Ein paar Unterschriften und letzte leise Ratschläge besiegeln den großen Moment. Die junge Beagle-Hündin Aïda blickt ihre neuen Hundehalter neugierig und schüchtern an. Für sie beginnt heute ein neues Leben fernab der Laborwände. Dank des Vereins Beagles of Burgundy aus Vézelay (Frankreich) haben bereits über 600 Hunde dieses große Glück erfahren.
Diese berührende Szene gehört für die Ehrenamtlichen zum Alltag. Jeder Abschied ist ein großer Erfolg für das Team. Er verspricht den Tieren eine Zukunft voller Spiele, Spaziergänge und Liebe. Zuvor haben sie nichts davon kennengelernt.
Hunde lernen das Leben neu kennen
„Sie entdecken bei ihrer Ankunft alles neu“, erklärt Bertrand Villegas. Er ist der stellvertretende Vorsitzende des Vereins. Diese Worte fassen die große Herausforderung und die Schönheit der Adoptionen zusammen. Die Vierbeiner kennen kein Gras unter den Pfoten. Sie haben im Labor nie Streicheleinheiten bekommen. Es braucht viel Geduld und Liebe, um sie an das neue Leben zu gewöhnen. Der Verein unterstützt die neuen Familien dabei intensiv.
Seit der Gründung vor ein paar Jahren rettet die Organisation immer mehr Tiere. Früher waren es nur wenige Hunde pro Jahr, heute sind es fast einhundert. Dieser Erfolg basiert auf einer engen und diskreten Zusammenarbeit mit den Forschungslaboren.
Eine Mission auf Vertrauensbasis
Das Erfolgsgeheimnis des Vereins Beagles of Burgundy ist die absolute Verschwiegenheit. „Wir verpflichten uns dazu, die Herkunft der Hunde niemals zu verraten“, betont Bertrand Villegas. Dank dieser wichtigen Regel geben die Labore ihre Tiere nach den Versuchen beruhigt ab. Sie wissen genau, dass die Hunde in liebevolle Hände kommen.
Der Verein finanziert die Transporte aus eigenen Mitteln. Manchmal kommen die Hunde sogar aus anderen europäischen Ländern. Jede Vermittlung beweist, dass ein glückliches Leben nach einem schweren Start möglich ist. Unsere vierbeinigen Freunde haben diese zweite Chance verdient.