Wir kriegen unseren Welpen einfach nicht beruhigt...

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Hallo zusammen,

wir brauchen mal eure Hilfe und ein paar Erfahrungswerte, weil wir langsam echt überfordert sind...

Vor ein paar Tagen ist ein 9 Wochen alter Weißer Schweizer Schäferhund-Welpe bei uns eingezogen. Am Anfang war er noch ziemlich ruhig, aber seitdem wird er immer unruhiger: Er schläft kaum oder wacht beim kleinsten Geräusch auf, dreht total schnell auf, knabbert an allem herum, was sich bewegt, attackiert Waden und FüÑe, klaut alles, was er nicht darf und scheint in solchen Momenten völlig außer Kontrolle zu sein.

Wir haben schon versucht, die Spaziergänge zu kürzen, Reize zu reduzieren, ihm Spielzeug oder einen Kong zu geben, Ruhephasen einzubauen... aber wenn er nichts zu tun hat, scheint er noch mehr hohlzudrehen. Und wenn wir ihn mal f¼r ein paar Minuten an einen ruhigen Ort bringen, fängt er an, ohne Pause laut zu bellen. Das „In“ scheint er momentan auch noch gar nicht zu verstehen.

Gestern Abend, nach einer eigentlich entspannten Runde, hatte er f¼r ca. 30 Minuten einen totalen Ausraster: Er ist wie verrückt durch die Gegend gerannt, hat Sachen kaputt gemacht, ständig gezwickt und am Ende sogar richtig fest zugebissen. Und heute Morgen ging das Ganze trotz einer guten Mütze Schlaf direkt wieder von vorne los.

Wir wissen ja, dass er erst 9 Wochen alt ist, gerade erst weg von seiner Mama und den Geschwistern und dass er noch alles lernen muss. Aber nach nur ein paar Tagen sind wir schon fix und fertig und fragen uns, ob so ein Stresslevel noch normal ist.

Hat jemand von euch vielleicht Ähnliches mit einem Weißen Schweizer Schäferhund oder einem sehr reaktiven Welpen erlebt? Hat sich das mit der Zeit gelegt? Und vor allem: Was hat euch wirklich geholfen, damit er lernt, mal runterzufahren und mehr zu schlafen?

Danke schon mal im Voraus, wir brauchen echt ein bisschen Zuspruch und eine Methode, die funktioniert.

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2 Antworten
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  • Docline
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    Mit 9 Wochen hatte er gar keine Zeit, eine Erziehung von seiner Mutter zu bekommen! Er ist nur von der Milch entwöhnt, das ist alles. Er muss noch alles lernen, und als Mensch ist man dafür nicht wirklich gut geeignet. Du musst ihn unbedingt täglich mit gutmütigen Hunden zusammenbringen, die ihm aber auch Grenzen aufzeigen können, wenn er die Annäherungsregeln nicht einhält. Du musst dich seinem Energielevel anpassen und mehrmals täglich an verschiedenen, aber sicheren Orten mit ihm spazieren gehen, damit du ihn ohne Leine laufen lassen kannst. Wenn er dir in die Waden zwickt, ist das ein Zeichen, dass du nicht genug Interaktion mit deinem Welpen hast. Reagiere nicht auf ihn, dreh ihm den Rücken zu, ABER setz dich ein paar Minuten später mit einem Kauspielzeug auf den Boden und fordere ihn zum Raufen auf. (Gemeinsames Spielen ist das wichtigste Werkzeug für die gesunde Entwicklung des Gehirns bei allen Tierkindern – Menschen inklusive, lol). Wenn er zu sehr aufdreht, zack, gehst du wortlos weg und lässt ihn einfach stehen: Das ist der beste Weg, um ihm beizubringen, seine Aufregung zu kontrollieren. Es gibt Grenzen, die er nicht überschreiten darf, sonst steht er am Ende ganz alleine und unglücklich da.
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    Kikaah
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    Dein Welpe ist für mich topfit ^^ aber tatsächlich ist es nicht immer einfach, mit so einem kleinen Wirbelwind zusammenzuleben. Ich hab kein Patentrezept für dich, jeder Welpe hat ja sein eigenes Temperament. Ich würde sagen, dass eine gut strukturierte Routine euch helfen wird, den richtigen Rhythmus zu finden. Setz eher auf ruhige Aktivitäten, wie zum Beispiel Leckerlis in einem speziellen Spielzeug suchen oder sie zu verstreuen, statt alles einfach im Napf zu servieren. Übrigens, beim Napf kannst du ihm auch beibringen zu warten (am Anfang nur ein paar Sekunden), bevor er fressen darf. Gib ihm auch genug zum Kauen…

    Lass ihn ruhige Hunde treffen (die du dir vorher aussuchst, zum Beispiel über Gassi-Gruppen auf Facebook), die ihm beibringen können, sich ein bisschen zu mäßigen…

    Was die Spaziergänge angeht, weiß ich nicht, ob kürzer treten so eine gute Idee ist. Das Schwierigste ist, ihn genug auszulasten, aber nicht zu überfordern, um Übermüdung und damit verbundenes Aufdrehen zu vermeiden. Deshalb würde ich eher ruhige Runden vorschlagen, bei denen ihr mehr stehen bleibt als Kilometer schrubbt, mit Pausen zum Beobachten…

    Und ansonsten such dir einen Hundetrainer (aus welcher Gegend kommst du?), der dir hilft, den richtigen Start mit deinem Welpen zu finden.

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