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Schäferhund-Welpe

Was der Welpe erleben musste, schockt viele Tierfreunde

© Tierschutzverein Minden und Umgebung e.V. / Facebook

NRW: Unter Tränen ruft ein Schäferhund-Frauchen das Tierheim an

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Der tränenreiche Anruf der Hundehalterin geht gegen 20:30 Uhr im Tierheim ein. Kurze Zeit nach dem Telefonat wird es richtig bizarr.

Als das Telefon im Tierheim des Tierschutzvereins Minden und Umgebung e.V. am Abend des 24. April 2024 klingelt, ahnen die Freiwilligen nicht, was dieser Anruf nach sich ziehen wird. Aber auf das Folgende könnte man sich auch nicht vorbereiten.

Am anderen Ende ist eine frischgebackene Hundehalterin. Vor einem Tag hat sie sich einen fünf Monate alten Welpen gekauft – und nun muss sie ihn dringend abgeben. Was sie berichtet, sorgt für Stirnrunzeln, doch das ist erst der Anfang.

Nach nur einem Tag: Welpe soll weg

Der Schäferhund-Welpe müsse weg, weil er "den vorhandenen Hund, die Halterin, die Katze und das Kind gebissen hätte". Als der Notdienst des Tierheims bittet, den Vierbeiner am nächsten Tag zu bringen, ist das für die aufgebrachte Frau keine Option.

Schau dir das an:

Wenig später steht sie mit dem Welpen auf dem Hof des Tierheims, um ihn abzugeben. Nach nur einem einzigen Tag!

Auf Nachfragen der Freiwilligen stellt sich heraus, dass dieser Fall eigentlich todtraurig ist. Der junge Hund wurde über ein Kleinanzeigen-Portal gekauft. Angeblich sei er gechippt und geimpft, nur einen Impfpass hat der Verkäufer nicht. Trotzdem wird der Welpe mitgenommen. Ein fataler Fehler, wie die Frau keine 24 Stunden später feststellt.

"Danke Kleinanzeigen, ihr macht das Leben so einfach"

Was die Tierschützer herausfinden, setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Bei der tierärztlichen Eingangsuntersuchung kommt heraus, dass der Welpe höchstens 3,5 Monate alt sein kann! Besonders gepflegt wirkt er auch nicht. Allerdings ist er den Menschen gegenüber brav.

Doch das schlägt schlagartig ins Gegenteil um, als der Schäferhund-Welpe im Tierheim auf einen neun Monate alten Rüden trifft! Er attackiert sofort. "Auch die Füsse der Pflegerin, als diese ihn festgehalten hat", heißt es im Facebook-Post des Tierschutzvereins. Hier liegt offenbar deutlich mehr im Argen.

Heftige Diskussionen bei Facebook

Und auch bei Facebook eskaliert die Situation weiter. Schon kurze Zeit nach dem Einstellen des Posts gerät die Sache aus dem Ruder. "Nachdem es schon Beleidigungen etc. gab, werden wir die Kommentarfunktion nun deaktivieren", heißt es im Update des Tierheims.

Rund 2.500 Mal wurde dieser traurige Post bereits geteilt. Viele User wollen mithelfen, für den Welpen genau die richtigen Menschen zu finden. Leute, die ihm den Weg in ein normaleres Hundeleben ebnen können.

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