Als der Modeschöpfer Karl Lagerfeld im Alter von 85 Jahren starb, berichteten Medien weltweit, er habe seiner Birma-Katze Choupette ein Erbe hinterlassen.
Karl Lagerfeld selbst nährte diese Legende schon zu Lebzeiten. Er erklärte: „Sie besitzt ihr eigenes kleines Vermögen, sie ist eine Erbin. Sollte mir etwas zustoßen, wird die Person, die sich um sie kümmert, nicht in Not geraten.“
Doch laut einer Untersuchung, veröffentlicht von The Atlantic und weitergegeben von People, stellt Françoise Caçote, Choupettes feste Betreuerin, die Wahrheit klar. Bis heute haben weder sie noch die Katze einen einzigen Cent dieses Erbes erhalten.
„Heute haben wir absolut nichts erhalten“
„Ich möchte völlig transparent sein: Heute haben wir absolut nichts erhalten“, erklärt Françoise Caçote.
Angesichts der komplexen Erbangelegenheit musste die Betreuerin teure Anwälte beauftragen. Sie sollen das Erbe in ihrem Namen offiziell einfordern und die letzten Wünsche des Modeschöpfers durchsetzen.
Das größte Hindernis ist vor allem rechtlicher Natur, wie Lucas Bérullier, Choupettes Agent, betont: „Gesetz ist Gesetz. Eine Katze kann kein Bankkonto besitzen.“
In Frankreich besitzt ein Tier keine Rechtspersönlichkeit und kann daher nicht direkt erben. Um die Gesetzgebung zu umgehen, vermachte Karl Lagerfeld Gelder einer natürlichen Person. Diese Person sollte für den Lebensunterhalt des Tieres sorgen. Der Designer hatte zwar vorausschauend Françoise Caçote vor seinem Tod eine Wohnung für Choupette überlassen. Doch die restlichen versprochenen Finanzmittel bleiben vollständig blockiert.
„Meine absolute Priorität ist, dass es Choupette an nichts fehlt“
Während die Situation sich entwickelt, hat sich der Alltag der berühmtesten Katze der Modegeschichte stark verändert. Ihre Betreuerin tut jedoch alles, um ihr keinen Abstieg zu ermöglichen. „Meine absolute Priorität ist, dass es Choupette an nichts fehlt“, verrät Françoise Caçote.
Um den Lebensstandard der Katze zu halten, muss die Betreuerin halbtags arbeiten, um das Einkommen aufzubessern. Glücklicherweise ist Choupette nicht völlig mittellos: Durch ihr von ihrem Agenten verwaltetes Image erzielt sie weiterhin eigene Einnahmen aus Werbeverträgen.