In Italien kämpfen Feuerwehr und Bevölkerung gegen unzählige Flächenbrände. Laut Angaben des Zivilschutzes gehen einige dieser Feuer auf das Konto von Brandstiftern.
Jetzt sprach Domenico Costarella vom örtlichen Zivilschutz über abscheuliche Methoden, die Kriminelle angewendet haben sollen.
Katzen angezündet um Feuer zu legen
In einem Facebook-Video, das unter anderem der Präsident der Region Kalabrien, Roberto Occhiuto, teilte, nannte er Erkenntnisse der Ermittlungen. Demnach hätten Brandstifter Katzen zur Verbreitung des Feuers benutzt. Sie hätten ihnen Lappen an die Schwänze gebunden, die mit einer brennenden Flüssigkeit getränkt waren und dann angezündet wurden. Die Tiere rannten panisch davon und legten so unbeabsichtigt Feuer.
Präsident Occhiuto „Der schlimmste Feind des Menschen ist der Mensch",
Diese abscheulichen Taten haben laut italienischen Medien die Aidaa, den italienischen Verein zum Schutz der Tiere und der Umwelt, dazu veranlasst, bei allen kalabrischen Staatsanwaltschaften Anzeige zu erstatten. Es wurde eine Belohnung von 1.000 Euro für Hinweise auf die Brandstifter ausgesetzt.
Tierschützer werden aktiv
Man habe auch Geräte gefunden, mit denen verzögert Feuer gelegt werden kann, sagte Zivilschutzsprecher Costarella. Zu den sichergestellten Gegenständen gehörten Kerzen mit in brennbarer Flüssigkeit getränkten Lappen, die dazu dienten, die Flammen nach einer gewissen Verzögerung zu entzünden und so einen kleinen Brandherd in ein größeres Feuer zu verwandeln. Er berichtete außerdem von der Entdeckung leerer Glasflaschen mit in brennbarer Flüssigkeit getränkten Dochten, die als Zünder dienten, um die trockene Vegetation in Brand zu setzen.