Guten Abend zusammen! Ich lese diesen Thread mit großem Interesse, weil ich mir auch gerade total viele Fragen wegen des Leckens und Zitterns meines Katers stelle. Er hat sich radikal verändert (ist total lustlos geworden und liegt den ganzen Tag nur noch auf dem Bauch rum).
Ich war bei zwei Tierärzten und vertraue dem zweiten echt, weil er ein richtig großes Blutbild gemacht hat (der erste hat nur vier kleine Sachen gecheckt) und auch ein Röntgenbild. Auf dem Röntgenbild war nichts zu sehen, aber die Blutuntersuchung hat einen sehr hohen Wert an Eosinophilen gezeigt, daher der „starke Verdacht auf eosinophile Gastritis“. Das erklärt aber nicht diese Art von Krämpfen, die er ab und zu am unteren Rücken hat. Ich merke einfach, dass er nicht mehr der Alte ist: Er setzt sich fast gar nicht mehr hin, sondern verbringt die ganze Zeit im Liegen. Er kann sich zwar ohne Probleme bewegen (und sogar springen), aber sobald er da angekommen ist, wo er hinwollte (egal ob nach 2 oder 5 Metern), legt er sich sofort wieder hin.
Ich hab auch selbst im Netz recherchiert und bin auf Hyperästhesie gestoßen, was meiner Meinung nach ziemlich gut passt (er hatte am Anfang dieses typische „Rollen“ der Haut am Rücken, was ja total charakteristisch dafür ist). Aber die Tierärztin scheint da nicht so drauf einzugehen. Sie sagt, solange er gut frisst und brav aufs Klo geht, ist alles okay – abgesehen von der vermuteten Gastritis, die jetzt mit Cortison behandelt wird.
Cortison wird ja auch bei Hyperästhesie eingesetzt, also dachte ich mir, egal was es von beidem ist, es müsste ihm eigentlich besser gehen. Aber leider gibt es nach 15 Tagen Behandlung absolut keine Besserung. Mein Kater ist total schlapp und hängt nur rum. Er will ständig ganz nah bei mir sein, obwohl er eigentlich gar nicht so der „Kletten-Typ“ ist. Außerdem leckt er sich zwanghaft die Vorderpfoten, sogar im Schlaf (auf einmal ist es, als würde ihn eine Fliege stechen, er schleckt kurz drüber und zack, schläft er weiter). Er ist eine reine Wohnungskatze, geht nie raus und hat auch keine Hautparasiten (Flöhe oder so).
Ich bin ehrlich gesagt total verloren und verstehe nicht, warum man die Ursache nicht findet. Ich merke schon, dass die Tierärztin das am liebsten auf die Psyche schieben würde (dass sich irgendwas im Umfeld verändert hat), aber es gab absolut keine Veränderungen – weder bei den Bezugspersonen, noch beim Futter oder beim Katzenstreu... deshalb schließe ich eine psychische Ursache eigentlich aus. Ich bin echt verzweifelt... Mich würde total interessieren, wie es den Katzen der anderen hier im Thread inzwischen geht. Ganz liebe Grüße!