Hallo zusammen,
ich schließe mich euch in dieser schweren Phase an, dem Abschiednehmen von unseren geliebten Schätzen. Ich musste diese Entscheidung erst vor Kurzem treffen, also vor 10 Monaten (für meinen Kater Wiky) und gestern wieder. Ich musste mich von meiner kleinen Isalys verabschieden, meiner 15-jährigen Maus, die ich damals auf ihren eigenen Wunsch hin adoptiert hatte. Sie kam aus dem Nichts und hat uns quasi belagert, damit wir sie aufnehmen. Sie schlich ums Haus herum, hat durch die Fenster und die Tür gemiaut, und nach ein paar Tagen hab ich gesagt: „Na gut, komm rein“ ... und so fing unsere Geschichte an!
Sie hatte ein Ödem in der Lunge und im Bauch, hat nichts mehr gefressen und kaum noch getrunken. Nach drei Tagen in der Klinik sagte mir die Tierärztin, dass die Entwässerungstabletten nicht so angeschlagen haben wie erhofft... dass es nur zwei Möglichkeiten gäbe: sie so zu lassen bis zum „natürlichen“ Ende, das bald gekommen wäre, mit Herzmedikamenten (wegen der Herzinsuffizienz), aber verbunden mit Qualen, oder sie einschläfern zu lassen... Also hab ich entschieden, sie noch mal mit nach Hause zu nehmen, um noch zwei Tage mit ihr zu verbringen, und sie dann zu Hause in meinen Armen erlösen zu lassen... so ist unsere Geschichte gestern zu Ende gegangen...
Genau wie ihr frage ich mich: Wer sind wir, dass wir über das Ende entscheiden dürfen? Wenn sie sprechen könnten, was würden sie an unserer Stelle wählen? Man fragt sich immer, ob man das Richtige getan hat, ob es noch Hoffnung gab. Dann sucht man nach Zweitmeinungen, die einem Hoffnung vorgaukeln und einem 700 € abknöpfen (das habe ich letztes Jahr erlebt), und während man sich an diese Hoffnung klammert, leidet die Katze nur noch mehr... Deshalb hab ich mich bei ihr dazu entschieden, meiner Tierärztin zu vertrauen, die sehr einfühlsam ist, und der Realität ins Auge zu blicken. Man muss stark sein und sich solchen Krankheiten stellen!
Mein Herz ist so schwer, glaubt mir, denn ich habe sie so sehr geliebt... aber irgendwann muss man sich trennen, und ich habe an sie gedacht, nicht an mich. Sie qualvoll ersticken zu sehen, hätte mich noch mehr fertiggemacht...
Ich hoffe, dass meine Erfahrung euch hilft, ein bisschen klarer zu sehen und eure Entscheidung zu treffen. Nur ihr kennt euer Tier gut genug, um zu wissen, wann es Zeit ist...
Viel Kraft euch, von einer trauernden Katzenmama mit gebrochenem Herzen...