Chronische/Akute Niereninsuffizienz Stadium 4...

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Hallo zusammen,

ich melde mich hier mal in der Community, um euch nach ein paar ehrlichen Tipps und Meinungen zu fragen :)

Also, meine kleine Kira ist jetzt dreieinhalb Jahre alt und war die letzten zwei Tage gar nicht gut drauf. Sie hat weniger gefressen, sich in der Wohnung eher zurückgezogen und vor allem gar nicht mehr gespielt (obwohl sie mich sonst immer mitten in der Nacht beim Spielen geweckt hat).

Ich bin dann eigentlich ganz zuversichtlich zum Tierarzt gefahren und dachte mir, sie ist bestimmt nur ein bisschen schlapp.

Tja, und dann bin ich mit der Diagnose CNI (Niereninsuffizienz) im Stadium 3 oder sogar 4 wieder rausgegangen!

Sie war jetzt 48 Stunden am Tropf, ihre Harnstoff- (60 mg/dl) und Kreatininwerte sind gesunken, sodass ich sie heute wieder nach Hause holen konnte.

Aber wie sieht ihre Zukunft jetzt aus? Sie muss jeden Tag Tabletten nehmen und bekommt spezielles "Renal"-Trockenfutter.

Muss ich mich darauf einstellen, dass ich die Zeit mit ihr nur noch ein paar Tage genießen kann? Wochen? Monate? Von Jahren traue ich mich gar nicht zu sprechen.

Wisst ihr vielleicht auch, warum das so verdammt schnell ging? Ich meine, vor Stadium 4 kommen ja noch 1, 2 und 3 – hätte ich das irgendwie früher merken können? Normalerweise ist das doch eher eine Krankheit für Katzen ab 10 Jahren, oder?

Ich danke euch jetzt schon für eure Antworten..

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    Danke nochmal für deine Antwort.

    Das ist auch so ein bisschen meine Einstellung: alles für sie zu tun, aber falls es irgendwann nur noch eine Qual für sie wäre, einfach für sie da zu sein und sie ganz sanft bis zum Ende zu begleiten.

    Übrigens habe ich am Mittwoch am frühen Nachmittag einen Termin, ich halte euch auf dem Laufenden.

    Was toll ist bei Kira: Sie ist überhaupt nicht scheu und versteckt sich nicht ständig. Nach ihrem ersten Medikament heute Morgen (das war total unkompliziert, weil es wie ein Mini-Leckerli ist), kam sie direkt zum Schmusen an, ganz von sich aus.

    Ich werde mal deine Methode mit dem Wasser und der Spritze testen. Ich habe auch gelesen, dass man die Kapsel etwas anfeuchten kann, damit sie beim Schlucken besser rutscht.

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    Wegen der Zweitmeinung: Danke, dass du das für sie machst. Nicht aufzugeben heißt ja nicht gleich, dass man es mit der Behandlung übertreibt. Hältst du uns auf dem Laufenden?

    Was die Medikamentengabe angeht: Im Futter finden Katzen das oft eklig und fressen dann meistens gar nichts mehr. Außerdem verlieren viele Tabletten ihre Wirkung, wenn man sie zerbricht oder zerreibt. Da bleibt dann nur die direkte Gabe ins Mäulchen. Da gibt es verschiedene Techniken, die zwar nicht schön, aber effektiv sind. Ich kündige das meiner Katze immer mit dem Wort „Medikamente“ an, damit sie nicht denkt, ich will nur kuscheln, und dann das Schmusen mit der Tablettengabe verwechselt. Am einfachsten ist es, wenn die Katze mit dem Rücken zu dir sitzt. Dann öffnest du das Mäulchen von der Seite mit dem Zeigefinger und schiebst die Tablette rein.

    Danach gibst du ihr mit einer Spritze ein bisschen Wasser, aber ganz vorsichtig, damit sie sich nicht verschluckt – genau wie bei Babys.

    Meine hat da überhaupt keine Lust drauf, bleibt aber ganz ruhig, wenn ich den „Sushi-“ oder „Burrito-Trick“ anwende: Ich setze mich mit ausgestreckten Beinen hin, lege ein großes Geschirrtuch oder Handtuch über meine Beine, nehme die Katze mit dem Rücken zu mir zwischen die Beine und schlage das Handtuch von beiden Seiten eng um sie, sodass die Schultern fest eingepackt sind und sie die Vorderpfoten nicht mehr bewegen kann. So habe ich beide Hände frei – eine zum Mäulchenöffnen, die andere für die Tablette. Das geht ruckzuck, in 5 Sekunden ist alles vorbei. Dann gibt’s Wasser und ich lobe sie ganz viel. Noch kurz streicheln und die Sache ist sofort vergessen.

    Ich sage ihr wie gesagt immer vorher Bescheid. Und natürlich mache ich vorher die Türen zu, in einem Raum ohne Versteckmöglichkeiten, weil man der Katze nicht hinterherjagen und sie unnötig stressen will.

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    Ja, genau, seit zwei Tagen hab ich das Gefühl, dass die Medikamentengabe für sie eine echte Qual ist...

    Ich werd noch weiter versuchen, die richtige Lösung für sie zu finden!

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    Ja, das stimmt, deshalb mache ich mir manchmal echt Vorwürfe, dass ich sein Problem nicht schon früher bemerkt habe...

    Aber na ja! Das Schwierigste ist gerade, ihm das Kalium zu geben. Ich verstehe echt nicht, was sich der Hersteller dabei gedacht hat, das Medikament in so eine Plastikkapsel zu stecken... Sogar wir Menschen bräuchten ein großes Glas Wasser, um die runterzubekommen, und selbst wenn ich die Kapsel öffne und das Pulver unters Futter mische, rührt sie es nicht an. Ich hab in Videos Tipps gesehen, dass man das Pulver in ein bisschen Butter oder Schleckpaste mischen kann, das teste ich morgen mal.

    Morgen früh direkt als Erstes mache ich einen Termin für eine Zweitmeinung aus...

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    Ja, stimmt schon, dass man die finanzielle Seite im Kopf haben muss, aber das war ja Teil des „Deals“, als ich mich für ein Tier entschieden habe.

    Ich werde jetzt einen Termin in einer großen, bekannten Tierklinik machen und halte euch dann auf dem Laufenden.

    Es ist echt total beunruhigend, weil sie sich gerade so verhält, als wäre alles okay... dabei vergiftet sie sich innerlich selbst...

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    Bei mir war es auch so, mein erster Tierarzt in Paris war eigentlich mein Vertrauens-Tierarzt. Tierarzt. Medizin.

    Anfang Mai 2015 hat er meine Katze für unheilbar erklärt. Er hat überhaupt keine Reha gemacht, gar nichts ... ich bin mit einem kleinen Panther nach Hause gegangen, der vor dem Sommer sterben sollte, und er hat angeboten, sie maximal 5 Wochen später bei mir zu Hause einzuschläfern.

    Ich bin dann woandershin gegangen.

    Ich hab das Prinzip verstanden.

    Nie wieder werde ich alles blind abnicken, selbst bei dem Tierarzt nicht, der meine Katze „gerettet“ hat.

    Eigentlich hat er nur ein ganz normales Protokoll befolgt. Mit Ergebniskontrolle. Meine Katze ist hier, 2 Jahre später. Immer noch da.

    Kritisches Denken muss man erst lernen, egal ob in der Human- oder Tiermedizin.

    Man muss natürlich auch das Geld für 3 Tage Infusionen usw. haben.

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    Ich hab's gerade mal versucht, aber die kleine Schlingelin mag kein Nassfutter, sie steht eher auf Salat haha!

    Da ich Chemiker bin, nehme ich einfach Spritzen ohne Nadel, um das Pulver von den Medis mit Wasser zu mischen und es ihr direkt einzugeben, das geht viel einfacher!

    Da ich in einer großen Stadt wohne, gehe ich vielleicht noch mal zu einem anderen Tierarzt für eine Zweitmeinung, dann bereue ich wenigstens nichts...

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    Naja, eigentlich sollte ich das ja auch gar nicht wissen müssen, ich bin ja überhaupt nicht vom Fach. Und ich hoffe halt immer noch, dass ich genau diesen Leuten vertrauen kann... 😔

    Sie hat jetzt über 48 Stunden am Tropf gehangen und er hat mir versichert, dass es nichts bringt, sie länger dazulassen. Ich glaube, er hat schon gemerkt, wie sehr mich die Situation mitnimmt, und wenn es nötig gewesen wäre, hätte er sie dabehalten – zumindest hoffe ich das...

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    Nur weißt du nach zwei Tagen halt nicht, wie weit sie eigentlich noch hätte sinken können, da der Tierarzt ja aufgehört hat. Normalerweise sind es 2 Tage (und bei so einer guten Reaktion wie bei deiner) + 3 Tage. Echt schade.

    Aber genießt die Zeit trotzdem.

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    Hallo, danke für deine Antwort. Ich habe gestern direkt beim Tierarzt nachgefragt, als ich sie abgeholt habe – also ob ihre Werte wieder in einen vernünftigen Bereich sinken, wenn man sie eine Woche am Tropf lässt. Er meinte aber, dass das in ihrem Stadium nicht mehr geht. Die Werte erreichen irgendwann eine Untergrenze und sinken dann nicht weiter. Ich glaube, ich werde jetzt einfach die Zeit mit ihr genießen und sie gut beobachten, jetzt wo ich über ihren Zustand Bescheid weiß. Und bei der kleinsten Veränderung fahre ich sofort zum Tierarzt...
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