Es ist Dienstagabend (01.09.2026) im Alfelder Ortsteil Eimsen im Landkreis Hildesheim. Ein Paar ist mit seinem erst drei Jahre alten Labrador unterwegs. Die Runde führt die Spaziergänger auch an der „Beeke“ entlang, einem kleinen Bachlauf.
Der Hund genießt den Auslauf und läuft an die Böschung, um seinen Durst zu löschen. Ein Vorgang, wie ihn wohl unzählige Hundehalter bei Spaziergängen schon erlebt haben. Doch dieses Mal nimmt die Situation innerhalb kürzester Zeit eine hochdramatische Wendung...
Dramatisches Ende einer Gassi-Runde
Innerhalb weniger Minuten bricht das kräftige Tier plötzlich zusammen, kämpft vergeblich und verstirbt noch vor Ort vor den Augen der fassungslosen Halter!
Noch während die entsetzten Besitzer um Hilfe rufen, enthüllt ein Blick ins Wasser das schockierende Ausmaß der unsichtbaren Gefahr. An der Oberfläche der Beeke treiben zwischen 40 und 50 leblos verendete Fische. Ein mehr als deutliches Zeichen, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt.
Die Halter melden den Vorfall. Noch ist völlig unklar, was mit ihrem Hund passiert ist – doch schon bald fällt etwas auf, das den Verdacht auf das Wasser lenkt. In der Beeke treiben zahlreiche tote Fische.
Nach Angaben der Polizei entdecken die Hundehalter und Einsatzkräfte zwischen 40 und 50 verendete Tiere in dem Bach. Plötzlich steht die Frage im Raum: Was ist mit diesem Wasser passiert?
Ein Zusammenhang zwischen dem Tod des Labradors und dem Bachwasser liegt laut Ermittlern nahe. Bewiesen ist er bislang allerdings nicht. Auch ist derzeit nicht geklärt, ob und welche Verunreinigung möglicherweise vorliegt.
Einsatzkräfte rücken nach Eimsen aus
Wie ernst die Situation genommen wird, zeigt der Einsatz am Dienstagabend: Eine Welle von Einsatzfahrzeugen rückt an. Feuerwehr, Gefahrgutzüge, ABC-Spezialisten sowie Vertreter der Wasserbehörde und des Veterinäramts nehmen unverzüglich die Arbeit an den Ufern auf.
Einige der toten Fische werden aus dem Bach entnommen und zur Untersuchung an das Veterinäramt übergeben. Mithilfe von Labor-Analysen der geborgenen Fischkadaver und Wasserproben soll die exakte Ursache geklärt werden.
Was hat den Labrador getötet?
So erschreckend die zeitliche Abfolge auch ist: Dass das Wasser der Beeke tatsächlich den Tod des dreijährigen Labradors verursacht hat, ist bislang nicht nachgewiesen. Die Polizei ermittelt allerdings wegen einer möglichen Gewässerverunreinigung.
Für die Halter des Labradors kommt jede Antwort jedoch zu spät: Ihr Spaziergang endete innerhalb weniger Minuten mit dem Tod ihres Hundes.