Katze kann ihr Hinterteil nicht mehr selbst reinigen

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Hallo an alle! 😊

Ich würde euch gerne mein Problem mit meiner 11-jährigen Katze schildern.

Neige ist eine ganz besondere Katze, die sehr früh Junge bekommen hat. Ich hab nicht mal gemerkt – vor allem nicht gehört –, dass sie läufig war (zum ersten Mal), denn sie ist auch mein erstes weibliches Tier. Seit ihrer Geburt hat sie enorm am Bauch zugenommen. Ich hab verschiedenste Futter ausprobiert, die mir Tierärzte empfohlen haben – nichts hat geholfen. Ich hab die Portionen halbiert, auch das hat nichts gebracht. Außerdem hatte sie von Anfang an regelmäßig hellrotes Blut nach dem Stuhlgang (mit ca. 9 Wochen).

Seit ungefähr einem Jahr schafft sie es nicht mehr, ihr Hinterteil selbst zu reinigen. Sie verlässt das Katzenklo, bevor sie fertig ist – egal ob beim Pinkeln oder beim großen Geschäft.

Sie windet sich in alle Richtungen, um sich zu putzen, aber es klappt einfach nicht.

Sie hat jetzt „Fettknubbel rund um den After

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9 Antworten
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    Es gibt da vor allem eine Richtung, und zwar die der Tierärzte, die von den großen Tierfuttermarken wie Royal Canin, Hill’s oder Pro Plan gesteuert werden. Die findet man dann ja auch direkt in den Regalen ihrer „Praxis-Läden“.

    Kein Tierarzt wird wirklich in Sachen BARF geschult. Ihr Unterricht wird von den Experten aus der Futtermittelindustrie abgehalten – das sind also logischerweise die Letzten, die irgendwelche Vorteile in etwas anderem als Trockenfutter sehen würden.

    Jede dieser Partnermarken gibt den Tierarztpraxen genau vor, was sie den Leuten erzählen sollen, die sich für BARF interessieren.

    50 % der Tierarztbesuche (Hund und Katze) hängen mit Ernährungsproblemen zusammen. BARF ist nur eine absolute Randerscheinung, warum sollten sie also irgendwas ändern ...

    Was mich zum BARFen gebracht hat, ist, dass ich nie herausfinden konnte, was in diesem Futter eigentlich wirklich drin ist. Ich habe da echt meine Zweifel, aber je mehr ich versucht habe, das zu durchblicken, desto mehr wurde gemauert.

    Ich behaupte nicht, dass BARF die perfekte Lösung ist, aber es ist die einzige Möglichkeit, die ich gefunden habe, um sicher zu sein, was ich meinen Katzen gebe. Ich versuche, auf Qualität zu achten, aber ich kann mich natürlich auch irren, es ist vielleicht keine Garantie für die Gesundheit.

    (Versteht mich nicht falsch: Eine Katze jagt und frisst vor allem in der Dämmerung, weil ihre Augen darauf ausgelegt sind und ihr einen Vorsprung vor der Beute verschaffen. Es geht nicht darum, sich an großem Wild (?) vollzufressen, sondern um eine Abfolge von kleinen Beutetieren wie Nagern oder Vögeln.)

    Viele Grüße

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    Bei der Frage nach „Futter zur freien Verfügung“ gibt es offensichtlich zwei Lager. Deins und das andere, das meint, dass man Katzen immer Futter stehen lassen sollte, damit sie keinen Frust schieben, weil sie sich – bis auf Ausnahmen – selbst regulieren.

    Wie du ja sicher besser weißt als ich, fressen Katzen in der Natur über den Tag verteilt viele kleine Mahlzeiten. Und eben nicht nur zwei große Beutetiere morgens und abends.

    Meine Katzen sind übrigens nicht fettleibig, zwei sind zwar ein kleines bisschen moppelig, aber sie haben Freigang und bewegen sich daher trotzdem viel. Wenn eine Katze dick wird, liegt das daran, dass sie sich nicht selbst regulieren kann und/oder Langeweile mit Futter kompensiert. Mir ist wichtig, dass sie ein vernünftiges Gewicht halten, um Folgeerkrankungen zu vermeiden, aber ich richte mich da auch nach ihren Bedürfnissen.

    Meine Erfahrung mit 100 % Nassfutter ist folgende: Wenn die Zeitspanne ohne Fressen zu lang ist, haben sie so Hunger, dass sie morgens Galle erbrechen, weil der Magen leer ist. Für mich sieht die Lösung nach verschiedenen Tests jetzt so aus: Nassfutter morgens und abends und für jeden eine kleine Schüssel Trockenfutter als Einzelportion, um die kleinen Fressmaschinen ein bisschen zu kontrollieren.

    Ob BARF jetzt besser sättigt? Kann sein, ich mache das nicht und habe es auch nicht vor. Für mich wirkt das wie so ein neuer „revolutionärer“ Trend, über dessen langfristige Vor- und Nachteile man noch viel zu wenig weiß. Außerdem braucht man dafür echt tiefgehendes Wissen über Katzenernährung. Nicht jeder teilt da deine Leidenschaft, und die Umstellung auf Rohfütterung kann mehr schaden als helfen (was man in den Tierarztpraxen auch langsam merkt).

    Wenn das bei dir so alles super funktioniert, ist das doch perfekt, aber man darf das nicht verallgemeinern. Jeder macht es so gut wie möglich, passend zu den Bedürfnissen seiner Katzen.

    Und wenn die Katze der Dame nun mal Trockenfutter lieber mag, gibt es auch andere Wege, um sie beim Abnehmen zu unterstützen – spezielles Trockenfutter, Anti-Schling-Näpfe, Fummelbretter...

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    @Norpenna

    Dass Katzen den ganzen Tag über knabbern sollen, ist eigentlich eine Erfindung der Futtermittelindustrie. Das wird damit gerechtfertigt, dass Trockenfutter extrem lange zum Verdauen braucht und kleine Portionen den Organismus weniger belasten – aber im Endeffekt ist die Katze so permanent am Verdauen. Das ist reine Gewohnheit und alle machen es nach, oder bekommen wie du ein schlechtes Gewissen, nur weil sie mal weg sind.

    Futter zur freien Verfügung ist der absolute Feind bei übergewichtigen Katzen. Wenn sie zu dick ist, dann genau deshalb, weil sie ständig Zugang zum Fressen hat.

    Eine Katze ist keine Kuh, kein Huhn oder Schwein, die den ganzen Tag fressen, sondern ein Fleischfresser.

    Jeder Tierarzt wird dir raten, die Portionen zu begrenzen. Deine übergewichtige Katze wird dann alles auf einmal fressen und dich belagern, sobald du wieder da bist, bis es echt anstrengend wird. Wenn du genug stehen lässt, lässt sie dich zwar in Ruhe, bleibt aber eben dick...

    Nassfutter gibt man einmal morgens und einmal abends, und wenn du eine dritte Mahlzeit möchtest, kannst du später noch eine Portion geben.

    Aber eine Katze muss echt nicht ständig Futter zur Verfügung haben.

    Meine Katzen (auch wenn sie Barf bekommen, das macht keinen Unterschied) fressen einmal um 7 Uhr morgens und dann wieder gegen 20:30 Uhr, also grob alle 12 Stunden. Den Rest der Zeit betteln sie nicht und schleichen auch nicht alle 5 Minuten um ihren Napf herum.

    Mein Rat zu getreidefreiem Nassfutter für eine Katze, die schon zu viel auf den Rippen hat – das hat jede Menge Vorteile:

    Es gibt kein "All-you-can-eat"

    Die Katze ist viel schneller satt

    Die Verdauungszeit ist viel kürzer

    Keine Kohlenhydrate

    Optimale Flüssigkeitszufuhr

    Die Portionsmenge lässt sich viel besser kontrollieren

    4-mal weniger Kalorien

    Deutlich höhere Nährstoffqualität

    ...

    Nur mal so als Beispiel: Meine Katzen bekommen bei der Rohfütterung nur zwei Mahlzeiten am Tag. Die Tagesmenge bleibt konstant, aber manchmal lassen sie was stehen oder lassen eine Mahlzeit ganz aus, und das geht dann ein paar Tage so...

    Tatsächlich schrauben sie selbst zurück, wenn es draußen wärmer wird (sie haben Zugang zum Balkon), deshalb sind die Portionen im Sommer etwas kleiner als im Winter.

    Viele Grüße

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    Hallo, was das Gewicht angeht, sind nicht alle Katzen gleich – das ist eigentlich genau wie bei uns Menschen. Ich habe hier zwei „gut gebaute“ und einen ganz Schlanken, und alle bekommen das Gleiche. Ich setze auch auf getreidefreies (und zuckerfreies) Nassfutter morgens und abends, aber eine reine Nassfütterung lässt sich nicht mit meinem Alltag vereinbaren, da ich manchmal von 7 bis 19 Uhr außer Haus bin. Deshalb füttere ich doch wieder Trockenfutter dazu. Mit dem Orijen „Fit and Trim“ speziell für dicke Katzen hatte ich gute Ergebnisse, aber die Kroketten sind winzig, der Sack ist echt teuer und viel zu schnell leer. Momentan teste ich das Nutrivet Sterilised, das hat gute Bewertungen, ist bezahlbarer und landet in manchen Futter-Rankings ziemlich weit oben. Das ist eigentlich auch alles, was ich an getreidefreiem Abnehm-Trockenfutter mit vernünftigen Inhaltsstoffen kenne. Der Rest ist dann wieder RC und Co., und das sollte man ja eher meiden.
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    Ich habe 2 sterilisierte Katzen, keine davon ist übergewichtig.

    Die Norwegerin hat einen Riesenappetit. Ich füttere hauptsächlich Nassfutter, zigmal am Tag, aber immer nur ganz kleine Portionen. Dazu verputzt sie regelmäßig mal eine halbe Maus oder was sie sonst so fängt, plus die kleinen Häppchen von dies und jenem, die sie sich beim Essen von uns Menschen erbettelt hat: alles in allem eine echte Fressmaschine, aber trotzdem bleibt sie für ihre Rasse eigentlich zu zierlich.

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    Hallo,

    ich würde mir auf jeden Fall noch eine zweite Meinung vom Tierarzt einholen, und zwar noch bevor du ihr Futter komplett umstellst – auch wenn es darum geht, die Qualität zu verbessern. Sie ist ja schon 11 und hat sowieso einen empfindlichen Magen, da muss man echt vorsichtig vorgehen. Wir wissen zwar nicht genau, was sie hat, aber sicher ist, dass da was nicht stimmt: Blut im Stuhl, Fettknubbel am After, Schmerzen und das ungewöhnliche Gewicht. Wurde sie denn schon mal genauer untersucht?

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    Hallo,

    Katzen sind gar nicht stur, es sind die Hersteller, die Lockstoffe ins Trockenfutter mischen, damit die Katzen es überhaupt fressen. Ohne das Zeug würden sie es wahrscheinlich gar nicht anrühren.

    Um sie an Nassfutter zu gewöhnen, kannst du ein paar Kroketten zu Pulver zerbröseln und ein bisschen was davon über das Futter streuen.

    Was die Portionen angeht, kommt es auf das gewählte Nassfutter an und wie viele Kalorien es pro Kilo hat.

    Du müsstest deine Katzen mal genauer wiegen. Wenn sie auf Diät sind, rechnet man so mit 30 bis 40 Kalorien pro Kilo Katzengewicht am Tag.

    Viele Grüße

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    Hi, danke für deine Meinung. Gleich am Anfang wollte ich sie eigentlich mit Nassfutter füttern. Leider wollten sie das überhaupt nicht. Und das sind echte Dickköpfe, glaub mir! Normalerweise sollten sie, weil sie ziemlich hochbeinig und lang sind, im ausgewachsenen Zustand maximal 6 kg wiegen. Meine Süße müsste also eigentlich mindestens 2 Kilo weniger wiegen. Und da die Weibchen ja normalerweise etwas kleiner sind als die Männchen, vielleicht sogar nur 5,5 kg. Welche Portionen hältst du für angemessen (falls ich es schaffe, dass sie das Nassfutter doch noch annehmen)?

    Vielen Dank für deine Antwort.

    Trotzdem frage ich mich immer noch: Warum hat das Weibchen schon so jung zugenommen und das Männchen nicht, obwohl er ein gutes Gewicht hat? Hast du eine Idee? Danke für alles.

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    Hallo Babhy

    Tierärzte haben echt null Ahnung von Ernährung, deren Tipps kannst du direkt in die Tonne kloppen.

    Hinter dem weißen Kittel stecken vor allem Verkäufer für Trockenfutter im Dienst der Lobby, die ihnen das Studium, die Kongresse und die Praxis finanziert hat. Die Leidtragenden dieser Abzocke sind leider die Tiere, die du dann bei ihnen behandeln lässt (schon fast ironisch).

    Stell deine Katze auf reine Feuchtnahrung um, also Nassfutter und zwar getreidefrei. Was deine Katze dick macht, sind die Kohlenhydrate, die in rauen Mengen in diesem Industriefutter stecken, das aus Abfällen und billigem Getreide besteht und dir zum Goldpreis verkauft wird.

    In der Natur frisst eine Katze keine Kohlenhydrate, ihr Körper stellt die bei Bedarf selbst her.

    Nassfutter macht viel satter als Trockenfutter und passt viel besser zu ihren Bedürfnissen. Das verhindert, dass sie sich mit Trockenfutter vollstopft und unnötige Kohlenhydrate als Fett ansetzt.

    Meide natürlich die Produkte vom Tierarzt und aus dem Supermarkt. Im Netz, zum Beispiel bei Zooplus, findest du getreidefreie Marken wie Animonda Carny, Feringa, Mac's oder Catz Finefood, die ein ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis bieten und viel artgerechter sind.

    Bei der Umstellung kannst du bei Bedarf eine Kur mit Probiotika (Fortiflora) machen, um das Durchfallrisiko zu senken.

    Falls du Hilfe bei der täglichen Futtermenge brauchst, schreib mir einfach ihr aktuelles Gewicht und was ihr (ungefähres) Idealgewicht ohne Übergewicht wäre.

    Viele Grüße

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