Eigentlich geht es nur um eine Hündin, die ein neues Zuhause bekommen soll. Doch aus der geplanten Adoption von Setter "Setia" entwickelt sich innerhalb kurzer Zeit eine politische und öffentliche Debatte.
Die niedersächsische Landtagsabgeordnete Vanessa Behrendt stellt eine Vermittlungsanfrage an den Tierschutzverein Fortuna Animali, der Vierbeiner aus dem Ausland vermittelt. Doch die Hoffnung auf den Vierbeiner zerschlägt sich abrupt. Wenig später schlägt das Ganze hohe Wellen!
Eskalation im Netz nach Adoptionsanfrage
Auf ihrem Instagram-Kanal veröffentlicht Vanessa Behrendt einen Auszug aus der Chatnachricht der Tierschutzorganisation. Denn die lehnt die Vermittlung eindeutig ab – der Grund: Behrendt gehört der AfD an.
Als die Entscheidung des Tierschutzvereins an die Öffentlichkeit gelangt, kochen die Emotionen hoch. Besonders ein prominenter Tierfreund verliert angesichts der Adoptionsabsage im Netz komplett die Beherrschung: RTL-Formel-1-Kommentator Heiko Wasser.
Der 69-Jährige, selbst Hundehalter und nach eigenen Angaben großer Hundefreund, kritisiert die Entscheidung des Vereins in Facebook-Posts aufs Schärfste! Dabei greift er zu erschreckend drastischen Worten.
Die Entscheidung der Tierschützer bringt den RTL-Mann derart auf die Palme, dass er den Verantwortlichen des Vereins in seinen Beiträgen öffentlich ein qualvolles Ende an einer kurzen Leine auf einem Autobahn-Rastplatz wünscht!
Reue-Post von Heiko Wasser
Die Reaktionen auf den emotionalen Ausbruch lassen nicht lange auf sich warten. Für seine martialische Wortwahl schlägt dem bekannten Sportkommentator eine Welle der Kritik entgegen.
Plattformen wie Aktivistmuss bezeichnen die Äußerung als völlig unangemessen. Der Druck im Netz wächst schnell, bis Wasser die Notbremse zieht: Er löscht die betreffenden Beiträge und gibt öffentlich zu, mit seiner Formulierung weit über das Ziel hinausgeschossen zu sein.
Als leidenschaftlicher Hundehalter habe ihn die Absage zwar maßlos geärgert, doch die Wortwahl sei falsch gewesen.
Wasser stellt politische Position klar
In einer anschließenden Videobotschaft stellt sich der TV-Mann dem aufkommenden Shitstorm und bekräftigt gleichzeitig seine inhaltliche Kritik am Tierschutzverein. Seine Kritik an der abgelehnten Hundeadoption dürfe aber nicht als Unterstützung für die AfD verstanden werden.
Er habe die Partei nach eigenen Angaben nie gewählt und wolle dies auch künftig nicht tun. Stattdessen stellt Wasser eine grundsätzlichere Frage: „Sind wir wirklich so weit, ist unser Land so gespalten, dass man nur noch auf der einen oder auf der anderen Seite stehen kann?“
Am Ende bleibt ein Vorfall zurück, der weit über die gescheiterte Vermittlung einer Hündin hinausreicht und gleich zwei Diskussionen ausgelöst: über die Rolle politischer Zugehörigkeit bei einer Tiervermittlung – und darüber, wie weit öffentliche Kritik an einer solchen Entscheidung gehen darf.