Zu früh entwöhntes Kätzchen – aggressiv, aufgedreht und beißfreudig, was tun?

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Hallo an alle!

Mein Freund und ich haben ein eineinhalb Monate altes Kätzchen adoptiert.

Wir kannten uns eigentlich mit Katzen aus, aber wussten absolut nicht, dass man unbedingt warten muss, bis ein Kätzchen 3 Monate alt ist, bevor man es adoptiert. Die Frau, die es uns gegeben hat, hatte gesagt, es sei entwöhnt, selbstständig, stubenrein usw. Es ist zwar stubenrein und entwöhnt was die Ernährung angeht, aber nicht was das Verhalten betrifft…

Nach vielen Recherchen haben wir gemerkt, dass wir einen großen Fehler gemacht haben, weil wir damit die Verhaltensentwicklung unserer Katze gefährden…

Unser Kätzchen ist zwar total süß und stubenrein, aber kann sich überhaupt nicht zügeln. Es ist total aufgedreht, springt uns auf die Füße und Beine – mit vollen Krallen. Wir sagen sehr bestimmt „Nein

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13 Antworten
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    Könntest du mal in der Umgebung schauen, ob da vielleicht eine andere Katze rumläuft? Gibt es da, wo sie hinpinkelt, ein Fenster oder eine Terrassentür in der Nähe, wo sie vielleicht eine andere Katze sehen könnte, die draußen vorbeiläuft?

    Also das würde mich echt wundern, wir wohnen im ersten Stock ohne Balkon. Die Fenster sind ziemlich weit oben und gehen auf Dächer raus, wo eigentlich nie Katzen langlaufen. Chelsea guckt zwar ab und zu mal aus dem Fenster, aber wir haben da noch nie andere Katzen gesehen. Und selbst wenn, würde sie die von so weit weg glaube ich gar nicht bemerken.

    Ich muss zugeben, wir versuchen echt dahinterzukommen, sind aber ziemlich ratlos. Sie wirkt eigentlich gar nicht gestresst. Wir spielen mit ihr, machen das Klo regelmäßig sauber – wir haben sogar zwei davon, die wir 2-3 Mal am Tag saubermachen.

    Was ich überhaupt nicht verstehe: Sie pinkelt auf die Couch und "scharrt" dann danach so, als wollte sie es vergraben. Und wenn wir sie kurz vorher erwischen und sie streng ansprechen, damit sie merkt, dass wir sie gesehen haben, springt sie sofort vom Sofa und geht auf ihr Klo... Deswegen hab ich das Gefühl, dass sie das aus irgendeinem Grund mit Absicht macht, weil sie ja eigentlich genau weiß, wo sie hinmuss, wenn wir sie rechtzeitig stoppen... Ich weiß also echt nicht, was ich davon halten soll. Ich hab schon in etlichen Foren gestöbert und viel gelesen; da heißt es oft, dass so ein Verhalten auf Unbehagen hindeutet, aber ehrlich gesagt fällt mir das schwer zu glauben. Sie macht das nämlich immer nur, wenn wir in der Wohnung sind oder sogar direkt neben ihr stehen. (Wenn wir weg sind, macht sie gar nichts, nicht mal den kleinsten Blödsinn...)

    Na ja, es ist ein echtes Rätsel und wir hoffen, dass wir das bald lösen, weil wir es langsam echt leid sind, jeden Tag das Sofa zu waschen (ist ein Schlafsofa mit Bezug, also eigentlich praktisch, aber trotzdem nervig...).

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    Könntest du mal in der Gegend schauen, ob da vielleicht irgendwo eine andere Katze unterwegs ist?

    Gibt es an der Stelle, wo er hinpinkelt, vielleicht ein Fenster oder eine Terrassentür in der Nähe, durch die er eine andere Katze sehen könnte, die dort vorbeiläuft?

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    Wir füttern ihr Hills Kittenfutter. Die Frau hat uns nie geantwortet und wollte sie auch nicht zurücknehmen, als wir ihr erzählt haben, dass sie daneben pinkelt (die Frau hatte wohl echt keine Ahnung und wollte die Katzen einfach nur schnell loswerden, weil sie selbst ein 6 Monate altes Baby hat).

    Nach mehreren Versuchen haben wir jetzt eine Sprühflasche. Ich war am Anfang kein Fan davon, aber unser Kätzchen Chelsea reagiert kaum auf Geräusche oder ein lautes „Nein“ (sie hört es zwar, beruhigt sich für 2 Sek. und macht dann direkt weiter). Wir besprühen sie nur bei Sachen wie Beißen oder wenn sie uns Futter vom Teller klauen will.

    Sie ist mittlerweile etwas ruhiger geworden, man merkt, dass sie älter wird.

    Allerdings pinkelt sie immer noch aufs Sofa, immer an dieselbe Stelle, obwohl sie zwei Klos hat, die sie auch benutzt. Das passiert immer, wenn wir dabei sind, fast so als würde sie spielen oder ihr Revier markieren wollen (obwohl sie ein Weibchen ist). Wir haben natürlich schon alles gewaschen, geschrubbt, mit Essig und Pfeffer eingesprüht usw. Sie macht es einen Tag lang, dann passen wir total auf und es passiert 3-4 Tage nichts mehr, und zack, geht’s wieder von vorne los.

    Wir versuchen ja, sie zu verstehen, aber ich muss ehrlich sagen, ich hab keine Ahnung, warum sie das macht.

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    Das stiftet jetzt vielleicht eher Verwirrung als alles andere, aber ich wollte nur mal kurz zeigen, dass das durchaus machbar ist:

    https://wamiz.com/chats/siberien-9/forum/conditionner-un-chat-59416.html

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    Sie wird immer so bleiben, weil sie nicht richtig entwöhnt wurde. Man sagt ja nicht umsonst, dass man mit der Adoption 3 Monate warten soll. Sie braucht ihre Mama einfach noch. Wenn ich du wäre, würde ich sie so schnell wie möglich zurückbringen und die 3 Monate abwarten.

    Wusste die Frau, die dir das Kätzchen gegeben hat, nichts von der Entwöhnungsphase? Und hast du dich nicht selbst informiert? Na ja, jetzt ist es halt passiert. Aber an deiner Stelle würde ich jetzt einfach geduldig sein und abwarten, bis sie fertig entwöhnt ist.

    Wie fütterst du sie eigentlich?

    Ich habe selbst eine Katze aus dem Tierheim adoptiert, die total aggressiv war. Das ist sie jetzt nicht mehr, seit sie eine Katzen-Schwester hat. Ich kenne ihre Vorgeschichte zwar nicht, aber eine Zweitkatze könnte später echt die Lösung sein. Wenn sie dann kastriert und fertig entwöhnt ist, wäre das bestimmt super für dich.

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    Genau deshalb sollte man ja versuchen, sie nochmal zur Mutter zurückzubringen.

    Was das zweite Kätzchen angeht: Wenn du das wirklich ernsthaft in Erwägung ziehst, glaube ich, dass das nach einer gewissen Eingewöhnungszeit super klappen könnte. Ein Kitten bleibt das ganze erste Jahr über extrem verspielt (und manchmal auch länger... ich hab hier ein großes Baby von gut 2 Jahren zu Hause, macht nur Freude 😁) und die beiden könnten sich echt gut ergänzen. Ich würde dir eher zu einem Kater raten, aber da musst du dann wegen der Kastration echt aufpassen (wir haben hier zu Hause ein Geschwisterpaar, beide mit 5 Monaten kastriert; die Tierärztin hatte uns damals gesagt, auf welche Anzeichen wir bei der Pubertät des Katers achten müssen, falls man früher hätte eingreifen müssen).

    Ein Punkt, den ich vergessen hatte: Ja, zwei Kitten bedeuten zwar ordentlich Action im Haus, aber glaub mir, das ist viel leichter zu händeln, als man denkt. Letztendlich machen sie nämlich weniger Blödsinn, einfach aus dem Grund, weil sie einen Spielpartner haben (was natürlich nicht heißt, dass man die Wohnung nicht trotzdem sicher machen sollte: Kabel in Kabelschächte, Zugänge hinter Küchenmöbeln und unter der Badewanne versperren usw.).

    Danke dir nochmal für deine Antwort. Momentan macht unsere Kleine immer öfter daneben, heute Abend hat sie zweimal auf die Kissen gepinkelt... Wir glauben, das liegt daran, dass wir tagsüber nicht da sind und sie extrem an uns hängt (sie läuft uns überall hinterher, muss ständig im selben Raum sein, sonst bekommt sie Panik). Das ist wohl wieder so eine Folge der schlechten Entwöhnung... Wir werden mal schauen, ob wir sie zurück zur Mutter bringen können, weil wir einfach nicht mehr zu Hause sein können und das Ganze echt belastend wird...

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    Genau deshalb sollte man ja versuchen, es nochmal mit der Mutter zu probieren.

    Was das zweite Kätzchen angeht: Wenn du das wirklich ernsthaft überlegst, glaube ich, dass das nach einer gewissen Eingewöhnungszeit echt super laufen könnte. Ein Kitten bleibt das ganze erste Jahr über total verspielt (und manchmal auch länger... ich hab hier einen großen Kindskopf von gut 2 Jahren zu Hause, nur Freude mit ihm 😁) und die beiden könnten sich echt gut ergänzen. Ich würde dir eher zu einem Kater raten, aber da musst du dann wegen der Kastration echt aufpassen (wir haben hier Geschwister, Bruder und Schwester, beide mit 5 Monaten kastriert; die Tierärztin hatte uns damals gesagt, auf welche Anzeichen für die Geschlechtsreife wir beim Kater achten müssen, falls man doch früher hätte eingreifen müssen).

    Ein Punkt, den ich vergessen hatte: Ja, zwei Kätzchen bedeuten schon ordentlich „Trubel in der Bude“, aber glaub mir, das ist viel leichter zu managen, als du denkst. Im Endeffekt stellen sie nämlich weniger Blödsinn an, einfach aus dem Grund, weil sie ja einen Spielkameraden haben (was dich natürlich nicht davon entbindet, die Wohnung sicher zu machen: Kabel in Kabelschächte, Zugänge hinter Küchenzeilen und unter der Badewanne versperren, usw.).

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    Genau deshalb sollte man versuchen, es wieder zur Mutter zu bringen.

    Was das zweite Kätzchen angeht: Wenn du das wirklich ernsthaft in Erwägung ziehst, glaube ich, dass das nach einer gewissen Eingewöhnungszeit super klappen könnte. Ein Kitten bleibt ja das ganze erste Jahr über total verspielt (und manchmal auch länger... ich hab hier so einen zweijährigen Rabauken zu Hause, das ist echt die reinste Freude 😁) und die beiden könnten sich echt gut ergänzen. Ich würde dir eher zu einem Kater raten, aber da musst du dann echt wegen der Kastration aufpassen (wir haben hier ein Geschwisterpaar, beide mit 5 Monaten kastriert; die Tierärztin hat uns damals gesagt, auf welche Anzeichen wir bei der Geschlechtsreife vom Kater achten müssen, falls man doch früher hätte eingreifen müssen).

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    Tania28
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    Dabei hätte das echt DIE Lösung sein können, echt schade.
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    Meine Nichte hat sich ein kleines Kätzchen im gleichen Alter wie deins geholt (war ihre Entscheidung, aber nicht wirklich durchdacht!) – und sie hatte genau das gleiche Verhalten wie deine. Sie wurde dann kastriert und ganz ehrlich, das hat ihr Wesen echt verändert. Aber ob das jetzt eine Ausnahme ist, dass sie dadurch ruhiger geworden ist? Ich weiß es nicht.

    Leider kann ich sie nicht sofort kastrieren lassen... Bis es so weit ist, bin ich gerade echt ein bisschen ratlos. Mein Freund und ich sind langsam am Ende mit den Nerven, weil wir einfach nicht mehr wissen, was wir mit diesem zuckersüßen, aber völlig überdrehten Fellknäuel noch machen sollen...

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