Gruppe von staunenden Menschen
© KI / ChatGPT (Symbolbild)

Niemand wollte den Welpen haben: Heute ist dieser Münchner Dackel eine absolute Sensation!

von Stefanie Gräf

Als Welpe fiel Txurro völlig aus der Reihe und niemand wollte ihn zunächst haben. Heute bleiben seinetwegen wildfremde Menschen stehen und können nur staunen.

Die Verkaufsanzeige für den Wurf zuckersüßer Welpen erscheint damals in einer spanischen Zeitung. Die Züchter stammen eigentlich aus den USA, ihre Dackelhündin hat Nachwuchs bekommen. Doch für einen der Welpen findet sich einfach kein Interessent.

Dann sieht Viktoria Tranque die Anzeige. Die Dackelliebhaberin ist sofort fasziniert und entscheidet sich für den kleinen Txurro. Was sie zu diesem Zeitpunkt wohl kaum ahnt: Jahre später soll genau das, was ihn damals zum Außenseiter machte, für enormes Aufsehen sorgen.

Darum wollte niemand diesen Welpen

Während alle anderen Welpen des Wurfs braun gefleckt sind, ist der kleine Txurro komplett weiß. Also alles andere als eine typische Dackelfarbe! 

Ein Anblick, der früher das Todesurteil bedeutet hätte – oft ausgemustert aus Angst vor Taubheit oder Erblindung. Niemand will den kleinen Außenseiter haben. Doch was damals wie ein tragischer Fehler der Natur wirkt, soll sich Jahre später als absolut einzigartige Sensation erweisen.

Dabei ist seine Mutter ist weiß-braun gefleckt, sein Vater komplett braun. Allerdings soll bereits Txurros Uroma genauso ausgesehen haben wie er. Aber der kleine Txurro hat Glück: Er bekommt trotz der "unerwünschten" Färbung seine Chance!

Schockverliebt in den weißen Dackel

Über eine einfache Zeitungsannonce wird Viktoria Tranque auf das verstoßene Hündchen aufmerksam, wie sie gegenüber merkur.de erzählt. Sie verliert ihr Herz sofort und holt den Welpen nach München. 

Schnell wird klar, welch seltenes biologisches Rätsel hinter dem weißen Fell steckt: Es ist nicht etwa Albinismus, sondern das äußerst seltene sogenannte Isabella-Gen. Eine geniale Laune der Natur, die die Farbpigmente verdünnt und das Fell makellos weiß strahlen lässt.

Viktoria tauft ihren Schützling auf den Namen Txurro. Doch kaum hat der kleine Kerl in Bayern Fuß gefasst, zieht bereits der nächste dunkle Schatten auf.

Kampf um Txurros Leben

Als junger Hund gerät Txurro in ein lebensbedrohliches Drama. Die Mediziner diagnostizieren eine tückische Krebserkrankung. Was folgt, ist ein monatelanger, kräftezehrender Wettlauf gegen die Zeit. 

Der kleine Körper muss eine harte Chemotherapie überstehen, während sein Frauchen bangend an seiner Seite wacht. Doch der totgesagte Vierbeiner beweist einen unerschütterlichen Überlebenswillen – und schafft das unmöglich Geglaubte. Er besiegt die Krankheit vollkommen.

Vom Außenseiter zum Münchner Star

Heute ist Txurro sieben Jahre alt, kerngesund und gilt als der einzige rein weiße Dackel in ganz Deutschland. Wenn der kleine Dickkopf durch den Münchner Stadtteil Ramersdorf marschiert – stur wie eh und je und ohne Hundemantel selbst bei Minusgraden –, steht die Welt um ihn herum regelmäßig still.

„Es reagiert eigentlich jeder, der uns begegnet. Wir werden eigentlich andauernd fotografiert“, berichtet sein Frauchen.

Der einst unerwünschte Welpe veränderte sogar die komplette Zukunft seiner Halterin: Viktoria hängte ihren alten Job in der Gastronomie an den Nagel, lernte zur Hundefriseurin um und eröffnete ihren eigenen Salon – in Anlehnung an ihren geretteten Star genannt „Zum weißen Dackel“

Aus dem einstigen Sorgenkind ist eine lebende Legende geworden.

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