Mein Welpe weint, heult, bellt die ganze Nacht – ich schlafe seit Tagen nicht mehr...

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Hallo nochmal!

Also, hier ist unsere Situation...

Cendre ist fast 10 Wochen alt. Sie ist jetzt seit fast zwei Wochen bei uns. Sie ist nicht leicht zu erziehen, aber wir bleiben dran und finden Lösungen, die für alle angenehm sind. Sie scheint hyperaktiv zu sein (wechselt alle 5 Sekunden die Beschäftigung, rennt überall rum, braucht ständig Aufmerksamkeit...). Bei den Beißproblemen zum Beispiel klappt die „tote Hand"-Technik super – wir hören einfach auf zu spielen, und sie versteht das... Wenn sie Unsinn macht, kann man sie unmöglich schimpfen: Selbst wenn man die Stimme sehr laut hebt oder sie ruhig hält, nützt das gar nichts – sie setzt sich durch. Die sanfte Methode funktioniert also besser als Strafe. Wenn sie zu aufgedreht ist, beruhigen wir sie, indem wir ihr ins Ohr flüstern, und dann wird's besser... Sie zu schimpfen macht sie im Gegenteil nur noch aufgeregter...

Aber wir haben gerade ein großes Problem. Sie schläft nachts immer weniger. Tagsüber haben wir ihr im Garten ein kleines Häuschen eingerichtet, die Tür ist weit offen, sie hat also den ganzen Tag Sonne, kann sich aber auch in den Schatten legen, sie hat ihr Körbchen, eine große Decke, all ihr Spielzeug sowie Futter und Wasser nach Bedarf (sie rationiert sich selbst ganz alleine). Wenn wir abends nach Hause kommen, beschäftigen wir sie intensiv: einfache Übungen (Sitz, Platz, Komm, Bleib...) mit Belohnungen. Wir lassen sie in ihre Spielsachen beißen, lassen sie im Garten rennen, streicheln sie, reden mit ihr... sie macht ein paar Dummheiten, aber das erscheint mir normal...

Aber sie schläft kaum, und wenn sie nicht schläft, weint sie, heult, bellt und kratzt so heftig an der Tür, dass ich heute Nacht sogar dachte, sie wäre die Treppe runtergefallen. Am Anfang haben wir sie bei uns schlafen lassen (wir leben in einer WG, also hatten wir nicht viele Zimmer zur Auswahl). Leider habe ich kein richtiges Bett – meine Matratze liegt direkt auf dem Boden (ich wohne unterm Dach, japanisch-style), also besetzt sie unser ganzes Bett, kaut mir und meinem Freund die Haare und beißt mich sogar ins Gesicht!!! Ihr das Bett zu verbieten ist schwierig, weil wir auf der gleichen Höhe wie sie schlafen – das ist wirklich ein Problem... Also haben wir ihr ein kleines Zimmer gegenüber unserem eingerichtet (ein Mitbewohner ist ausgezogen). Nicht zu groß, ziemlich leer (damit sie keinen Unsinn macht), mit ihrem Körbchen, ihrem Spielzeug, Wasser... Wir bringen sie vor uns ins Bett und beruhigen sie so gut wir können, aber sobald wir die Tür schließen, weint und heult sie mindestens 20 Minuten.

Heute Nacht hat sie fast ohne Unterbrechung geheult. Sie hat vielleicht insgesamt 1 bis 2 Stunden geschlafen... Unser Haus ist ein Reihenhaus, unsere Nachbarn und Mitbewohner schlafen deswegen auch nicht mehr... Ich bin völlig erschöpft, ich schlafe schon seit Nächten nur in Einzel-Stunden und es fällt mir immer schwerer, die Ruhe zu bewahren...

Was sind eure besten Tipps, damit mein Welpe nachts weniger ängstlich ist und wenigstens ein paar Stunden am Stück schläft? (Einmal oder zweimal aufstehen ist kein Problem für mich, aber 8 oder 10 Mal... das halte ich nicht mehr durch...)

Ich danke euch riesig für eure lieben Ratschläge.

Bis bald!

Kyrieh.

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26 Antworten
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    Du musst sie so früh wie möglich rausbringen. Gassi gehen + die Welt erkunden + Treffen mit Artgenossen, das würde ihr richtig gut tun. Wenn die Beißhemmung schon klappt, ist der Hund nicht hyperaktiv, sondern einfach nur jung und quirlig. Mein Hund war in den ersten Wochen auch echt anstrengend und hat kaum geschlafen, aber das hat sich dann irgendwann gegeben ... -_-'

    Ein interessanter Link zum Thema Alter für die ersten Runden & Impfungen: http://conseilsveterinaire.com/faut-il-sortir-son-chiot-avant-ou-apres-le-rappel-de-vaccin/

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    Hallo Kyrieh!

    Ein BBS ist ein extrem aktiver Hund. Wenn du mal im Netz schaust, wirst du sehen, dass sie oft als Arbeitshunde eingesetzt werden.

    Ich kenne die Rasse gut und glaub mir, sie passen sich zwar an unser Leben an, aber sie brauchen echt Auslastung!

    Das Wichtigste zuerst: Lass dich bloß nicht entmutigen!

    Wenn man mal kurz drüber nachdenkt: Die kleine Maus ist gerade erst bei dir eingezogen und ist jetzt plötzlich den ganzen Tag allein (keine Geschwister mehr, keine Eltern). Das ist ein Riesenschock und klar, abends will sie sich dann einfach nur noch auspowern!

    Zur Info: Mit zwei Monaten hat sie die erste Impfung. Auch wenn der Schutz noch nicht perfekt ist, kann sie mit ein paar Vorsichtsmaßnahmen schon raus.

    Du musst sie also morgens und abends rausbringen und beschäftigen (Hundebegegnungen, Spielen, Gassi gehen).

    Was die Nacht oder das Alleinbleiben angeht, kannst du mal probieren, ihr einen Kong mit Leckerlis zu geben, an die sie schwer rankommt. Damit ist sie dann eine Weile beschäftigt. Du kannst auch ein Schutzgitter nutzen, statt die Tür ganz zuzumachen. Das wirkt nicht so einengend und sie fühlt sich nicht so einsam.

    Unterm Strich: Versuch einfach, ihr das Gefühl der Einsamkeit zu nehmen... Geh ganz, ganz oft mit ihr raus und bleib immer mit Freude dabei.

    Ein Weißer Schäferhund ist sowieso ein extrem aktiver Hund...

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    Ich hab das Gefühl, dass deine Hündin oft alleine ist und sich nicht genug auspowert; abends solltest du eine große Runde mit ihr drehen.

    Stimmt, tagsüber arbeiten wir, daher sind wir nicht da... aber abends, von 19 Uhr bis wir schlafen gehen (also 23 Uhr oder Mitternacht), sind wir die ganze Zeit bei ihr, jede Sekunde, und wir spielen viel mit ihr. Wir gehen noch nicht mit ihr spazieren, ich glaube, sie ist noch zu jung, oder? Müssen wir dafür nicht erst die Impfung im 3. Monat abwarten? Gestern haben wir ihr ihr Halsband angezogen, damit sie sich schon mal dran gewöhnt, in Vorbereitung auf die Gassirunden. Die Leine mag sie allerdings noch überhaupt nicht, aber wir werden sie ganz langsam dran gewöhnen...

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    Vielen Dank für deine Antwort, Tania!

    Noch nicht! Als sie ankam, hab ich ihr meine Decke gegeben, die nach uns gerochen hat, aber mittlerweile riecht sie natürlich nicht mehr danach... ich werde heute Abend mal versuchen, ihr einen Pulli, ein T-Shirt oder einen Schal zu geben... aber so hartnäckig wie die Kleine ist, hab ich Angst, dass das nicht reicht... sie ist echt unerschrocken...

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    Wolfman
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    Ich hab das Gefühl, dass deine Hündin oft allein ist und sich nicht genug auspowert. Du solltest am Abend mal eine richtig große Runde mit ihr drehen.

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    Tania28
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    Hast du ihm mal ein T-Shirt mit deinem Geruch dagelassen?

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