Frau mit ihrem Hund
© Angélique Shushu Salles / Facebook

„Mein Verlobter hasst meinen Hund“: Wie ein Frauchen das Dilemma löst, ist einfach brillant!

von Stefanie Gräf

Ihr Verlobter kann ihren Hund nicht ausstehen. Also veröffentlicht dieses Frauchen eine dringende Suchanzeige – deren Ende niemand kommen sieht.

„DRINGEND!“ Mit diesem einen Wort beginnt ein Facebook-Beitrag, der innerhalb kürzester Zeit die Aufmerksamkeit Hunderttausender Menschen auf sich zieht.

Was Angélique Shushu Salles am 27. Juli 2026 veröffentlicht, klingt zunächst nach einer schwierigen Entscheidung. Denn ihr Verlobter mag ihren Hund überhaupt nicht. Und offenbar ist die Situation inzwischen extrem angespannt, sodass die Userin nun eine finale Entscheidung treffen muss - auch wenn es schwerfällt.

Dringende Bitte an völlig Fremde

Die Frau wendet sich öffentlich an alle Facebook-User mit einer höchst ungewöhnlichen Vermittlungsanzeige. Ihre Hoffnung: So schnellstmöglich ein neues Zuhause zu finden.

Das Wesen, um das es geht, sei reinrassig, tätowiert und geimpft. Seit zwei Jahren gehöre es zu ihrem Leben. Es liebe Spielzeug, habe allerdings noch deutliche Defizite bei der Erziehung, wie die Userin ehrlich eingesteht.

Auch die Pflege scheint Aufmerksamkeit zu erfordern. Das Fell sei zwar kurz, müsse aber dennoch regelmäßig gepflegt werden. Besonders an der Brust lasse sich der Betroffene offenbar gerne verwöhnen.

Bis zu diesem Punkt klingt alles nach einem Hund, der zwar einige Eigenheiten hat, aber grundsätzlich vermittelbar sein dürfte. Doch die Beschreibung wird zunehmend ungewöhnlicher.

Nachts laut und morgens viel zu früh wach

Die vermeintliche Fellnase mache sich häufig lautstark bemerkbar – besonders nachts. Außerdem ist sie daran gewöhnt, ihre Halterin sehr früh am Morgen zu wecken.

Auch beim Futter zeigt sie sich ausgesprochen wählerisch. Günstige Nahrung kommt offenbar nicht infrage. Akzeptiert werde ausschließlich Markenfutter – und zwar möglichst die teuerste Variante.

Für mögliche Interessenten ist das eine deutliche Warnung: Wer dieses anspruchsvolle Wesen bei sich aufnimmt, muss mit unruhigen Nächten, frühen Morgenstunden und hohen Ausgaben rechnen. Doch damit nicht genug.

Von überschwänglicher Zuneigung keine Spur

Auch emotional scheint der potenzielle neue Mitbewohner nicht gerade pflegeleicht zu sein. Wenn seine Bezugsperson am Abend nach Hause kommt, gibt es keinen begeisterten Empfang. Wer traurig oder niedergeschlagen ist und etwas Trost gebrauchen könnte, sollte ebenfalls nicht auf zu viel Nähe hoffen.

Besonders verschmust sei das zu vermittelnde Wesen jedenfalls nicht. Normalerweise beiße es zwar nicht, heißt es weiter. Allerdings sei es oft schlecht gelaunt und neige dazu, schnell zu knurren.

Spätestens jetzt dürfte sich mancher Leser fragen, wie die Frau all diese Eigenheiten zwei Jahre lang ausgehalten hat – und ob sich tatsächlich jemand finden wird, der freiwillig die Verantwortung übernimmt.

Dann folgt ein unscheinbarer Satz: „Das wäre eigentlich alles …“ Doch in Wahrheit kommt der entscheidende Teil erst jetzt.

Das überraschende Ende der Anzeige

Angélique Shushu Salles sucht gar kein neues Zuhause für ihren Hund! Die gesamte Beschreibung gilt ihrem Verlobten. Der reinrassige, tätowierte und geimpfte Kandidat, der nachts bellt, morgens früh weckt, nur teures Markenfutter akzeptiert und selten kuscheln möchte, ist ein 40 Jahre alter Mann.

Die Frau bezeichnet ihn zudem als egoistisch, hinterlistig und stur. Wer Interesse an ihm habe, solle möglichst schnell vorbeikommen und ihn abholen. Sie könne ihn schließlich nicht länger ertragen.

Auch ihr Hund scheint bei der Entscheidung bereits ein Wörtchen mitzureden: Gemeinsam wollen Frauchen und Vierbeiner für den ungeliebten Verlobten ein neues Zuhause finden - denn dass der Hund auszieht, das kommt für die Userin definitiv nicht infrage!

Hunderttausende feiern es

Die Pointe trifft viele Leser vollkommen unvorbereitet. Über mehrere Absätze hinweg wirkt der Beitrag wie eine klassische Vermittlungsanzeige für einen Hund mit einigen schwierigen Charakterzügen. Erst ganz am Ende wird deutlich, wer hier tatsächlich kostenlos abgegeben werden soll.

Der humorvolle Facebook-Post entwickelt sich schnell zum viralen Erfolg. Mehr als 132.100 Menschen reagieren darauf, rund 8.900 Nutzer teilen ihn weiter.

Eine Vermittlungsgebühr verlangt die Frau übrigens nicht. Sie verschenkt ihren Verlobten – Hauptsache, jemand holt ihn möglichst bald ab.

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