Leerer Karton mit Luftlöchern
© Bundespolizei / bild.de

Grenzpolizei stoppt Auto: Als die Beamten die Kartons sehen, überschlagen sich die Ereignisse!

von Stefanie Gräf

Es herrscht glühende Hitze am Grenzübergang. Ein winziges Detail bei der Ladung dieses Fahrzeugs enthüllt ein Drama, das den Atem stocken lässt.

Es herrscht flirrende Hitze auf dem Asphalt, stehende Luft und drückende 36 Grad im Schatten am deutsch-tschechischen Grenzübergang Reitzenhain. Alles ist normal an diesem Tag, bis plötzlich ein scheinbar unauffälliges Fahrzeug an die Kontrollstelle rollt. Doch das Bauchgefühl der Einsatzkräfte schlägt Alarm! 

Als der Wagen gestoppt wird, schlägt den Helfern beim Öffnen der Tür eine Wand aus erdrückender Wärme entgegen. Doch noch beklemmender als die Hitze ist das, was sich im Verborgenen des Fahrzeugs abspielt. Aus dem hinteren Bereich dringt ein kaum wahrnehmbares, leises Scharren.

Erstickungsfalle auf vier Rädern

Was die Ermittler beim Blick ins Innere entdecken, macht sie stutzig. Im Laderaum stapeln sich einfache Pappkartons – dicht verschlossen und im Dunkeln eingepfercht. Einige wenige, winzige Luftlöcher in der Pappe sind es, die die Bundpolizisten hektisch werden lassen. 

Sie reißen die Deckel der Kartons auf und es offenbart sich eine unfassbar grausame Tat! Insgesamt sieben winzige Malteser-Mischlinge hocken dicht aneinandergedrängt in den Behältnissen. Kein Tropfen Wasser in Sicht, kein Futter, nur glühende Hitze und verbrauchte Luft. 

Die Welpen ringen zu diesem Zeitpunkt bereits verzweifelt um jeden Atemzug – gerettet in allerletzter Sekunde vor dem sicheren Hitzekollaps!

Eiskaltes Geschäft mit der Unschuld

Die 48-jährige Fahrerin war auf dem Weg quer durch Europa, von Rumänien bis nach Belgien. Eine Schreckensfahrt über hunderte Kilometer. Die Szene legt die unbarmherzige Mechanik einer hochprofitablen Maschinerie offen.

In sogenannten „Puppy Mills“ im östlichen Europa werden Muttertiere als gebärfähige Ware missbraucht, während der Nachwuchs viel zu jung und geschwächt von den Müttern gerissen wird.

Ohne Schutz und ohne Papiere werden die Tiere quer über die Kontinente transportiert, um in Westeuropa teuer verkauft zu werden. Ein Geschäft, bei dem das Überleben der Tiere reinem Zufall überlassen wird.

7 Welpen bei Grenzkontrolle gerettet

Der Grenzübergang Reitzenhain gilt längst als brennender Hotspot für diese illegalen Tiertransporte. Immer wieder stoßen Kontrolleure an genau dieser Stelle auf vollgepferchte Fahrzeuge. 

Für die sieben Welpen gab es an diesem Nachmittag jedoch die lebensrettende Wendung: Sie wurden sofort aus dem Gluthitze-Verlies befreit, notversorgt und in die Obhut von Tierschützern übergeben.

In der Quarantäne erholen sich die kleinen Hündchen nun langsam von den Strapazen. Dass ihr Zustand erstaunlich stabil ist, grenzt an ein Wunder – doch das Trauma dieser Reise wird die Tiere noch lange begleiten.

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