Alles beginnt mit einem Anruf bei Audray Luck. Sie ist die Gründerin des Tierheims Luck’s Rescue in Georgia (USA). Eine Frau meldet eine streunende Hündin auf ihrem Grundstück. Während Audray sich bemüht, eine Pflegestelle zu finden, kommt ein weiterer Anruf. Die Frau teilt ihr mit, dass sie die Hündin einem Fremden übergeben hat.
Audray ist enttäuscht und macht sich große Sorgen um das Tier. Sie glaubt, die Hündin niemals wiederzusehen. Doch am nächsten Morgen ändert ein Anruf alles. Ein Mitarbeiter der örtlichen Mülldeponie meldet einen ausgesetzten Shar-Pei in dem Toilettenhäuschen des Geländes.
Ein heldenhafter Überlebenskampf bei eisigen Temperaturen
Als Audray am Fundort ankommt, ist sie fassungslos. Die zusammengekauerte Hündin in der Toilette ist genau die vom Vortag. Der „mysteriöse Fremde“ hat sich des Tieres offenbar schnell auf der Müllhalde entledigt.
In der vergangenen Nacht fielen die Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt. Die kluge, kleine Hündin schlüpft in das Toilettengebäude. Dort findet sie Schutz vor dem eisigen Wind und dem Schnee. Ohne diesen Notbehelf hätte sie die Nacht wohl nicht überstanden.
Ein Neuanfang für Petunia
Die Hündin erhält den Namen Petunia. Sie befindet sich in einem Zustand fortgeschrittener Verwahrlosung, leidet an Hautproblemen und Mangelernährung. Außerdem hat sie ein Entropium, eine bei Shar-Peis verbreitete Krankheit. Dabei rollen sich die Augenlider nach innen, was schmerzhafte Infektionen verursacht. „Sie brauchte eine Operation, eine Art Augenlifting, um das zu beheben“, erklärt Audray.
Trotz ihrer traumatischen Vergangenheit schenkt Petunia ihren Rettern sofort ihr Vertrauen. „Ich nannte sie Petunia, wie die Blume, weil sie aufblühte, sobald man sich um sie kümmerte“, sagt Audray. Anfang April wird sie in ein Partner-Tierheim in Michigan gebracht. Dort findet Petunia endlich ihre Familie für immer. Die Zeit des Herumirrens und die Kälte der Mülldeponie sind für diese kleine Kämpferin nur noch eine blasse Erinnerung.