Wie bringe ich einem zu früh von der Mutter getrennten Kätzchen das Beißen ab?

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Hallo zusammen, also seit etwa Juni/Juli 2015 habe ich ein Kätzchen von einer Familie übernommen, die es abgeben wollte. Zuerst hieß es, ich könne ihn holen, wenn er entwöhnt ist (was ja völlig normal ist), aber schon drei Tage später hieß es plötzlich, er sei so weit. Ich bin dann hin und hab ihn geholt, ohne groß nachzudenken – was ein Fehler war! Er war winzig, ich schätze mal höchstens 1,5 bis 2 Monate alt.

Er war total verängstigt und hat sich die ganze Zeit hinter dem Sofa versteckt. Und heute ist sein Verhalten einfach nicht mehr tragbar. Er kann nicht raus, weil wir in der Nähe von vielen Straßen wohnen, die auch in andere Viertel führen. Er hat schon total viel von den neuen Tapeten und die Treppe (alles voller Kratzer) ruiniert. Er nuckelt immer noch an einer alten Decke und ist höchstens mal kurz nach dem Aufwachen lieb (aber nur ganz kurz). Und manchmal laufen wir barfuß durchs Haus und er stürzt sich auf uns, greift uns ohne Grund an! Die Beine meiner Mutter sind übersät mit Kratzern und Bissen, es ist echt nicht mehr zum Aushalten, und deshalb brauche ich eure Hilfe. Ich habe schon alles versucht: ihn für 1-2 Minuten in einen anderen Raum sperren, damit er sich beruhigt, aber sobald ich wieder aufmache, geht er direkt wieder auf mich los. Manchmal pinkelt er sogar aus Protest überall hin, und noch so vieles mehr... Ich weiß echt nicht mehr, was ich tun soll. Dazu kommt, dass er diesen Sommer bestimmt raus und weglaufen will, und ich weiß genau, dass er nicht zurückkommt. Wenn das so weitergeht, muss ich mich schweren Herzens von ihm trennen, ich brauche echt dringend Hilfe! HILFE!

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3 Antworten
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    Malkia Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
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    Hallo, ich will ja keinem (angehenden) Tierarzt widersprechen, aber so ein Glöckchen ist für mich echt Tierquälerei. Stell dir mal vor, du hättest bei jeder Kopfbewegung so ein fieses Klingeln direkt in den Ohren?

    Ich würde noch ergänzen, dass du die „Katzenmama“ spielen kannst, um ihn bei einer Attacke zu beruhigen: Du legst ihn auf den Rücken, einen Finger auf jede Seite vom Hals – natürlich ohne ihn zu würgen! – und hältst ihn so lange fest, bis er ruhig wird. Dann lässt du ihn los. Normalerweise verzieht er sich dann. Falls er wieder angreift, machst du das Ganze einfach nochmal, so oft wie nötig. Die Methode wirkt echt Wunder und man muss es meistens gar nicht lange machen.

    Falls dir das zu grob erscheint, kannst du es stattdessen erst mal damit versuchen, ihm Wasser ins Gesicht zu sprühen, wenn er angreift. Der Haken ist nur, dass man die Sprühflasche immer parat haben muss^^

    Aber eigentlich ist die Ideallösung meiner Meinung nach ein Spielgefährte, am besten ein etwas älterer, der gut sozialisiert ist und sich nicht alles gefallen lässt. Der bringt ihm dann schon Manieren bei^^

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    Hallo, vielen Dank für deine Nachricht, ich probiere das direkt mal aus :) und halte dich auf dem Laufenden.

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    ProvetoJuniorConseil
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    Verifizierter Experte
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    Hallo,

    dieses Verhalten kommt oft bei Kätzchen vor, die nicht richtig entwöhnt wurden. Ihnen fehlt dann die wichtige Erziehung durch die Mutter, vor allem was Geduld und der Umgang mit Frust angeht. Außerdem ist es echt schwieriger, das Verhalten einer Katze umzulenken als das eines Hundes.

    Du müsstest schauen, dass du die Umgebung deiner Katze ein bisschen spannender gestaltest (das nennt man Enrichment):

    - Kratzmöglichkeiten verhindern, dass deine Katze an Stellen kratzt, wo sie es nicht soll. Wenn dein Schatz nicht von alleine an die Kratzbretter geht, kannst du mal versuchen, Oliven oder ein bisschen Olivenöl draufzureiben (Katzen lieben den Geruch total!). Oder du zeigst es ihr vorsichtig, indem du ihre Pfötchen sanft drüberstreichst, damit sie dort ihren eigenen Geruch hinterlässt und so eher dazu animiert wird, die Stelle zu nutzen. Am besten stellst du die Kratzmöbel erst mal direkt neben die Stellen, an denen sie vorher gekratzt hat. Katzen kratzen meistens an Orten, die im Haus gut sichtbar sind – es bringt also nichts, die Kratzbretter irgendwo versteckt in eine Ecke zu stellen, da geht sie dann nicht dran. Später kannst du sie dann Stück für Stück dorthin schieben, wo sie dich weniger stören. Wichtig: Die Kratzbretter sollten etwa 30 cm über dem Boden hängen, damit die Katze sich beim Kratzen ordentlich strecken kann.

    - Spielzeug wie Katzenangeln, kleine Plüschmäuse etc. können den Spiel- und Jagdtrieb fördern. So kann sie sich beim Spielen auspowern und hat weniger Lust, dich zu attackieren.

    - Kratzbäume sind auch super, um Katzen zu beschäftigen, die nicht rausgehen können: Sie können klettern, sich verstecken und eben auch ihre Krallen daran wetzen.

    - Es ist auch wichtig, dass die Katze aus dem Fenster schauen kann, das kann sie eine ganze Weile lang gut beschäftigen.

    - Es gibt sogar spezielle Tablet-Apps für Katzen, die den Spieltrieb fördern. Viele Katzen sind davon total fasziniert und versuchen, mit den Pfoten nach den Dingen auf dem Bildschirm zu tatschen.

    - Dann gibt es noch Futterspiele, bei denen du das Futter versteckst oder verteilst. So braucht sie länger für die „Jagd“ nach dem Fressen und ist geistig gefordert.

    - Ein zweiter Spielgefährte, also eine andere Katze, könnte sie ebenfalls davon ablenken, dich anzugreifen.

    - Es wurde auch gezeigt, dass ein Glöckchen am Halsband Aggressionen mindern kann, weil die Katze dann merkt, dass sie lokalisiert werden kann.

    Falls das Problem bestehen bleibt, zögere nicht, einen Tierarzt für Verhaltenstherapie aufzusuchen. Der kann dich ganz gezielt zum Charakter deiner Katze beraten.

    Viel Erfolg und liebe Grüße,

    Charlotte – Tiermedizinstudentin an der École Nationale Vétérinaire d'Alfort (EnvA), Beauftragte für ProVéto Junior Conseil (die Junior-Beratung der EnvA) http://proveto.net/

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