Eine schwarz-weiße Katze
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Wissenschaftler verraten einen einfachen Trick, um endlich die Sprache deiner Katze zu „sprechen“

von Elise Petter

Katzen gelten als unnahbar. Eine Studie zeigt, wie du mit einer einfachen Geste die Liebe deines Haustiers gewinnst.

Katzen haben den Ruf, unabhängig und manchmal etwas arrogant zu sein. Wenn die Chemie mit deinem Vierbeiner nicht stimmt, liegt das meist an der Kommunikation.

Eine wissenschaftliche Untersuchung zeigt nun eine einfache Methode. Mit dieser Technik sendest du ein universelles Liebeszeichen.

Das „Katzenlächeln“: Eine Frage der Augenlider

Vergiss für eine erfolgreiche Verständigung mit der Samtpfote das menschliche Lächeln, bei dem du die Zähne zeigst. Forschende der Universität Sussex bestätigen eine andere Methode für ein freundliches Signal. Dafür verengst du deine Augen und blinzelst langsam mit den Lidern.

Diese Geste mit halb geschlossenen Augen nutzen die Tiere besonders bei Entspannung und Zufriedenheit. Sie entspricht tatsächlich unserem Lächeln. Katzenhalter vermuten schon lange eine freundliche Absicht hinter diesem Verhalten. Nun beweist die Wissenschaft diese Annahme auch experimentell.

Zwei Experimente mit verblüffenden Ergebnissen

Um diese Theorie zu prüfen, führen Psychologen zwei Testreihen durch. Die Ergebnisse erscheinen in der Fachzeitschrift Scientific Reports:

Der Heimtest: Das erste Experiment untersucht 21 Katzen aus 14 verschiedenen Haushalten. Die Halter setzen sich in gewohnter Umgebung etwa einen Meter vor ihr Tier. Sobald der Vierbeiner sie anschaut, blinzeln sie langsam. Kameras belegen eine deutliche Reaktion der Katzen auf dieses Signal. Sie erwidern das Blinzeln sehr häufig.

Der Fremdentest: Die zweite Untersuchung umfasst 24 Katzen aus acht Haushalten. Diesmal führen fremde Forschende den Versuch durch. Sie blinzeln den Tieren langsam zu und strecken gleichzeitig eine Hand aus. Die Vierbeiner reagieren nicht nur mit demselben Augenschlag. Sie nähern sich auch deutlich lieber der ausgestreckten Hand.

Wenn Menschen die Katzen ohne Blinzeln dauerhaft anstarren, reagieren die Tiere anders. Sie bleiben in dieser Situation sehr distanziert.

Wie startet man das Gespräch?

Professorin Karen McComb von der Universität Sussex leitet die Studie. Sie ermutigt alle Katzenhalter, diese Geste im Alltag auszuprobieren:

„Du kannst das selbst mit deiner eigenen Katze zu Hause oder mit Tieren auf der Straße testen. Verenge deine Augen wie bei einem entspannten Lächeln und schließe sie für zwei bis drei Sekunden. Du merkst schnell, dass sie genauso reagieren und ein Gespräch beginnen.“

Katzen sind viel enger mit ihren Menschen verbunden als viele glauben. Weitere Untersuchungen zeigen, dass sie die Persönlichkeit ihrer Halter spiegeln. Zudem spüren sie Trauer und erkennen ihren eigenen Namen. Meistens ignorieren sie diesen Ruf jedoch ganz bewusst.

Das langsame Blinzeln gilt als friedliches Signal. In der Katzenwelt bedeutet ein starrer Blick eine Bedrohung. Gesenkte Lider zeigen daher deine freundliche Absicht. Laut der Psychologin Tasmin Humphrey verbessert diese Erkenntnis das Tierwohl erheblich. So lässt sich Stress in einem örtlichen Tierheim oder beim örtlichen Tierarzt besser einschätzen.

Übersetzt von Wamiz FR
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