Mein Kater Titi ist 9 Jahre alt. Vor etwas mehr als 2 Jahren wurde bei ihm CNI im Stadium 3 diagnostiziert. Der Tierarzt hat mir damals geraten, ihn mit Renal-Trockenfutter zu füttern und ihm 1x am Tag Semintra zu geben. Die 2 Jahre liefen eigentlich ziemlich gut. Er hatte sogar von 4 kg auf 7 kg zugenommen. Vor ca. einer Woche hat Titi dann aufgehört zu fressen, sein Fell war total stumpf und er hatte richtig fiesen Mundgeruch. Er hat sich nur noch zurückgezogen. Ich bin dann sofort zum Tierarzt, der mir sagte, dass er jetzt im Stadium 4 ist (Kreatinin, Harnstoff und Phosphat waren so hoch, dass die Maschine sie gar nicht mehr messen konnte). Er hatte auch schlimme Geschwüre unter der Zunge. Er hat also ein akutes Nierenversagen zusätzlich zur chronischen Sache. Die Prognose vom Tierarzt ist mehr als schlecht, eigentlich total pessimistisch, und er hat sogar schon übers Einschläfern gesprochen. Der Tierarzt meinte, das akute Nierenversagen könnte von Nierensteinen kommen. Beim Ultraschall hat er dann tatsächlich große Steine gesehen. Wir sind dann direkt in die Tierklinik. Titi wurde nochmal geschallt: Die linke Niere ist quasi nicht mehr vorhanden und die rechte ist zwar noch recht groß, sieht aber unregelmäßig aus. Das eigentliche Problem liegt aber woanders. Die Klinik hat geraten, ihn für 48h dazubehalten und an den Tropf zu hängen. Er hat auch Cortison und ein Breitbandantibiotikum gespritzt bekommen. Nach knapp 48h (so ca. 30h) sind die Werte zwar gesunken, aber nicht genug. Man kann sie jetzt zwar wieder messen, aber sie sind immer noch am oberen Anschlag. Der Tierarzt hat die Infusion dann beendet und uns erklärt, dass man ihn nicht unnötig quälen sollte und dass es wohl zu Ende geht, da er auch gar nichts mehr frisst. Er hat ihm höchstens noch eine Woche gegeben. Er hätte ihm eine Magensonde legen können, hat das aber nicht wirklich empfohlen. Wir haben uns dann entschieden, ihn mit nach Hause zu nehmen, um für ihn da zu sein und ihm seine letzten Tage so schön wie möglich zu machen. Titi ist also wieder daheim. In den ersten 3 Tagen bin ich trotzdem 2x täglich zum Tierarzt gefahren, damit er Spritzen gegen die Schmerzen (Morphium) und gegen das Erbrechen bekommt. Ich habe angefangen, ihn zu füttern (Fischsuppen für Katzen) und ihm fast jede Stunde mit der Pipette Wasser zu geben + das Semintra. Der Tierarzt hat mir dann empfohlen, es mit Renal Liquid zu versuchen. Titi hat das am Anfang auch echt gut angenommen. Nach 3 Tagen kam er wieder ein bisschen zu Kräften, sogar der Tierarzt war total überrascht. Die Prognose wurde von ein paar Tagen auf ein paar Wochen korrigiert. Er hat dann entschieden, das Morphium abzusetzen, aber das Mittel gegen Übelkeit beizubehalten. Heute ist der erste Morgen ohne Morphium und ich finde, Titi hängt total durch und es ist extrem schwer, ihn zu füttern. Er sabbert richtig aus dem Maul. Außerdem rennt er ständig zum Katzenklo, ohne dass wirklich Pipi kommt. Und er hatte seit mindestens 3 Tagen keinen Stuhlgang mehr. Was soll ich tun? Vielen Dank für eure Antworten!
Chronische Niereninsuffizienz (CNI) beim Kater – brauche dringend euren Rat!
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Hallo. Ich habe leider keine Lösung für dich, aber ich schicke dir ganz viel Mitgefühl, das ist wirklich tapfer von dir.
Meine Seniorin hatte auch mal Probleme mit den Harnwegen und eine Blasenentzündung, wir hatten solche Angst, sie zu verlieren.
Bei uns sind Katzen wie unsere Kinder, sie sind unser Ein und Alles.
Das ist echt eine total schwere Situation, ich mag mir gar nicht vorstellen, wie du dich fühlst.
Ich wünsche ihm, dass er noch so lange wie möglich lebt, er scheint ja trotz allem zu kämpfen.
Viel Kraft für diese schwere Zeit.
Gib nicht auf!
Hallo,
das tut mir echt leid für dich und für ihn. CNI ist eine fiese Sache, die leider so viele Katzen dahinrafft. Ich glaube auch, dass ihn sanft gehen zu lassen jetzt die beste Lösung und der letzte Liebesbeweis für ihn ist. Ganz viel Kraft für dich – wir alle hier im Forum wissen, wie schwer diese Entscheidung ist. Halt uns bitte auf dem Laufenden. Viel Kraft!
Danke nochmal für deine Antwort. Sie war zwar echt hart zu lesen, aber sie hilft mir. Ich kann es einfach noch nicht wahrhaben, weil die Katze quasi mein ganzes Leben ist. Ich weiß eigentlich schon, was der Tierarzt machen wird, aber ich wollte mich an jeden noch so kleinen Strohhalm klammern. Ich denke, ich gehe morgen nochmal hin und nehme mir die Zeit, um in Ruhe mit ihm darüber zu sprechen.
Nutrigel bekommst du beim Tierarzt. Aber ganz ehrlich, nach dem, was du so beschreibst und da die Werte gar nicht mehr messbar sind, hab ich echt Angst, dass es aufs Ende zugeht. Ich sag dir das, weil ich leider mal vier Katzen gleichzeitig mit CNI (chronischer Niereninsuffizienz) hatte und am Ende waren das genau die Anzeichen dafür, dass die Nieren versagt haben. Da ich das schon viel zu oft durchmachen musste, weiß ich, wie verdammt schwer diese Entscheidung ist. Man hat das Gefühl, man wäre selbst schuld an ihrem Tod, man macht sich Vorwürfe – aber man würde sich noch viel mehr Vorwürfe machen, wenn man sie weiter leiden ließe, nur um noch ein oder zwei Tage rauszuschinden ... Sie haben es nicht verdient zu leiden, sondern friedlich in unseren Armen einzuschlafen.
Was die Infusionen angeht, helfen die zwar normalerweise, um sie wieder etwas aufzupäppeln, aber wenn es wirklich zu Ende geht, bauen sie direkt am nächsten Tag wieder total ab. Und wenn der Tierarzt ihn schon unter Morphium gesetzt hat, dann heißt das, dass er bereits starke Schmerzen hat.
Ich versteh total, dass du dich an jeden noch so kleinen Funken Hoffnung klammerst, das machen wir alle durch. Aber man kann das Unmögliche nicht erzwingen. Sag dir einfach, dass dein Kater das Glück hatte, bei einer so tollen Katzenmama zu landen, die sich so gut um ihn gekümmert hat. Gib ihm diese Liebe bis zum Schluss, das ist das schönste Geschenk, das wir ihnen noch machen können.
Das Schwerste ist, die Entscheidung zu treffen, und nur du allein kannst das für ihn tun.
Frag deinen Tierarzt mal, was er machen würde, wenn es seine eigene Katze wäre. Das hilft oft dabei, eine Entscheidung zu treffen.
Hallo zusammen,
danke für eure Unterstützung und eure Tipps. Ich bespreche das dann morgen mit dem Tierarzt. Wo kriege ich das Nutrigel plus her? Titi wiegt so ca. 5 kg, er hat also ungefähr 2 kg abgenommen.
Das ist echt ein Unterschied wie Tag und Nacht im Vergleich zu gestern. Ich weiß nicht, ob es am Absetzen vom Morphin liegt, aber er ist tatsächlich den ganzen Tag total schlapp (er schläft eigentlich nur). Er versucht aber nicht, sich zu verstecken, und wenn er mal läuft (was eher selten vorkommt), klappt das eigentlich ganz gut, abgesehen von einem leichten Humpeln. Ich hab das Gefühl, dass der Aufenthalt beim Tierarzt wegen der Infusion alles eher schlimmer gemacht hat. Vorher hat er zwar fast nichts mehr gefressen, aber immerhin noch ein kleines bisschen, und er war noch recht munter (auch wenn er noch nie der Aktivste war). Als ich ihn wieder abgeholt habe, war er total schwach, konnte kaum laufen und hat gar nichts mehr gefressen.
Ich hab ihn so lieb, dass es mir echt schwerfällt, die Entscheidung zum Einschläfern zu treffen, weil ich mich so an die Hoffnung klammere. Ich hoffe, ich mache das Richtige für ihn.
Danke nochmal.
Es tut mir wirklich leid für deinen Kleinen, ich kenne das Thema leider nur zu gut.
Phytophale und Rubenal sind Ergänzungsmittel, um die Nieren zu entlasten, aber das gibt man eigentlich zusätzlich zu den Medikamenten, die dein Tierarzt wegen seiner CNI verschrieben hat. Wenn es bei ihm wieder bergauf geht, kannst du ihm das morgens und abends geben, das kann nicht schaden, ganz im Gegenteil.
Um zu versuchen, seinen Appetit wieder anzuregen, probier mal Nutri-plus Gel. Das ist ein super Aufbaumittel für Katzen, die nicht fressen wollen oder in der Genesungsphase sind. Man gibt davon morgens und abends so etwa 2 cm, und das so gut es geht, falls er sich nicht direkt wieder fängt. Ich habe damit schon einige meiner Katzen gerettet und es hilft wirklich dabei, den Appetit anzuregen. Füttere ihn ruhig weiter mit der Spritze zu, sonst hält er nicht mehr lange durch.
Leider ist es in Phase 4 echt schwer, dass sie sich wieder berappeln, aber bei Katzen habe ich gelernt, niemals die Hoffnung aufzugeben, weil sie manchmal wieder fit werden, selbst wenn man dachte, es geht zu Ende. Wenn du aber merkst, dass er nur noch apathisch rumliegt, sich versteckt und sich kaum noch auf den Beinen halten kann, dann begleite ihn auf seinem letzten Weg, damit er ohne Leiden gehen kann. Das ist am Ende nämlich eine Krankheit, die schreckliche Schmerzen verursacht. Zögere dann nicht, wenn der Moment gekommen ist, aber solange es noch Hoffnung gibt, halte daran fest.
Viel Kraft!
Hallo zusammen,
vielen Dank für eure Antwort. Mir ist absolut klar, dass die Sache mit Titi echt kompliziert ist. Aber ich hab noch nicht das Gefühl, dass er schon am Ende ist, denn trotz seiner extremen Schlappheit und dass er sich weigert, irgendwas zu fressen, ist er noch ziemlich aufmerksam und zeigt sonst keine Anzeichen von Schmerzen. Vielleicht mache ich mir auch was vor. Der Tierarzt war gestern viel optimistischer als ich und hat mir wieder ein bisschen Hoffnung gemacht, die jetzt aber langsam wieder schwindet. Ich kann mich einfach noch nicht damit abfinden. Soll ich ihn weiter mit der Pipette füttern? Oder die Abstände vergrößern? usw. Ich will ihn ja nicht quälen.
Ich weiß auch, dass der Tierarzt sein Bestes gibt und ein offenes Ohr für uns hat. Ich glaube auch, dass es für ihn schwer ist, zur Einschläferung zu raten. Ich habe mich auch gefragt, ob es Mittel gibt, um den Appetit anzuregen. Ich habe zum Beispiel öfter mal was über Phytophale (glaube ich) und Rubenal gelesen. Ich will nicht auf eigene Faust rumdoktorn, aber ich würde das morgen gerne bei meinem Tierarzt ansprechen. Ich wollte euch um Rat fragen, wie ich das am besten angehe, um etwas zu finden, das Titi hilft. Danke euch.
Hallo,
der Fall deines Katers ist wirklich kompliziert. Du und die Tierärzte setzt alles daran, dass er so lange wie möglich lebt, und das ist echt selten.
Für einen Tierarzt ist es auch total schwer, zur Einschläferung zu raten. Das ist ja quasi das Eingeständnis, dass es für den Patienten keine Lösung mehr gibt. Die meisten machen den Job ja, damit ihre Patienten so lange wie möglich unter den besten Bedingungen leben können.
Es ist schon toll, dass dein Kater mit dieser Krankheit zwei Jahre durchgehalten hat. Die letzten Ereignisse zeigen, dass er ein echter Kämpfer ist.
Dass er keinen Kot mehr absetzt, ist echt problematisch. Wenn da alles verstopft ist, bekommt er irgendwann Schmerzen. Wegen der Nieren hat er ja eh schon Schmerzen, da sollte man ihm nicht noch mehr zumuten. Da dein Kater schon Spezialfutter bekommt und viele Medikamente nimmt, fände ich es gefährlich, jetzt irgendwelche Hausmittelchen zu testen, die man so findet. Am besten rufst du mal in deiner Tierklinik an. Die können dir bestimmt ein anderes Futter, ein Medikament oder eine Technik empfehlen, um da nachzuhelfen.
Seine Gesundheit ist momentan sehr zerbrechlich. Du willst nur das Beste für ihn, so wie du es immer getan hast. Wie du schon sagst, hat er eine schwere Erkrankung und ist am Ende seines Weges angekommen. In diesem Stadium ist die Dosierung der Behandlungen nicht einfach und oft muss man einfach von Tag zu Tag schauen.
Viel Kraft und liebe Grüße,
Solène
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