, dass es das sein kann!) oder nur eine bloße Laune.
Aber die betroffene Person muss selbst in sich gehen und eine verantwortungsvolle Entscheidung treffen. Es steht keinem Dritten zu, ihr zu sagen, dass sie es nicht drauf hat oder sich wie ein kleines Kind anstellt.
Man kann sich austauschen, man kann jemandem bei der Überlegung helfen, aber nicht, indem man der Person direkt vorwirft, unfähig oder faul zu sein 😒
Meiner Meinung nach ist das kein guter Weg, einem geliebten Menschen bei einer Entscheidung zu helfen.
Caroline, ich hatte gar nicht gesehen, dass sie einen Australian Shepherd will ^^. Ich muss zugeben, wenn die Partnerin sich in eine eher sportliche Hunderasse verguckt hat, verstehe ich schon, dass der Partner da ein bisschen Schiss hat.
Ich persönlich hab eine Shar-Pei-Hündin und hab sie passend zu meinem Charakter und meinem Lebensstil ausgesucht. Das ist kein gewöhnlicher Hund und auch nicht gerade ein Modehund, aber sie passt super zu mir :)
Und ich hab auch keine Hemmungen, das offen zu sagen: Ich bin kein sportlicher Mensch. Also, ich kann zwar spazieren gehen, aber sobald es zu lang oder zu anstrengend für meinen Rücken wird, muss ich passen. Da hab ich nämlich Probleme und bin deshalb echt eingeschränkt.
Eigentlich ist es total logisch, sich einen Hund zu suchen, der zu einem passt. Das ist wie bei der Partnerwahl: Man nimmt ja auch niemanden, der gar nicht zu einem passt, nur weil er ein Schönling ist, haha.
Ich glaube auch, dass viele Leute bei dem „perfekten Hund“ automatisch an einen dynamischen Hund denken. Man hört ja oft: „Nee, ich will keinen Hund, der den ganzen Tag nur auf der Couch schnarcht und nix macht.“ Wenn man dann diese hübschen Border Collies, Malinois oder Aussies sieht, die so voller Energie stecken, macht's klick – aber man muss dem Ganzen dann halt auch gewachsen sein.
Auf jeden Fall müssen die beiden drüber reden und vielleicht kann er sie ja mal auf Rassen ansprechen, die ein bisschen moderater und ruhiger sind.
@Caroline-Eg, ich bin ganz deiner Meinung, außer bei der Sache mit den Katzen.
Katzen sind einfach eigenständiger als Hunde. Das ist Fakt. Manchmal erwischt man zwar ein Exemplar, das eine totale Klette ist, aber das ist eher die Ausnahme.
Ich habe 6 Katzen bei mir zu Hause und selbst mein anhänglichster Kater ist noch viel unabhängiger als mein Hund.
Einer von ihnen ist zwar verschmuster als der Rest, aber er verbringt trotzdem 80-90 % seiner Zeit draußen, ohne sich groß um mich zu scheren. Die anderen sind zwar auch nie weit weg, aber die machen halt ihr eigenes Ding. Im Vergleich zu einem Hund, der extrem viel Interaktion mit seinem Menschen braucht, kommt eine Katze nur, wenn sie gerade Bock hat – und das ist viel seltener als bei einem Hund...
Der beschriebene Alltag (natürlich haben wir hier nicht die Sichtweisen von beiden Seiten, ist also schwierig) scheint nicht wirklich zu einem sehr sportlichen oder fordernden Hund zu passen. Aber heißt das gleich, dass gar kein Hund passt? Das müssen die beiden unter sich klären.
Aber wenn man bereit ist, 1,5 Stunden am Tag rauszugehen und zu Hause einen eher ruhigen Hund möchte, der nicht alle zwei Sekunden ankommt und der keinen so krassen Hütetrieb hat wie ein Husky oder ein Schäferhund (was ja nicht heißt, dass er nicht sozialisiert werden oder andere Hunde treffen soll) – und wenn man nicht erwartet, dass der Hund bei jedem Kommando sofort strammsteht, sondern bereit ist, an der Kommunikation zu arbeiten... Dann gibt es durchaus Rassen oder auch Hunde aus dem Tierschutz, die passen könnten.
Klar ist aber auch: Ein Hund bedeutet immer viel Arbeit und Zeit, so eine Adoption darf man auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen.
Wenn man sagt „unser Alltag passt nicht zu einem Aussie, wir warten lieber, bis wir mehr Zeit haben“: Wenn die Familie eigentlich nicht sportlich ist oder keine Lust auf Kopfarbeit, Agility und Co. hat, dann wird sich das auch in 5 Jahren nicht ändern.
Ich finde, statt den anderen wie ein Kind zu behandeln, sollte man lieber mal ehrlich drüber reden, warum es passt oder eben nicht und was die Bedenken von beiden sind.
Ich persönlich könnte ohne Hund nicht leben, weiß aber, dass ich Kompromisse bei der Rasse machen würde, wenn man so eine Entscheidung gemeinsam trifft.
Nochmal zum Beispiel Australian Shepherd: Wenn du einen Partner hast, der abends nach der Arbeit einfach nur kurz den Hund kraulen und dann in Ruhe essen will, dann ist ein Aussie vielleicht nicht gerade ideal. Dann ist da noch die Sache mit dem Geld: Wenn du regelmäßig in den Urlaub willst, musst du die Kosten für eine Pension einplanen. Man darf die Wünsche des anderen nicht ignorieren, muss aber schauen, ob es im Alltag geht und wie. Man muss aber auch ehrlich sein: Man darf auch einfach keinen Hund wollen, aber dieses ewige „später mal schauen“ ist, da gebe ich dir recht, ziemlich bevormundend.
Bobkat, ich glaube, er meinte, dass sie sportliche Hunde wie Australian Shepherds möchte. Das ist nicht immer ohne, und da kann ich die Zweifel schon verstehen. Am Ende muss man da einfach drüber reden.
Manchmal passt man einfach nicht zu jedem Hund, das muss man akzeptieren. Mein Traum vom Malamute wird sich wohl auch nie erfüllen, aber ich finde mich damit ab ^^ Man sollte da echt auf dem Boden bleiben und nicht diesem Trend verfallen oder denken: leicht zu erziehen = unkompliziert im Alltag. Manche Leute sind einfach eher der Typ für einen Husky, Shar-Pei, Chow-Chow, Akita oder Jack Russell (die Rassen haben ja mal gar nichts gemeinsam) als für einen Aussie.
Meine Mutter hatte mal einen Malinois, wobei das eher eine Rettungsaktion war. Ich sag ihr schon seit Jahren, dass sie eigentlich eher der Typ für einen Shar-Pei oder Akita wäre. Es mag seltsam klingen, solche Hunde eher zu empfehlen als einen angeblich „einfachen“ Hütehund, aber es ist nun mal so: Nicht jeder ist dafür gemacht, einen Hund zu haben, der einen ständig fordert und massiv viel Kopfarbeit braucht. Manche bevorzugen Hunde, die vielleicht nicht sofort beim ersten „Sitz“ parieren und in der Hinsicht dickköpfiger sind, die dafür aber entspannte Runden drehen (auch wenn man an der Sozialisierung arbeiten muss), keinen Leistungssport brauchen und einen zu Hause nicht alle fünf Minuten belagern (okay, das hängt auch immer vom Charakter ab). Es gibt Leute, die holen sich einen Hütehund in der Annahme, dass der auf jeden Fall einfach ist, obwohl sie eigentlich viel besser mit Rassen klarkämen, die gerne als „sehr schwierig“ beschrieben werden.
Dabei ist das alles nur eine Frage des Umfelds und dessen, was man dem Hund bieten kann.
Antochvler, ich hatte nie das Gefühl, dass eine Katze unabhängiger ist als ein Hund (ich meine jetzt im Vergleich zum Menschen). Ich glaube, die Leute sagen sich das einfach gerne, um sich zu beruhigen. Wenn ich nach Hause komme, ist mein Kater derjenige, der mir ständig zwischen den Füßen rumwuselt, genau wie die andere Katze im Haus, während meine Hündin ganz entspannt rumliegt. Klar, ein Hund ist anstrengender, weil man mit ihm rausgehen muss, ihn mehr erziehen muss als eine Katze, ihn stubenrein bekommen muss usw. Aber ob einer jetzt unabhängiger ist oder nicht, kommt total auf das jeweilige Tier an. Manche kommen in der Gruppe besser mit dem Alleinsein klar – unsere Katze Lili zum Beispiel hasst es total, von den Hunden getrennt zu sein. Es ist eigentlich auch gar nicht primär die Dauer der Abwesenheit das Problem, sondern die Tatsache, dass der Hund ein tagaktives Tier ist (genau wie wir), während die Katze eher nachtaktiv ist. Wenn du den ganzen Tag weg bist, kannst du technisch gesehen halt nicht mit ihm rausgehen oder spielen. Aber 6 Stunden Abwesenheit hindern dich ja nicht daran, morgens früh eine Runde zu drehen, abends nochmal eine Stunde oder länger Gassi zu gehen und dafür zu sorgen, dass er nicht zu lange einhalten muss.
Das heißt nicht, dass der Hund ein Einzelgänger ist, im Gegenteil. Aber sie haben selten ein echtes Zeitgefühl. Der Boxer von meinem Vater hat schon 5 Minuten nach dem Losgehen angefangen, Blödsinn zu machen. Mein Vater hat dann buchstäblich eine Katze gekauft, um die Einsamkeit seines Hundes zu lindern, und das hat schon gereicht. Aber ob du nun 2 Sekunden oder 6 Stunden weg warst, war für ihn das Gleiche – er mochte es einfach nicht, allein zu sein. Es gibt Hunde, bei denen kannst du da einfach nichts machen, da ändert auch die Dauer der Abwesenheit nichts.
Ich denke, zwei Hunde halten 6 Stunden alleine besser aus (das ist einfacher) als ein einzelner Hund 2 Stunden. Sogar ein Hund mit einer Katze kommen besser mit der Einsamkeit klar, wenn sie sich gut verstehen. Aber das kommt eben immer auf den jeweiligen Hund an. Ein Husky mit seinem extremen Rudelinstinkt ist da das beste Beispiel, aber im Grunde haben alle Hunde diesen Instinkt mehr oder weniger.
Aber darauf zu warten, dass man irgendwann mal weniger als 6 Stunden weg ist, ist total hypothetisch – ich glaube, deine Frau hat das auch schon kapiert. Und zu erwarten, dass sich ein Kind um den Hund kümmert, ist meistens genauso Wunschdenken.
Ich versuche jetzt auch nicht, dich zu überzeugen. Ich stimme Mel1 zu: Wenn man einem Hund nicht gerecht werden kann, sollte man sich lieber keinen anschaffen. Man sollte nicht auf eine drastische Veränderung im Umfeld warten und sich sagen „später haben wir mehr Zeit oder mehr Energie“. Das ist selten der Fall. In solchen Situationen sollte man lieber realistisch und ehrlich zu sich selbst sein und sagen, dass man nicht bereit ist – und es vielleicht auch nie sein wird.
Ich will damit gar nicht sagen, dass du Unrecht hast, es ihr zu verweigern.
Ich finde, man sollte den Hund adoptieren, der wirklich zu einem passt. Ich hab eigentlich gar keine Ahnung, was für eine Art Hund sie sich eigentlich wünscht.
Aber ja, der Wunsch nach einem Hund kann echt extrem stark sein. Ich liebe Hunde schon, seit ich klein war. Keine Ahnung, ob das genetisch sein kann, aber mein Opa war auch total vernarrt in Hunde und hatte jede Menge davon. In meiner Familie haben oder hatten eigentlich fast alle einen Hund, der uns im Leben begleitet hat.
Hallo, ich wollte nur kurz auf das reagieren, was ich hier gelesen habe. Ich war in genau der gleichen Situation: Ich wollte jahrelang unbedingt einen Hund, und zu der Zeit habe ich mit jemandem zusammengelebt, mein damaliger Freund wollte aber keinen. Er dachte genau dasselbe, nach dem Motto: „Ja, am Anfang kümmerst du dich noch, aber dann hast du irgendwann keine Lust mehr“ usw. Ich persönlich fand das echt nicht fair, so von oben herab behandelt zu werden, als wäre ich ein kleines Kind.
Ich hatte schon als Kind einen Hund, den ich unbedingt wollte. Meine Eltern haben ihn zwar finanziert, weil ich ja noch klein war, aber beim Rest hieß es: „Du wolltest ihn, also kümmerst du dich auch darum.“
Ich habe mir dann einfach einen Hund geholt, ohne meinen Freund groß zu fragen, da ich sowieso alles allein übernehmen wollte. Jetzt wird meine Süße bald 4 Jahre alt, und obwohl sie keine einfache Hündin ist, weil sie ziemlich ängstlich ist, macht sie tolle Fortschritte. Ich liebe es immer noch, mit ihr rauszugehen, auch nach all der Zeit. Und ich freue mich riesig, wenn Leute, die sie kennen, mir sagen, wie toll sie sich entwickelt hat.
Dass mein Ex mir nicht zugetraut hat, mich richtig um meine Hündin zu kümmern, war echt nicht gesund. Man ist dann ständig auf der Hut und hat das Gefühl, dass einem jeder kleinste Fehler sofort vorgehalten wird – nur weil man mal 10 Minuten später nach Hause kommt oder abends noch mal mit Kollegen was trinken geht, selbst wenn man vorher extra da war, um mit ihr Gassi zu gehen und sie zu füttern.
Ob das ein Trennungsgrund ist, weiß ich nicht. Das ist wie bei Kindern: Manche trennen sich, weil einer keine Kinder will. Andere bekommen eins und trennen sich dann trotzdem, weil es in der Beziehung eigentlich schon vorher kriselte. Ein Kind ist nicht dazu da, eine Beziehung zu kitten, und ein Hund auch nicht – manchmal verstärkt er eher die Probleme, die sowieso schon da waren.
Da hast du auch recht, Caroline-Eg, 6 Stunden Abwesenheit sind völlig okay.
Und dass es da nur Felder gibt, ist auch nicht wirklich eine Ausrede. In dem Fall steigt man halt ins Auto und fährt woanders hin zum Gassi gehen ^^ Genauso ist es mit dem Baby und dem Hund, das ist alles nur eine Frage der Motivation. Ich versuche ja gar nicht, dich zu einem Hund zu überreden, gell! ;) Aber die Wahrheit ist doch, dass du einfach keinen Bock auf einen Hund hast, weil du dich nicht drum kümmern willst. Und das ist auch völlig in Ordnung! So bleibt einem Hund wenigstens das Dasein als „Gartenzwerg“ erspart.
Dass ich meinte, das wäre für mich ein Trennungsgrund, liegt nur daran, dass du das Thema vorhin selbst erwähnt hattest. Im Gegensatz zu deiner Frau – zumindest nach dem, was du so erzählt hast – ziehe ich das mit meinem Hund aber von A bis Z alleine durch. Mein Göttergatte hat da also gar nichts zu melden, weil er ja auch nichts machen muss. Wenn sie aber einen Hund will, dann aber erwartet, dass du die unschönen Aufgaben übernimmst, hast du natürlich jedes Recht, darauf keine Lust zu haben.