Chronische/Akute Niereninsuffizienz Stadium 4...

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Hallo zusammen,

ich melde mich hier mal in der Community, um euch nach ein paar ehrlichen Tipps und Meinungen zu fragen :)

Also, meine kleine Kira ist jetzt dreieinhalb Jahre alt und war die letzten zwei Tage gar nicht gut drauf. Sie hat weniger gefressen, sich in der Wohnung eher zurückgezogen und vor allem gar nicht mehr gespielt (obwohl sie mich sonst immer mitten in der Nacht beim Spielen geweckt hat).

Ich bin dann eigentlich ganz zuversichtlich zum Tierarzt gefahren und dachte mir, sie ist bestimmt nur ein bisschen schlapp.

Tja, und dann bin ich mit der Diagnose CNI (Niereninsuffizienz) im Stadium 3 oder sogar 4 wieder rausgegangen!

Sie war jetzt 48 Stunden am Tropf, ihre Harnstoff- (60 mg/dl) und Kreatininwerte sind gesunken, sodass ich sie heute wieder nach Hause holen konnte.

Aber wie sieht ihre Zukunft jetzt aus? Sie muss jeden Tag Tabletten nehmen und bekommt spezielles "Renal"-Trockenfutter.

Muss ich mich darauf einstellen, dass ich die Zeit mit ihr nur noch ein paar Tage genießen kann? Wochen? Monate? Von Jahren traue ich mich gar nicht zu sprechen.

Wisst ihr vielleicht auch, warum das so verdammt schnell ging? Ich meine, vor Stadium 4 kommen ja noch 1, 2 und 3 – hätte ich das irgendwie früher merken können? Normalerweise ist das doch eher eine Krankheit für Katzen ab 10 Jahren, oder?

Ich danke euch jetzt schon für eure Antworten..

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    Ich hab mich vertan, der Harnstoff ist in µmol/l angegeben. Man muss das mit dieser Tabelle hier (boree.eu/conversion.xls) umrechnen, um die Werte in g/l zu bekommen.

    Beim ersten Blutbild zum Beispiel liegt der Harnstoffwert dann bei 68,4 g/l.

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    Das sind doch mal gute Neuigkeiten! Ich hoffe, dass es deiner Mieze weiterhin so gut geht.

    Uns wurde gar nicht so richtig gesagt, in welchem Stadium er ist. Erst hieß es, er würde keine zwei Tage mehr schaffen, und jetzt, 3 Jahre später, ist er immer noch da! Seine Harnstoff- und Kreatininwerte haben zwischen Februar und Mai 2014 total geschwankt, aber seitdem sind sie stabil geblieben.

    Ich beobachte die Krankheit meiner Katze super genau (wahrscheinlich sogar zu genau), ich hab sogar eine Grafik erstellt, um den Verlauf zu verfolgen 🙄. Da ich keine klare Antwort zum Stadium der Krankheit bekommen habe, poste ich dir hier mal die Grafik mit den Werten in mg/L für Krea und g/L für Harnstoff, falls du vergleichen willst. Der krasse Abfall der Werte kommt von der Infusion.

    Ich wollte das hier einfach mal erzählen, um zu zeigen, dass man diese Schätzungen zur Lebenserwartung nicht zu wörtlich nehmen sollte. Seitdem genießen wir die Zeit mit unserem Kater wahrscheinlich viel intensiver, weil wir uns sagen, dass alles ab jetzt quasi "Bonuszeit" ist. Aber wir hoffen natürlich trotzdem, dass er noch viele schöne Jahre vor sich hat, auch wenn wir wissen, dass sich sein Zustand jederzeit verschlechtern kann.

    Bei deiner Mieze ist es genau dasselbe: Es kann ein Jahr sein, aber warum nicht auch 10, wenn die Krankheit stabil bleibt!

    Was die Behandlung angeht: Wir müssen unseren Kater immer mitnehmen oder ihn jemandem anvertrauen, wenn wir wegfahren, damit er seine Medis jeden Tag bekommt. Ich glaube, dass die Regelmäßigkeit bei der Medikamentengabe echt viel für den Erfolg ausmacht.

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    Danke für die aufmunternden Nachrichten

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    Danke für deinen Erfahrungsbericht.

    Es ist echt interessant, mal eher positive Meinungen zu lesen. Du hast allerdings nicht dazu gesagt, in welchem Stadium der Krankheit deine Katze war, als sie wieder fitter wurde?

    Meiner geht es seit einem Monat besser. Ich war vor ein paar Tagen zur Nachkontrolle und war total gestresst, weil sie am Tag davor erbrochen hatte und sich schon wieder zurückgezogen hat! Aber letztendlich ist sie nach der Untersuchung der Kreatinin- und Harnstoffwerte wieder auf Stadium 3 runtergekommen. Dadurch steigt ihre Lebenserwartung von 35 Tagen auf ein ganzes Jahr!

    Mit dem Medikament (Semintra) klappt es ganz gut, weil das mit der Pipette in zwei Sekunden erledigt ist. Ich frage mich nur noch, wie ich das machen soll, wenn ich in den Urlaub fahre... Ein Freund von mir kommt zwar vorbei, um sich um sie zu kümmern, aber nur alle zwei Tage...

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    Die lange Version: Im Februar 2014 habe ich mich dazu entschieden, unseren Kater zum Tierarzt zu bringen: Er schien abgenommen zu haben, hat viel geschlafen, wurde mäkelig beim Fressen, fing an, an verschiedenen Stellen im Haus zu pinkeln und vor allem hat er sich immer öfter übergeben.

    Bei all diesen Symptomen hat der Tierarzt nicht lange für die Diagnose gebraucht und nach einer Blutuntersuchung kam dann das Ergebnis: schwere Niereninsuffizienz. Und klar, wenn erst mal all diese Symptome da sind, ist die Krankheit schon fortgeschritten. Die Harnstoff- und Kreatininwerte waren so hoch, dass man uns gesagt hat, dass er das Wochenende vielleicht gar nicht überlebt.

    Er kam dann trotzdem an den Tropf, um zu versuchen, ihn zu retten. Es gab zwei Möglichkeiten: Entweder es ist ein Nierenversagen wegen Nierensteinen – in dem Fall sollten die Werte schnell wieder sinken und alles wird normal, sobald die Steine weg sind – oder die Werte sinken zwar, bleiben aber hoch, und dann ist es eine CNE (Chronische Nierenerkrankung).

    Am nächsten Tag dann der Anruf: Die Werte sind zwar noch hoch, aber schon deutlich gesunken. Wir machen mit der Infusion weiter, um zu sehen, wie weit wir sie noch runterbekommen.

    Nach einer Woche in der Klinik durften wir unseren Kater wieder mit nach Hause nehmen. Die Werte schienen stabil, lagen aber immer noch etwas über der Norm, also ist es eine CNE. Er braucht jetzt spezielles Futter (bei uns ist es das k/d Trockenfutter von Hill's) und eine lebenslange Behandlung (Fortekor + Renosan). Ein paar Tage später war eine Kontroll-Blutuntersuchung geplant, um zu sehen, ob die Krankheit auch wirklich stabil bleibt.

    Ein paar Tage später dann die Ergebnisse der Kontrolle: Die Werte sind wieder gestiegen. Wir hatten es schon befürchtet, weil er wieder nichts mehr gefressen hat und sich ständig in Ecken verkrochen hat, wo er sonst nie hinging. Uns wurde das Einschläfern vorgeschlagen, aber ich hab das erst mal abgelehnt, weil ich noch ein bisschen abwarten wollte.

    Er war damals total schwach, wir haben gefühlt, dass es zu Ende geht und waren jederzeit bereit, den Termin zu machen, um sein Leiden zu beenden. Wir waren verzweifelt und haben alles versucht, um ihn zum Fressen zu bewegen, aber nichts zu machen – er wollte nicht mal Thunfisch (früher kam er sofort angerannt, sobald man eine Dose aufgemacht hat). Uns ist aber aufgefallen, dass er den Saft aufgeleckt hat. Mein Partner hat dann Mousse-Futter gekauft. Durch das Aufschlecken hat er dann doch was gefressen und kam so langsam wieder zu Kräften.

    Das haben wir über mehrere Tage und Monate so durchgezogen, zusammen mit seinen Medikamenten. Er hat langsam wieder zugenommen und wurde stärker, hat jeden Tag ein bisschen mehr gefressen. Schließlich kam der Appetit richtig zurück. Wir konnten ihm dann auch das Spezialfutter für seine Krankheit geben und er hat es gefressen.

    Seit 3 Jahren ist er jetzt wieder topfit: Er spielt, will schmusen, frisst gut und wartet jeden Morgen schon gierig auf seine Tablette, die er mit ein bisschen Nassfutter bekommt!

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    Ansonsten, hier ist unser Erfahrungsbericht zum Thema CNI.

    Jeder Fall ist anders, aber ich möchte trotzdem unsere Erfahrung mit unserem Kater teilen, der auch seit 2014 CNI hat. Ich will allen Hoffnung machen, die – so wie wir vor 3 Jahren – die Foren nach Infos und Trost durchforsten. Damals hätten wir uns so sehr über positive Berichte gefreut, aber stattdessen haben wir nur Geschichten mit traurigem Ende gefunden.

    Ich schreibe zwei Versionen: eine kurze für alle, die es direkt auf den Punkt mögen, und eine lange für die, die alle Details wissen wollen.

    Kurzversion: Unser Kater, damals 8 Jahre alt, hat 2014 eine Nierenkrise überlebt. Er war eine Woche lang in der Tierklinik am Tropf und bekommt seitdem täglich Medikamente (Fortekor + Renosan) und spezielles Futter. Klar, man muss das nötige Kleingeld haben: Über 1000 € hat der Klinikaufenthalt gekostet, und dazu kommen die lebenslangen Kosten für die Behandlung und das Spezialfutter, das auch nicht gerade günstig ist.

    Unser Kater ist jetzt 11 und es geht ihm super. Wir lassen seitdem regelmäßig das Blut untersuchen (erst alle 6 Monate, dann jährlich), um die Harnstoff- und Kreatininwerte zu checken. Die Werte liegen zwar ganz leicht über der Norm, sind aber stabil. Seit 2014 musste er nicht mehr an den Tropf. Alles ist möglich, gebt die Hoffnung nicht auf!

    (Sorry, ich teile das in mehrere Posts auf, weil die Nachricht sonst zu lang ist.)

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    Und, wie sieht’s jetzt einen Monat später aus? Gibt’s was Neues bei dir?

    Wegen der Behandlung: Keine Panik! Am Anfang ist es echt hart, aber mit der Zeit gewöhnt sich die Katze dran und man selbst kriegt den Dreh raus. Wir haben uns am Anfang auch total abgemüht, unserer Katze ihre Tablette zu geben, aber mittlerweile läuft das wie geschmiert. Wir müssen ihr zwei Medikamente geben: eine Tablette und eine Kapsel, die man öffnen und den Inhalt über ein bisschen Nassfutter streuen kann. Wir schieben ihr also erst die Tablette in den Hals – da ist sie mittlerweile echt brav, weil sie genau weiß, dass es danach... Futter gibt! Das andere Medikament wird dann zusammen mit dem Nassfutter gierig mitgefressen!

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    Hallo zusammen,

    wie versprochen melde ich mich nach dem zweiten Termin wieder bei euch.

    Echt gute Klinik übrigens, die nehmen sich Zeit und hören einem wirklich zu. Kira hat nochmal ein Blutbild bekommen (weil der Tierarzt davor den Phosphorwert nicht gecheckt hatte) und einen Ultraschall.

    Sie stabilisiert sich gerade, ich soll in einem Monat wiederkommen. Aber die Ärztin meinte, sie bleibt in Stadium 4, mit viel zu kleinen Nieren, die einfach kaputt sind. Sie sagte, dass das Ganze wegen ihres Alters und der Größe der Nieren wohl angeboren ist.

    Allerdings hat sie mir auch gesagt, dass die Lebenserwartung im Schnitt nur noch bei etwa 35 Tagen liegt.

    Ich werde die Zeit jetzt einfach genießen, sie nach Strich und Faden verwöhnen und mich damit trösten, dass sie keine Schmerzen hat...

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    Ich halte euch auf dem Laufenden, der Termin ist am Mittwoch. Ich bin echt gespannt auf die Zweitmeinung.

    Ja, das ist sie. Ich wohne alleine und sie war von Anfang an total verschmust, sie weicht mir nicht von der Seite... Da schließt man sie natürlich total schnell ins Herz!

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    Teemteem
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    Ja, das mit dem Anfeuchten der Kapsel ist ein super Tipp, besonders weil meine die auch gerne mal wieder ausspuckt. Durch das Wasser klebt die Hülle dann richtig gut, also tunke ich sie kurz ein und hopp!

    Ich bin gespannt auf dein Update nach dem neuen Termin und hoffe auf positive Nachrichten, egal ob kurz- oder mittelfristig. Es wäre gut, mit den Infusionen dranzubleiben, denn wenn die Werte sinken, bedeutet das noch einige Monate mehr für sie, vielleicht sogar noch länger. Wenn sich gar nichts ändert, weißt du wenigstens Bescheid und kannst sie in ihrer letzten Phase begleiten.

    Deine kleine Maus sieht übrigens total süß aus ...

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