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Rex - Schnüffelnase sucht Zuhause: Erwachsenes Männchen zur Adoption

Datum der Veröffentlichung : 10/01/2026
In diesem Bericht zu Rex Entwicklung ist uns Transparenz sehr wichtig, denn auch die schwierigen Geschichten, die vermeintlich hoffnugslosen Fälle sind eine Facette des Tierschutzes und reflektieren unsere Arbeit. Es ist keinem geholfen, wenn wir etwas verschönen und durch eine rosa Brille darstellen, denn man muss Rex sehen als das, was er ist: ein Hund mit großen Themen, für die er nichts kann, der aber weiterhin die -Schulbank- drückt und Fortschritte macht.
Die Geschichte von Rex mit den krummen Vorderbeinchen, dem denkbar übelst mitgespielt wurde, ist eine der schwersten, die der Verein je zu Gesicht bekommen hat und zeigt uns zwei Dinge ganz deutlich: dass Misshandlung und Ausbeutung von Tieren schwerwiegende und teure Folgen haben kann und professionelles Hundetraining nicht nur eine Daseinsberechtigung hat, sondern unabdingbar ist. Es zeigt auch, dass Tierschutzvereine extrem wichtige Auffangnetzwerke sind für Tiere, mit denen viele Privatpersonen sehr schnell an eine Grenze gekommen wären.

Was bisher geschah: Rex stammt aus Spanien. Sein Jäger verursachte bei ihm durch Misshandlung wie Futterentzug und körperliche Züchtigung ein schwerwiegendes Trauma. Der junge Hund kam zu Tierrettern und wurde nach Deutschland vermittelt. Rex' deutsche Adoptionsfamilie konnte trotz bester Bemühungen dem traumatisierten Tier nicht gerecht werden und gab ihn schweren Herzens zurück in die Obhut des Vereines. Eine gute Entscheidung. Nachdem Rex längere Zeit in einer normalen Pension untergebracht war, wo es nur ab und an Training mit einem Hundetrainer gab, es aber allen klar war, dass Rex so keine Fortschritte macht, war die nächste Station die Trainingspension, in der Rex seitdem von Profis betreut wird.
Dort stellte sich heraus, wie tief das Trauma wirklich liegt. Rex hatte bisher überhaupt keine guten Assoziationen mit den Menschen, keinen Anlass, harmonisches Zusammenleben überhaupt zu begreifen. Angstbedingte Aggressionen, Ressourcenverteidigung; Rückzug und Überforderung gehörten zu den in Spanien erlernten Verhaltensweisen, denen man hier mit viel Empathie, Konsequenz und Geduld Paroli bietet. Schritt für Schritt.
Derzeit trägt Rex dauerhaft einen speziellen Maulkorb. Dieser Gedanke macht erstmal stutzig, jedoch ermöglicht diese Maßnahme deutlich mehr Freiheiten für das Tier und ebnet die Bahn für das Training. Der Maulkorb ermöglicht Futter- und Wasseraufnahme, Hecheln etc. und ist gut gepolstert, er scheuert nicht oder behindert anderweitig. Jedoch kann er so niemanden beißen und das Training läuft sehr, sehr viel besser so.
Rex ist emotional so geprägt, dass er aus Angst sehr wachsam ist und auf jede menschliche Handlung sofort gegensteuert. Er stellt seine eigenen Regeln auf, weil er faire Führung nie kennenlernen durfte. Mit dem Maulkorb kann er jedoch die Alltagsregeln lernen zu verstehen; auch, dass Berührungen kein Angriff sind und dass es nichts bringt, sein Futter zu verteidigen. Rex wird mittlerweile kooperativ und kommt runter. Er begreift, dass ein Regelwerk besteht, das seinen Weg zu einem entspannteren und vor allem fairen Leben ebnen kann. Er wird großzügig belohnt für seine Fortschritte.

Wie geht es weiter?
Natürlich wird der Maulkorb mittelfristig wieder entfernt. Erlerntes wird derzeit noch gefestigt. Der Maulkorb wird aber zu seinem zukünftigen Leben dazu gehören. Sicher ist sicher! Geduld ist der Schlüssel, wenn es darum geht, als Welpe Erlerntes wieder zu verlernen. So, wie man es von sich selber auch kennt. Eingeprägtes Verhalten wieder abzulegen, ist richtig harte Arbeit! Das Hundetrainer Team ist sich aber einig, dass schon Vieles geschafft ist.

Welche Menschen suchen wir für Rex?
Ein Hund mit einer so tiefliegenden Misshandlungsgeschichte braucht Menschen mit einer großen Portion Hundeerfahrung und Verantwortungsbewusstsein. Es ist notwendig genau das weiter zu führen, was in der Trainingspension schon trainiert wurde. Vor allem Verständnis und Geduld für Rex' Themen sind notwendig, damit er nicht wieder in alte Verhaltensmuster verfallen muss. Zwar wäre Hundesport nichts für seine krummen Pfötchen; aktiv sein darf und will er aber doch, um eine adäquate Auslastung zu erzielen. Darf dabei seine ausgezeichnete Spürnase zum Einsatz kommen, fände er das ganz wunderbar!

Für diesen Hund bitten wir um Unterstützung durch Übernahme einer Patenschaft. Unser Formular dazu finden Sie hier:
https://hundepfoten-in-not.de/spenden-und-patenformular/

Auch über ein Pflegestellen-Angebot würden wir uns sehr freuen. Weitere Informationen finden Sie unter:
https://www.hundepfoten-in-not.de/vermittlung/pflegestelle-werden/

Impfungen: vollständig grundimmunisiert, gechipt, mit EU-Pass
Negativ getestet auf Leishmaniose, Babesiose und Ehrlichiose

Schulterhöhe ca. 55 cm. Schutzgebühr 355,--

Organisation/Verein: Hundepfoten in Not e. V.
Kontaktperson: Frau Cordula Liso
Email: liso@hundepfoten-in-not.de
Telefon: 07682/9264141 oder 0179-2201076
www.hundepfoten-in-not.de
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Hinweis: Die Informationen der zur Adoption freigegebenen Hunde werden von den Tierheimen und Tierschutzvereinen zur Verfügung gestellt, die sich um die jeweiligen Tiere kümmern. Wamiz überprüft die Genauigkeit der Angaben nicht. Alle Informationen müssen mit der betroffenen Stelle abgeklärt werden. Für den Gesundheitszustand und das Verhalten der zu vermittelnden Tiere sind ausschließlich die Tierheime und die Personen, die sie aufnehmen, verantwortlich. Der Nutzer befreit Wamiz von der Verantwortung für ein adoptiertes Tier, das auf der Webseite vorgestellt wird.