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Die abgeschobene Katzenfamilie
© Tierheim Bergheim / Instagram

„Eine absolute Frechheit“: Tierheim macht herzloses Drama öffentlich – Community schäumt vor Wut

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Während alle Karneval feiern, wird eine hilflose Tierfamilie eiskalt verraten: Nur Stunden nach der Geburt wird eine Mama samt Babys vor die Tür gesetzt.

Karneval sind insbesondere in NRW die verrücktesten Tage des Jahres. Das Kölner Umland befindet sich im absoluten Ausnahmezustand. Die Menschen singen, tanzen und feiern ausgelassen auf den Straßen.

Doch während draußen der Bär steppt, spielt sich nur wenige Kilometer entfernt ein eiskaltes, stilles Drama ab. Es ist eine Geschichte über den feigen Verrat an jenen, die sich nicht wehren können – und sie schlägt aktuell hohe Wellen.

Geboren an Rosenmontag, abserviert an Aschermittwoch

Es ist Rosenmontag, als eine tapfere Katze in Köln das größte Wunder der Natur vollbringt. Sie bringt vier winzige, blinde Katzenbabys zur Welt.

Die frischgebackene Mama ist erschöpft, angreifbar und bräuchte nun nichts dringender als einen sicheren, warmen Ort für sich und ihre Neugeborenen. Doch ihre Halter haben andere Pläne. Die winzige Familie passt ihnen offenbar schlichtweg nicht in den Kram.

Die herzlose Konsequenz: Nur wenige Stunden nach der schweren Entbindung werden die Katzenmutter und ihre zerbrechlichen Babys wie lästiger Müll entsorgt. Pünktlich zu Aschermittwoch landet die kleine Familie im Tierheim Bergheim. Das eiskalte Motiv der ehemaligen Halter, das sie bei der Abgabe angeben? Es handele sich um „ungewollten Nachwuchs“.

Ein Aufschrei der Wut im Netz

Als die Tierretter aus Bergheim dieses fassungslose Vorgehen auf Instagram öffentlich machen, eskaliert die Situation in der Kommentarspalte. Die Community kocht vor Wut über so viel Skrupellosigkeit. Dass man Tiere einfach entsorgt, weil man selbst zu bequem war, vorzusorgen, bringt das Fass zum Überlaufen.

Viele User halten die Abgabe für eine „reine Frechheit“. Der Tenor ist eindeutig: Wer keine Babys will, muss Verantwortung übernehmen.

„Wenn ich schon ungewollt höre... ja verdammt, Kastration ist dann oberste Priorität! Unglaublich“, wütet ein Follower. Ein anderer ergänzt fassungslos: „Rechtzeitige Kastration oder Sterilisation würde viel Leid ersparen. Traurig, sie dann auf solche Weise loszuwerden.“

Die wahren Helden des Dramas

Trotz des grausamen Verrats durch ihre Menschen beweist die Katzenmama eine beispiellose Stärke. Während ihre Vorbesitzer versagt haben, macht sie einen „super Job“ und kümmert sich rührend um ihre winzige Rasselbande, der die Pfleger passend zur Jahreszeit die Namen Hänneschen, Tünnes und Co. gegeben haben.

Im Tierheim Bergheim haben die Notfellchen nun endlich den Schutz gefunden, den sie von Anfang an verdient hätten. Die Retter weichen der kleinen Familie nicht mehr von der Seite, haben ein waches Auge auf den Nachwuchs, wiegen die Babys täglich und füttern zu, wo die Kraft der tapferen Mama nicht mehr ausreicht.

Die süßen Samtpfoten dürfen nun endlich in Ruhe ankommen – fernab von Menschen, für die sie nur ein ungewolltes Problem waren.

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