Zwei übereinander gestellte Plastikkörbe im Gras
© Ingo Paulsen / Facebook

Mann macht Spaziergang im Moor: Im nächsten Moment muss alles blitzschnell gehen!

von Stefanie Gräf

Ein unheimlicher Fund im Moor zwingt einen Mann zum sofortigen Handeln. Ist das Ganze womöglich die Spur eines grausamen Wiederholungstäters?

Es ist der Morgen des 29. Juni 2026. Die Sonne steht in Ostfriesland schon brennend heiß am Himmel, als Ingo P. aus Victorbur einen Spaziergang im Moor unternimmt. Eigentlich soll es ein ganz normaler, ruhiger Morgen werden. Doch schnell muss er feststellen: Die scheinbare Idylle trügt! 

Plötzlich macht er eine Entdeckung am am Wegrand. die sein Blut zum Kochen bringt. Halb versteckt im hohen Gras steht da etwas, das hier absolut nicht hingehört: Jemand hat zwei Plastikkörbe abgestellt - aber auf eine Weise gestapelt, die den Mann misstrauisch macht. Als er näher herantritt, stockt ihm der Atem!

Ein feiges Gefängnis aus Plastik

Wer auch immer die Körbe hier abgestellt hat, wollte sichergehen, dass der "Inhalt" keinerlei Chance auf Flucht hat. Die Boxen wurden brutal mit Kabelbindern fest aneinandergeschnürt. Drinnen: zwei hilflose, junge Kitten. Ausgesetzt im Nirgendwo. Ohne Schutz vor der sengenden Sommerhitze, ohne auch nur einen einzigen Tropfen Wasser. Ein eiskaltes Todesurteil auf Zeit!

Für Ingo P. zählt jetzt jede Sekunde. Er zögert nicht, bricht die Absperrung auf und befreit die völlig erschöpften Tiere aus ihrem Plastikknast. Er packt sie ein und rast sofort los zum Tierarzt, um die beiden durchchecken zu lassen. Eine Rettung in allerletzter Sekunde – doch die Geschichte hinter diesem Fund wirft dunkle Schatten auf die Region.

Ein unheimlicher Serientäter?

Was wie ein grausamer Einzelfall wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als eine erschreckende Serie im Verborgenen. Denn Ingo P. verbindet eine düstere Vergangenheit mit diesem Ort. In den letzten vier Jahren hat er an genau dieser Stelle im Moor bereits insgesamt neun ausgesetzte Kitten gefunden, gerettet und weitervermittelt.

Es ist das Schema eines herzlosen Wiederholungstäters, der das einsame Moor offenbar systematisch als Entsorgungsplatz für unerwünschte Tiere nutzt. Die Dunkelziffer? Unbekannt. Doch diesmal bricht sich die aufgestaute Wut über so viel Kälte Bahn.

Wut-Welle im Netz: „Solche Menschen gehören hinter Gittern!“

Noch am selben Morgen, um 8:34 Uhr, teilt Ingo P. seinen Schock und die Fotos der präparierten Körbe auf Facebook. Seine Wut formuliert er in einer unmissverständlichen, rohen Botschaft an den unbekannten Täter: „Ich hoffe das Karma wird dich verkehrt herum mit einer Ananas f*n.“

Der Post löst ein gewaltiges digitales Beben aus. Innerhalb weniger Tage, bis zum 3. Juli, explodieren die Zahlen: Über 25.000 Menschen reagieren auf den Beitrag, er wird tausende Male geteilt. In den fast 4.700 Kommentaren spiegelt sich die pure Fassungslosigkeit und der Zorn der Tierfreunde wider.

„Wahnsinn! Solche Menschen gehören hinter Gittern! Wie kann man nur so grausam sein? Ekelhaftes Pack!“, schreibt ein aufgebrachter Nutzer. Eine andere Userin kämpft mit den Emotionen: „Mir kommen die Tränen, wenn ich sowas sehe. Gott sei Dank sind sie jetzt in liebevoller Obhut.“ Ein weiterer Kommentar fasst das Entsetzen zusammen: „UNFASSBAR, DA KÖNNTE ICH MICH VERGESSEN. Oh mein Gott, bei diesen Temperaturen...“

Die beiden Kitten sind dank des schnellen Eingreifens nun in Sicherheit und werden medizinisch versorgt. Doch für den Retter ist die Sache damit nicht erledigt. Er schickt eine düstere Warnung hinterher: Er und die Community werden das Moor ab jetzt noch schärfer im Blick behalten.

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