Anfang der Woche wird Jason von ungewöhnlich intensivem Bellen aus dem Schlaf gerissen. Besorgt versucht er, seine Hündin ins Haus zu rufen, doch sie reagiert nicht. „Meine Hündin spielt draußen völlig verrückt, und ich kann sie nicht hereinholen“, berichtet Jason gegenüber The Dodo. „Also gehe ich hinaus, um zu sehen, was den ganzen Aufruhr verursacht.“
In diesem Moment erkennt der Hundehalter, dass sie nicht allein sind. Kopfüber am Gartenzaun hängt ein Flughund, dessen Kopf zwischen zwei schmalen Stäben feststeckt. Flughunde sind riesige Fledermäuse, die in Australien oft als „Fliegende Füchse“ bezeichnet werden. Dies ist eine totale Überraschung, besonders zu dieser frühen Stunde.
Ein überraschend gelassener Eindringling
Während die Hündin völlig aufgeregt ist, zeigt sich der nächtliche Besucher absolut gelassen. „Was mich am meisten überrascht, ist, wie ruhig er wirkt“, erklärt Jason. „Er scheint völlig glücklich zu sein, dort zu hängen. Soweit ich sehen kann, ist er gesund und überhaupt nicht gestresst.“
Da Jason nicht weiß, ob das Tier wirklich feststeckt oder verletzt ist, trifft er die kluge Entscheidung, nicht selbst einzugreifen. Er kontaktiert die Spezialisten der örtlichen Tierklinik Fly By Night Bat Clinic.
Eine Umarmung wie für ein Baby
Schnell am Ort des Geschehens angekommen, halten die Retter eine letzte Überraschung für Jason bereit. Die Fledermaus, die sich als junges Exemplar entpuppt, steckt in Wirklichkeit überhaupt nicht fest. Sie hat diesen ungewöhnlichen Schlafplatz lediglich zum Ausruhen gewählt.
„Die Retterin kann sie sanft und mit verblüffender Leichtigkeit entfernen. Danach wiegt sie das Tier wie ein Baby an ihrer Brust, das ist bezaubernd“, erzählt Jason. Das junge Tier wird zur Sicherheitsüberprüfung ins Zentrum gebracht, bevor es bald wieder in die Natur entlassen wird. Für Jason beginnt der Arbeitstag mit einer bemerkenswerten Anekdote: „So etwas erwartet man nicht in seinem Garten, bevor man zur Arbeit geht. Das gibt mir den ganzen Tag Gesprächsstoff an der Kaffeemaschine!“