Zu wenig weiße Blutkörperchen – was sind die Ursachen? Was tun?

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Hallo zusammen!

Ich melde mich heute bei euch, weil ich einen Rat brauche. Vielleicht hat ja jemand von euch schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht.

Ich habe zwei Katzen, 13 und 14 Jahre alt.

Vor 4 Jahren gab es beim Tierarzt einen kompletten Check-up nach meinem Umzug (seitdem genießen die zwei endlich einen Garten). Also Zahnsteinentfernung, Blutbild und Impfung.

Alles war super, bis auf die weißen Blutkörperchen, die "ein bisschen niedrig" waren, aber damals noch im Normbereich. "Vielleicht nur ein bisschen Stress, nichts Schlimmes", hieß es.

Dieses Jahr gab es wieder einen kompletten Check-up, aber diesmal liegen die weißen Blutkörperchen bei beiden unter dem Normalwert (was sogar die Helferin gewundert hat).

Vor allem eine Art von weißen Blutkörperchen war besonders niedrig. Sie nannte sie Leukozyten, aber in dem Moment hab ich nicht gecheckt, dass Leukozyten und weiße Blutkörperchen das Gleiche sind. Ich weiß also nicht, ob sie sich nur komisch ausgedrückt hat, aber ich weiß noch, dass bei den Ergebnissen "LC" stand.

Sie sind gegen Katzenleukose (FeLV) geimpft, aber es wurde trotzdem ein Test gemacht, um sicherzugehen – der war zum Glück negativ.

Abgesehen davon geht es beiden blendend. Man merkt ihnen ihr Alter gar nicht an und sie haben keine gesundheitlichen Probleme, aber die Sache macht mir echt Angst.

Ich habe Echinacea purpurea bekommen, um ihr Immunsystem zu stärken, und hab auch nach einer Vitaminpaste gefragt.

Dabei kriegen sie echt gutes Futter, und mehrmals am Tag Leckerlis mit Vitaminen und so weiter. Ganz zu schweigen von dem, was sie von meinem Teller klauen.

Einer von beiden hatte auch einen Abszess am Schwanzansatz nach einer blöden Begegnung draußen. Kein Fieber, kein Appetitverlust, er hat nur mehr geschlafen.

Eigentlich müssten Tiere mit schwachem Immunsystem doch viel heftiger reagieren, oder? Denn Eiter besteht ja quasi aus weißen Blutkörperchen...

Na ja. Ich weiß nicht, was ich denken soll. Den beiden geht's gut, aber auf dem Papier vom Tierarzt sieht es halt echt beunruhigend aus.

Bin echt ratlos.

Danke für eure Hilfe und sorry für den langen Text. Aber ich musste das mal alles loswerden, sonst hätte ich keine Ruhe gehabt 😊

Freue mich auf eure Antworten!

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22 Antworten
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  • Bogey
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    Danke euch trotzdem.

    Ich bin so traurig und die neuen Analysen zeigen einen erneuten Rückgang (zwar nur minimal, aber trotzdem ein Rückgang) bei den Leukozyten, Neutrophilen und Eosinophilen. Der Monozyten-Anteil, der zu hoch war, sinkt zwar ein bisschen, liegt aber immer noch nicht in der Norm.

    Dafür steigen die Thrombozyten wieder, aber es sind immer noch zu wenige.

    Es ist also kein Virus, und es sieht leider stark nach Leukämie oder einer ähnlichen Krankheit aus (mein „optimistisches“ Ich nach dem ganzen Pech in letzter Zeit). Es sei denn – und das ist eine Vermutung vom Tierarzt –, dass der Wert der weißen Blutkörperchen schon immer unter dem Durchschnitt lag, da wir ja im Dezember zum ersten Mal ein Blutbild gemacht haben ...

    Ich hab jetzt in einem Monat einen Termin für eine neue Blutabnahme (ohne Behandlung, um die nächsten Ergebnisse nicht zu verfälschen und weil er/sie optisch oder beim Abtasten überhaupt nicht schwach oder krank wirkt). Ich mach mir aber trotzdem total Sorgen wegen der Zeit, die verstreicht, und was das für Folgen für die Lebenserwartung hat, falls es wirklich schlechte Nachrichten gibt ...

    Ich fände es super, wenn die Experten für Blutbilder, die sich hier vor einem Jahr zu dem Thema gemeldet haben, mir ihre Einschätzung zu den Werten geben und von ihren Erfahrungen berichten könnten.

    Danke.

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    Schtroumphy
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    Schade, dass bisher keine Antwort kam... 😞

    Hallo,

    ich hätte dir ja echt gerne geholfen, aber davon hab ich leider gar keine Ahnung. :( Tut mir leid, ich hoffe, dass dir noch jemand antworten kann.

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    Bogey
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    Echt traurig, dass ich keine Antwort bekommen habe ...😞

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    Bogey
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    Hallo zusammen,

    ich hole dieses Thema nochmal hoch, weil ich gerade mit einer meiner Draußen-Mietzen (ca. 10 Jahre alt) beim Tierarzt war.

    Da ich wegen dem Tod meines Katers (er hatte ein hochgradiges Lymphom, das leider viel zu spät erkannt wurde) noch ziemlich durch den Wind bin, habe ich ein großes Blutbild machen lassen. Leider sind die Ergebnisse nicht so toll ausgefallen:

    - Thrombozyten: 79 G/l (Norm: 200 bis 500)

    - Leukozyten: 5 G/l (Norm: 5.5 bis 19.5)

    - Neutrophile: 2.4 G/l (Norm: 2.8 bis 13)

    - Eosinophile: 0.6 % (Norm: 2 bis 12)

    - Monozyten: 7.5 % (Norm: 1 bis 4)

    In einem Monat soll ich sie nochmal zur Blutabnahme bringen. Dann wollen wir schauen, ob die Werte wieder besser sind – was bedeuten würde, dass sie nur gegen einen Virus oder Bakterien gekämpft hat – oder ob das Ganze von Dauer ist.

    Ich habe mich nicht getraut, sofort nach weiteren Untersuchungen zu fragen, was ich jetzt irgendwie bereue. Auch wenn sie eine wilde Katze ist, hängt mein Herz einfach total an ihr.

    Der Tierarzt hat ihr erst mal keine Medis gegeben, um die nächsten Ergebnisse nicht zu verfälschen.

    Nach den ganzen harten Monaten zuletzt will ich mir jetzt eigentlich nicht umsonst total den Kopf zerbrechen.

    Könnte vielleicht mal jemand über die Werte drüberschauen? Ich habe schon im Netz gesucht, finde aber nichts dazu, wenn die Monozyten zu hoch und der ganze Rest zu niedrig ist.

    Macht dieser eine Monat viel aus, falls es doch was Schlimmes ist? Vor allem, weil sie ansonsten topfit wirkt und keine Anämie hat.

    Hat jemand von euch schon mal ähnliche Blutwerte gehabt, die am Ende wieder gut wurden? Ich bräuchte gerade echt ein bisschen Aufmunterung.

    Habt ihr Tipps fürs Futter oder worauf ich beim Beobachten im nächsten Monat achten sollte (wie gesagt, sie lebt draußen)?

    Danke euch!

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    Mamiecat
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    Hallo,

    danke für das Update mit den doch eher beruhigenden Neuigkeiten... puh! Das ist ja super!

    Ganz liebe Knuddler an deine Fellnasen!

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    Freut mich, dass du beruhigt bist :) Man neigt echt viel zu oft dazu, direkt alles überzubehandeln, als ob der Körper sich nicht selbst heilen könnte.

    Den Leuten Angst zu machen, ist halt praktisch, um ihnen Medikamente anzudrehen und die Rechnung in die Höhe zu treiben.

    Alles Gute weiterhin für dich und kraul deine Fellnasen mal ganz lieb von mir :)

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    Leukozyten sind die weißen Blutkörperchen, und es gibt verschiedene Arten davon, je nachdem, wie das Immunsystem des Körpers gerade reagiert. Wenn der Körper gegen ein Virus kämpft, produziert er mehr Lymphozyten; bei einer Allergie bildet er mehr eosinophile Granulozyten und bei einer bakteriellen Infektion erhöht er die Zahl der neutrophilen Granulozyten. „Polynukleär“ bedeutet einfach, dass sie mehrere Kerne haben. Dann gibt es noch die Monozyten, das sind die weißen Blutkörperchen, die quasi zum Aufräumen kommen. Wenn der Körper extrem gefordert ist, schickt er unreife Blutzellen ins Blut, die sogenannten Blasten – wie ein Feldherr, der unzureichend ausgebildete Soldaten in den Kampf gegen feindliche Truppen schickt.

    Die roten Blutkörperchen sind ebenfalls wichtig, genau wie die Anzahl der Blutplättchen. Um ein Blutbild richtig zu lesen, muss man alle diese Elemente berücksichtigen und nicht nur einen einzelnen Wert.

    Es ist die Aufgabe des Tierarztes, dir die Blutuntersuchung zu erklären, auf keinen Fall die der Helferin. Bevor man jetzt eine Riesenwelle macht, wäre es vielleicht sinnvoll, eine zweite Blutprobe zu nehmen, um die ersten Ergebnisse zu bestätigen oder eben nicht – aber das muss der Tierarzt entscheiden.

    Ich habe ein paar Grundlagen in Immunologie, das war für mich also nicht ganz neu. Es waren nur die Erklärungen, die man mir gegeben hat, die einfach nicht gestimmt haben.

    Übrigens hat mir die Tierärztin selbst auch erklärt, dass die niedrigen Neutrophilen nicht besorgniserregend sind, da dies die einzigen Leukozyten sind, die niedrig sein können, ohne dass es gleich kritisch ist.

    Alle anderen Werte und das gesamte Blutbild außer den Neutrophilen sind perfekt. Man hat mich also umsonst in Panik versetzt und ich fand es auch ein bisschen dämlich, dass man mir die Leukozyten so präsentiert hat, als wären sie eine ganz eigene Art von Blutkörperchen... Die Helferin war da wohl nicht ganz auf der Höhe. Aber gut, ich hab es auch nicht sofort geschnallt, ich musste erst nochmal in meine Bücher schauen.

    Also um dir zu antworten: Die Tierärztin findet, dass da viel Aufregung um nichts gemacht wurde und es nicht nötig ist, die Blutabnahme zu wiederholen, außer ich halte es für sinnvoll.

    Ansonsten ist alles okay, die Ergebnisse sind gut, den Süßen geht es gut, also Sache erledigt 😊

    Ich werde dann einfach bis zum Sommer die Impfungen auffrischen.

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    Leukozyten sind die weißen Blutkörperchen. Davon gibt es verschiedene Arten, je nachdem, wie das Immunsystem gerade reagiert. Wenn der Körper gegen ein Virus kämpft, produziert er mehr Lymphozyten. Bei einer Allergie bildet er mehr eosinophile Granulozyten, und bei einer bakteriellen Infektion erhöht er die Anzahl der neutrophilen Granulozyten. „Polynukleär“ bedeutet einfach, dass sie mehrere Zellkerne haben. Dann gibt es noch die Monozyten, das sind die weißen Blutkörperchen, die quasi für das Aufräumen zuständig sind. Wenn der Körper so richtig unter Stress steht, schickt er unreife Blutzellen ins Blut, die sogenannten Blasten – wie ein Feldherr, der schlecht ausgebildete Soldaten an die Front schickt, um gegen die feindlichen Truppen zu kämpfen.

    Die roten Blutkörperchen sind natürlich auch wichtig, genau wie die Anzahl der Blutplättchen. Um ein Blutbild richtig zu deuten, muss man immer das Gesamtergebnis betrachten und nicht nur einen einzelnen Wert.

    Es ist die Aufgabe deines Tierarztes, dir die Analysen zu erklären, und auf keinen Fall die der Helferin. Bevor man jetzt die ganz großen Geschütze auffährt, ist es vielleicht ratsam, eine zweite Blutuntersuchung zu machen, um die ersten Ergebnisse zu bestätigen (oder eben nicht). Aber das muss letztendlich dein Tierarzt entscheiden.

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    Das kannst du laut sagen! Ich freue mich echt riesig! 😊😊😊

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    B
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    Super! Es tut echt gut, an einen guten Tierarzt zu geraten, der alles gut erklärt und uns die Sorgen nimmt.
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