Ein dummer Jungenstreich? Ein verspäteter Aprilscherz? Eine Drohung oder schlicht wilde Abfallentsorgung? Die Herrchen und Frauchen, die in der bayrischen Stadt Kissing im April vor ein paar Jahren mit ihren Vierbeinern auf der Hundewiese Fliederstraße unterwegs sind, stehen vor einem Rätsel.
Sie entdecken auf dem beliebten Hundetreffplatz mehrere Fischreste – neben einem Kopf auch einige einzelne Stückchen. Als die Hundehalter genauer hinsehen, verstehen sie schließlich, was es mit dem ekeligen Fund auf sich hat.
Fischreste entpuppen sich als Giftköder
Wie sich schließlich herausstellt, handelt es sich bei den ausgelegten Fischstücken um Giftköder! Offenbar war hier ein Hundehasser am Werk, der gehofft hat, dass die Vierbeiner dem intensiven Fischgeruch nicht widerstehen können. Zum Glück kam jedoch kein Hund zu Schaden, die Halter haben die Giftköder rechtzeitig entdeckt.
In Kissing kam bereits in der Vergangenheit zu ähnlichen Fällen. Wie die Augsburger Allgemeine berichtete, fanden Spaziergänger damals im Januar am Weitmannsee Hundetrockenfutter, das mutmaßlich mit Frostschutzmittel übergossen worden war. Im Juni desselben Jahres sollen dann Hundeköder mit Nägeln ausgelegt worden sein, heißt es in der Friedberger Allgemeine.
Sinnvolle Maßnahmen ergreifen
In Kissing und Umgebung sollten Herrchen und Frauchen jetzt umso wachsamer sein, wenn sie mit ihrem Hund unterwegs sind. Wer mögliche Probleme von vornherein ausschließen möchte, sollte z.B. ein Giftködertraining durchführen oder einen speziellen Maulkorb beim Gassi nutzen.