Zunächst ist es nur ein Hinweis, der Anfang Juli 2026 bei der Polizei in Bad Schwartau eingeht. Doch offenbar erscheint den Beamten das, was der Anrufer auf dem Herzen hat, ernst genug zu sein, um genauer hinzusehen. Die Spur führt in den Riesebusch, ein Waldstück bei Bad Schwartau im Kreis Ostholstein.
Wenig später stehen die Beamten mitten im dichten Unterholz und beginnen zu graben. Was unter dem Waldboden zum Vorschein kommt, lässt selbst erfahrene Einsatzkräfte tief erschüttern: Elf Lebewesen wurden hier eiskalt verscharrt! Und dann wird klar, welches Ausmaß die Sache tatsächlich hat...
Hinweis führt die Polizei in den Riesebusch
Insgesamt entdeckt die Polizei elf tote Hundewelpen. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen besteht zudem ein besonders schlimmer Verdacht: Die Welpen sollen nicht eines natürlichen Todes gestorben sein.
Die Polizei geht derzeit davon aus, dass die Tiere gewaltsam getötet und anschließend im Wald verscharrt wurden. Wie genau die Welpen ums Leben kamen, soll nun genauer untersucht werden.
Das Veterinäramt des Kreises hat die Tierkörper übernommen und untersucht die Kadaver. Die Ergebnisse könnten entscheidend dafür sein, was sich tatsächlich mit den elf Hunden abgespielt hat.
Elf Hundewelpen im Wald vergraben
Inzwischen richten sich die Ermittlungen gegen zwei Tatverdächtige. Dabei handelt es sich um eine 31-jährige Frau aus Ostholstein und einen 39-jährigen Mann aus Lübeck.
Welche Rolle die beiden in dem Fall gespielt haben sollen, ist bislang nicht bekannt. Auch zu einem möglichen Motiv liegen keine Angaben vor. Fest steht deshalb zunächst nur: Gegen beide wird nun ermittelt.
Zwei Personen im Visier
Sollte sich der Verdacht bestätigen, könnte der Fall für die Verantwortlichen erhebliche Konsequenzen haben. Wer ein Tier ohne vernünftigen Grund tötet, kann nach dem Strafgesetzbuch mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe bestraft werden.
Doch bevor es soweit ist, müssen die Behörden klären, was genau mit den elf Hundewelpen geschehen ist. Die Untersuchung durch das Veterinäramt soll nun weitere Antworten liefern.