„Wir lassen unsere Kinder nicht mehr raus!“, das ist das erschütterte Fazit der Familie nach diesem unglaublichen Vorfall. Denn was Unbekannte ihrer geliebten Katze angetan haben, lässt sich mit gesundem Menschenverstand nicht mehr wirklich nachvollziehen.
Erst entführten die Täter das wehrlose Kätzchen der Familie aus dem Bad Mergentheimer Stadtteil Dainbach und hielten es über mehrere Stunden gefangen. Als die Katze schließlich nach Hause zurückkehrte, bot sich ihren Haltern ein Bild des Grauens. Auf den empfindlichen Ohren prangten kleine, mit Kugelschreiber aufgemalte Hakenkreuze!
Täter beschmieren Katze mit Hakenkreuzen!
Ausgerechnet dieses Symbol des puren Hasses wurde eiskalt auf dem Körper eines unschuldigen Lebewesens platziert! Und das ist noch nicht alles: Zudem ist auch noch ein Stück des Fells grob wegrasiert worden.
Der Schock sitzt tief bei der betroffenen Familie. Die Grausamkeit der Tat lässt die Eigentümer fassungslos zurück. Die Familie mit Migrationshintergrund lebt seit vielen Jahren in Bad Mergentheim, die Mutter ist hier geboren und tief in der Gemeinschaft verwurzelt. Doch seit diesem Tag regiert die nackte Angst das einstige Familienidyll.
Ganze Familie jetzt in Angst
Die Sorge gilt nun nicht mehr nur dem traumatisierten Haustier. „Wir haben zwei kleine Kinder und haben jetzt Angst, Katze und Kinder unbeaufsichtigt rauszulassen“, berichtet die Mutter angesichts der permanenten Bedrohung, die plötzlich über ihrem Alltag schwebt. Wer zu einer solchen Tat an einem Tier fähig ist, vor dem scheint im Wohngebiet niemand mehr sicher zu sein.
Die psychologischen Folgen dieses feigen Anschlags sind für die Familie verheerend. In einer Nachricht an den SWR machten sie ihrem Schmerz Luft: „Wir fühlen uns zum ersten Mal in unserem Leben nicht mehr zu Hause.“
Doch statt sich aus Angst zurückzuziehen, geht die Familie bewusst an die Öffentlichkeit. Die Tat soll nicht totgeschwiegen werden, besonders weil erst vor wenigen Wochen Stolpersteine im Ort verlegt wurden, die an die Gräueltaten der Vergangenheit erinnern sollen. Für die Mutter steht fest: „Diese Situation wird nicht unter den Teppich gekehrt und es soll auch für uns ein NIE WIEDER gelten!“
Die Polizei hat die Jagd auf die unbekannten Täter aufgenommen. Dabei geht es nicht nur um die schwere Misshandlung des Tieres, sondern auch um das absichtliche Verwenden des verbotenen Schand-Symbols.
Jagd auf die Täter: PETA setzt Kopfgeld aus
Der Fall schlägt inzwischen landesweit hohe Wellen. Jetzt schaltet sich auch die Tierschutzorganisation PETA ein, um die Mauer des Schweigens im Ort zu brechen. Die Organisation hat eine Belohnung von 500 Euro für entscheidende Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung der Verantwortlichen führen.
Die Tierschützer betonen den Ernst der Lage und warnen vor der unberechenbaren Gefahr, die von den Tätern ausgeht: „Der oder die Täter müssen schnellstmöglich gefunden werden, bevor weitere Tiere oder sogar Menschen zu Schaden kommen“, fordert eine Sprecherin von PETA unmissverständlich. Die Gemeinschaft ist nun aufgerufen, wachsam zu sein.
Wer hat in Dainbach verdächtige Beobachtungen gemacht oder kann Hinweise zu Personen geben, die für diese abscheuliche Tat verantwortlich sind? Jeder Hinweis zählt, um den Tätern das Handwerk zu legen.