Hostedde im Dortmunder Stadtbezirk Scharnhorst ist ein reiner Wohnbezirk. Doch was sich hinter den harmlosen Fassaden verbergen kann, macht einfach nur fassungslos. Und von außen war zunächst nur ein unangenehmer Geruch zu merken.
Aus diesem Grund hatten sich Nachbarn beim Vermieter einer Wohnung an der Flughafenstraße beschwert. Als der am Pfingstmontag (29.5.23) gegen 15:30 Uhr klären will, was im Anbau der Wohnung so stinkt, findet er sich inmitten einer Katastrophe wieder. Überall sind Katzen!
50 verwahrloste Katzen gefunden!
Zunächst entdeckt der Mann im Anbau, der sich im Hof des Hauses befindet, mehrere Katzenwelpen. Doch das ist erst der Anfang. Insgesamt findet er in dem Anbau rund 50 Katzen vor – allesamt in einem verwahrlosten Zustand. Vom Mieter der Wohnung, der die Tiere offensichtlich sich selbst überlassen hat, keine Spur.
Der Vermieter informiert umgehend die Tierschutzorganisation Arche90, die gemeinsam mit der Polizei zum Ort des Geschehens fährt. Die Bedingungen hier sind nicht nur für die Tiere entsetzlich: Auch die Polizisten müssen aufgrund des schlimmen Gestanks während des Einsatzes immer wieder den Anbau verlassen, so Gabi Beyer von Arche90.
Die Rettungsaktion endet unversehens
„Leider kann man keinen Geruch fotografieren“, sagt die Tierschützerin. Die vorgefundenen Katzen seien völlig abgemagert und mussten in Kaninchenkäfigen leben.
Am Ende wurden fünf Katzenkinder und ein Kater von der Feuerwehr ins Tierheim gebracht. Alle hoffen, am Dienstag weitere der restlichen etwa 30 Samtpfoten zu retten. Doch das Veterinäramt schießt quer und trifft eine andere Entscheidung.
Laut Arche90 sollen die Katzen im Anbau bleiben. Der Mieter hat die Auflagen bekommen, die Räume zu reinigen und die Katzen kurzfristig einem Tierarzt vorzustellen. Außerdem soll er wegen der Käfighaltung ein Bußgeld bekommen.
Update vom 1. Juni 2023: Inzwischen durften die Tierschützer auch die restlichen Katzen sichern. Am Vorabend hatte es einen kurzfristig angesetzten Einsatz gegeben.
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