Mein Hund bellt, wenn wir am Tisch sitzen, Hilfe!

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Hallo,

ich habe aktuell einen 2 Jahre alten Hund, der super lieb ist, aber total verfressen.

Als er noch ein Welpe war, hat meine Mama ihm die blöde Angewohnheit beigebracht, am Tisch Pfötchen zu geben, um was zu kriegen.

Das ist seit fast einem Jahr nicht mehr passiert (zumindest nicht, wenn ich dabei bin).

Aber jetzt bellt er bei fast jeder Mahlzeit oder so gut wie immer, er gibt Pfötchen und wird immer lauter. Ich sage bestimmt 'Nein' und ignoriere ihn, aber nichts hilft.

Dann locke ich ihn mit einem Leckerli in ein anderes Zimmer.

Jetzt fahre ich aber nächste Woche mit ihm in den Urlaub (Hotel) und ich habe echt Bedenken, dass ich da eine andere Lösung brauche....

Danke für eure Hilfe.

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54 Antworten
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    Und, wie ist es gelaufen?

    Ich glaube, dass ein Umgebungswechsel genau der richtige Weg ist, um ihn ein bisschen aus dem Konzept zu bringen, damit er nicht bellt. Der Trainer sagt immer, es gibt keine guten oder schlechten Angewohnheiten – ein Hund macht einfach das, was man ihm beibringt. Meiner geht zum Beispiel in sein Körbchen, wenn wir essen. Man muss da einfach konsequent bleiben, auch wenn es anstrengend ist, aber es zahlt sich aus :) Ignorieren und "Nein" sagen, was anderes wüsste ich jetzt auch nicht (funktioniert natürlich nicht, wenn man zwischendurch doch mal nachgibt). Das ist ja genau das Problem, sobald man dem Hund mal was anderes gibt als sein Trockenfutter, zumindest am Tisch. Man muss auch unbedingt den Leuten Bescheid sagen, dass sie ihm nichts geben dürfen. Wenn man da nicht aufpasst, merkt man plötzlich, wie ihm jemand ganz unauffällig was zusteckt – in dem Fall muss man dann eher mit den Gästen schimpfen lol.

    Ich hoffe, das "Problem" hat sich mittlerweile erledigt.

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    Ich hoffe, du schaffst das

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    Danke für die Unterstützung, Célino.

    Ja, ich denke auch, dass eine Woche nicht reichen wird, damit er lernt, am Tisch ruhig zu sein... (Vor allem, wenn alle mitziehen, ist es besser)

    Ich hoffe, dass es in den Restaurants trotzdem gut klappt.

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    Knochen sind nicht so sein Ding...

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    Célineo
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    Leider dauert das Lernen einfach seine Zeit, Mvc1005. Am besten lässt du ihn für den Restaurantbesuch erst mal weg und übst nach deinem Urlaub ganz entspannt für die nächsten Male :)

    Es ist doch schon mal super, wenn du in kleiner Runde Ruhe reinbekommst, indem du ihn einfach lange genug ignorierst! Du bist auf dem richtigen Weg!

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    Vielleicht mal versuchen, ihm was zum Knabbern zu geben, wie einen Knochen, während du am Tisch sitzt?

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    (re) Hallo zusammen

    Ich habe gesehen, dass wir da ein bisschen vom Thema abgekommen sind; mein Hund ist überhaupt nicht aggressiv und ein Dominanzproblem gibt es bei uns auch nicht.

    Eigentlich habe ich ihn gut unter Kontrolle (er hört meistens echt gut auf Kommandos, er geht vom Bett runter, wenn ich es sage, aber wenn andere Hunde dabei sind... ist das wieder eine ganz andere Geschichte. Na ja, wie auch immer.)

    Mein Hund frisst immer erst nach uns, und wenn er am Tisch bellt, ist das eher so ein hohes Kläffen, weil er bettelt (nicht so wie wenn er Wache hält oder jemanden abschrecken will).

    Gestern Mittag haben wir versucht, ihn komplett zu ignorieren – das war echt hart, hat aber funktioniert, nach ein paar Minuten hat er sich hingelegt.

    Gestern Abend waren wir dann viele Leute am Tisch, und da war es das totale Chaos, weil er viel hartnäckiger war und ich ihn schließlich in ein anderes Zimmer bringen musste ... :(

    - Mein Problem ist jetzt halt, dass ich mit ihm in den Urlaub fahre und im Restaurant kommt ein Hund, der die ganze Zeit bellt, natürlich gar nicht gut an ...

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    C
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    Ich hab so das Gefühl – korrigiert mich, wenn ich falsch liege –, dass diese ganzen Mythen über die Rangordnung immer noch so hartnäckig sind, weil die Hundewelt einfach viel langsamer ist als die Wissenschaft. Ich erklär’s mir so: Die Verhaltensforschung wird normalerweise in der Ethologie gelehrt, und da brauchst du locker acht Jahre Studium bis zum Abschluss. Das ist jetzt auch kein Studium, das jeder Zweite macht. Ich weiß nicht genau, seit wann die neuesten Forschungsergebnisse überhaupt unterrichtet werden, aber um einen Artikel zu veröffentlichen oder mal in einer Reportage aufzutreten, braucht man meistens viel Erfahrung (oder gute Kontakte, was oft eher der Fall ist). Viele, die über Hundeverhalten schreiben, haben nämlich eigentlich keine Ahnung von Ethologie und klammern sich an alte Theorien – Artikel von echten Ethologen sieht man echt selten. Viele Hundetrainer, oder sogar Leute, die im Fernsehen kommen, haben das Ganze einfach durch Praxis gelernt und nur ein paar Zertifikate gemacht. Da versteht man schon, warum wir uns irgendwie im Kreis drehen. Schauen wir uns mal an, was in der Ethologie gelehrt wird: Tierärztliche Verhaltensforscher setzen vor allem auf Medikamente. Thierry Bedossa, den man in Frankreich aus dem Fernsehen kennt, hat aber viel Erfahrung abseits davon gesammelt, weshalb er meiner Meinung nach so ein bisschen ein Allrounder ist. Dann gibt’s den zweiten Weg: Man studiert Ethologie, aber nur ganz wenige werden danach Verhaltensberater, oder machen das höchstens als Zweitjob, wenn sie neben ihrem Hauptberuf noch Zeit haben. Der dritte Weg ist ein Abschluss, der in Frankreich seit Kurzem staatlich anerkannt ist (vom EAPAC-Zentrum), um Verhaltensberater für Hunde und Katzen zu werden. Das basiert auch auf Ethologie, die spezialisieren sich da voll drauf. Und dann gibt es noch diverse Fortbildungen – manche sind super und basieren auf der Wissenschaft, bei anderen muss man halt echt aussortieren. Eins ist jedenfalls sicher: Wenn man sich für die aktuelle Wissenschaft interessiert, gibt es absolut keinen Hinweis darauf, dass es zwischen zwei verschiedenen Arten eine Hierarchie gibt.

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    Célineo
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    "In Zukunft werde ich versuchen, ihn früher rauszunehmen, wenn ich merke, dass es langsam aus dem Ruder läuft. Fasst der Hund das als Bestrafung auf?"

    Man kann das als negative Bestrafung betrachten (Entzug von Aufmerksamkeit, Entzug von menschlichem Kontakt), was sich eigentlich super mit einer positiven Erziehung ergänzt (jedes Mal, wenn man wartet, ohne das Leckerli zu geben, ist man ja im Bereich der negativen Bestrafung).

    Luridia: Sogar der eigene Welpe oder Hund kann mal eine Geste von uns falsch verstehen. Ich bin die nächsten Tage nicht da und werde kein Internet haben, höchstens vielleicht mal ganz spontan an einem Abend so wie heute. Deshalb schicke ich dir hier noch fix den Link zu einem meiner Artikel, den du dir durchlesen kannst, wenn du Zeit, Geduld und Lust hast: http://celine-comportementaliste.fr/signaux.php

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    @Celineo: Ich meinte das Verhalten gegenüber dem eigenen Welpen. Nicht bei einem fremden Hund, wohlgemerkt. Wenn ein Hund, den ich nicht kenne, knurrt, weiche ich zurück und gebe ihm Freiraum.

    Ich werde deinen Artikel mal lesen, aber gerade bin ich echt k.o., ich schaue mir deine Antwort dann auch nochmal an ;)

    Schönen Abend euch allen

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