Ich glaube eigentlich, dass "Güte" durch zwei Konzepte zustande kommt, die entweder Hand in Hand gehen oder eine Art "inneren Kampf" auslösen können: die Persönlichkeit und die Erziehung, oder halt Veranlagung und das, was man gelernt hat.
Wenn jemand von Grund auf ein gewisses Mitgefühl für andere hat, auch für Tiere, dann wird er instinktiv versuchen, einem Welpen nicht wehzutun. Selbst wenn du nicht genau weißt, wie du dich verhalten sollst, passt du automatisch auf und behandelst ihn wie ein wertvolles, unersetzliches Kristallglas, das auf keinen Fall kaputtgehen darf.
Aber wenn die Empathie nicht so ausgeprägt ist (weiß nicht, ob das die beste Formulierung ist), dann übernimmt die Erziehung: Die Eltern erklären dir dann, dass ein Welpe ein Lebewesen ist, dass man nicht Fußball mit ihm spielt und er nicht der Ball ist, usw.
Wenn du also Empathie + eine "herzliche" Erziehung hast, gibt es keine Chance, dass du einen 2 Monate alten Welpen schüttelst. Im schlimmsten Fall, wenn du nicht weiterweißt, rufst du deine Eltern, den Tierarzt oder den Züchter an oder sperrst dich im Bad ein und heulst erst mal eine Runde, bis du dich wieder gesammelt hast 🙄, aber niemals würdest du ihn schütteln oder ihm einfach so die Hand ins Maul stecken.
Und im Gegenteil: Jemand ohne Empathie und Erziehung wird nicht nur das machen, sondern potenziell noch viel Schlimmeres – und zwar nicht nur beim Welpen, sondern allgemein bei Tieren, Partnern, Kindern...
Genau da ist die Erziehung so wichtig, um mögliche Lücken bei der Herzlichkeit in der Persönlichkeit auszugleichen: Das Erlernte ergänzt oder hilft dem Angeborenen...
Aber das ist nur so eine Idee, die ich noch nicht zu Ende gedacht habe. 😳
Und genau daran muss ich bei Sarada und dem, was sie so erzählt, denken: Auch wenn ihr das Wissen über Hunde fehlt, hab ich trotzdem das Gefühl, dass es ihr auch an Empathie und Erziehung mangelt... 😔