Wo steckt ihr geliebter Terrier-Mischling „Diego“? Diese Frage beschäftigt das Ehepaar Birgit und Bogdan C. aus der Kleinstadt Werdohl im Märkischen Kreis seit Tagen. Donnerstag verschwand der Vierbeiner. Trotz intensiver Suche, sogar mithilfe der sozialen Netzwerke, konnte das Paar zunächst keine Spur finden.
An einem Sonntag dann endlich ein Hinweis! Der ausgebüxte Diego könnte in einem großen Dachsbau mitten in einem Waldstück oberhalb der örtlichen Kläranlage Werdohl-Ütterlingsen feststecken. Aufgrund verdächtiger Geräusche wurde umgehend die Feuerwehr alarmiert – und es folgt eine hochdramatische, stundenlang andauernde Rettungsaktion.
Hochdramatische Suche: Hund im Dachsbau gefangen
Kurz vor 18 Uhr trifft die Feuerwehr vor Ort ein. Dachsbauten haben häufig eine große Ausdehnung. Die Gänge können zehn Meter weit und fünf Meter tief in den Hang hineinführen. Die mitgebrachte starre Kamera liefert Aufnahmen von zwei Augen, die eindeutig nicht zu einem Dachs gehören!
Zunächst wird versucht, mit Spitzhacken und Schaufeln Zugänge zum Dachsbau zu schaffen. Doch wirkliche Fortschritte gibt es erst, als gegen 22:30 Uhr Verstärkung eintrifft. Auf die flexible Endoskop-Kamera liefert nicht das gewünschte Ergebnis, das klappt erst mit der 60-Meter-Schlauchkamera, die eine Rohrreinigungsfirma aus Herford im Gepäck hat.
Am Ende kommen allen die Tränen
Kurz vor Mitternacht dann endlich die erlösende Nachricht: Dank der Endoskop-Kamera wird der verängstigte Mischling endlich entdeckt – mitten im Dachsbau gefangen. Nun kann der Halter rasch seinen Diego herauslocken und was dann folgt, ist einfach nur rührend.
Überglücklich und tränenreich schließen die Hundehalter ihren Diego endlich wieder in die Arme. Die Szene ist so bewegend, dass auch den Helfern die Tränen kommen. „So ein glückliches Ende hat man als Feuerwehrmann nicht so oft“, erklärt Feuerwehrleiter Kai Tebrün.