Erfahrungsberichte zu Giardien

?
Anonymer User Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
Melden

Hallo!

Ich habe schon viel im Internet über Giardien recherchiert, aber ich würde gerne mehr Berichte von Leuten lesen, die ihren Hund von diesen Parasiten befreien mussten… Aber hier ist erst mal meine Geschichte.

Vor etwa einem Monat habe ich einen total süßen Kontinentalen Zwergspaniel-Welpen "Papillon" bekommen. Ich habe sie direkt beim Züchter abgeholt. An dem Tag, als ich sie mit nach Hause nehmen sollte, war mir schon aufgefallen, dass ihr Bäuchlein etwas aufgebläht war. Aber ich habe mir nicht viel dabei gedacht, vor allem weil die Züchterin meinte, sie sei kerngesund, komplett geimpft und erst vor Kurzem entwurmt worden.

Sobald sie bei mir ankam, fing der Durchfall an, der sich mit mal mehr, mal weniger festem Kot abwechselte. Das Fressen war auch echt schwierig und sie hat immer mal wieder Mahlzeiten ausgelassen. Außerdem hat sie extrem viel geschlafen. Das hat mir gar nicht gefallen, aber ich dachte, es liegt vielleicht an der Umstellung und wollte erst mal ein paar Tage abwarten. Da es aber nicht besser wurde, habe ich einen Termin beim Tierarzt gemacht.

Der Tierarzt meinte erst, es sei wohl nichts Schlimmes, da sie kein Fieber hatte und (wenn sie nicht gerade schlief) eigentlich gut drauf war. Er hat ihr Probiotika verschrieben, meinte aber, wenn es in ein paar Tagen nicht besser ist, müssten wir Tests machen, um zu sehen, ob es Giardien sind.

Wie ihr euch sicher schon denken könnt, haben wir die Tests gemacht und BUMM: Giardien.

Der Tierarzt hat dann eine Behandlung mit Dolthene gestartet.

Jetzt geht es ihr schon etwas besser, aber ich habe gelesen, dass es Monate dauern kann, bis man diese Parasiten wirklich los ist… Deshalb hätte ich gerne ein paar Erfahrungsberichte… Falls dein Hund auch mal Giardien hatte: Wie lange hat es gedauert, bis er wieder gesund war? Womit wurde er behandelt? Und was hast du sonst noch gemacht, um die Heilung zu unterstützen?

Übersetzt Französisch
icon info

Die Inhalte des Forums werden teilweise aus anderen Sprachen übersetzt, und Beiträge können Länder mit unterschiedlichen Tierschutzgesetzen betreffen. Informieren Sie sich daher gründlich, bevor Sie Entscheidungen treffen.

Da das Forum automatisch von einer KI übersetzt wird, können die Übersetzungen Fehler enthalten.

Editor wird geladen

Schreibe deine Nachricht und lade anschließend, wenn du möchtest, ein Foto hoch. Wir bitten dich, im Austausch höflich zu bleiben.

Ihr Beitrag wird für alle Mitglieder des internationalen Wamiz-Forums sichtbar sein.

92 Antworten
Sortieren nach:
  • J
    Jacquiis Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden

    Hi,

    ich verstehe total, was du gerade durchmachst, ich hatte mit meinem Hund eine ganz ähnliche Erfahrung. Als er Giardien hatte, hat es echt eine Weile gedauert, bis wir sie wirklich komplett losgeworden sind. Der Tierarzt hatte zwar eine Behandlung verschrieben, aber was uns richtig geholfen hat, war die zusätzliche Gabe von Flagyl (Metronidazol) zu den anderen Medis. Das ist ein Antibiotikum, das super gegen Parasiten wirkt, und es hat die Heilung bei meinem Hund echt beschleunigt.

    Ich rate dir auch, extrem auf die Sauberkeit in der Umgebung zu achten und beim Futter wirklich konsequent zu sein. Die Parasiten können nämlich schnell zurückkommen, wenn die Behandlung nicht zu 100 % durchgezogen wird. Hab Geduld, aber zögere nicht, nochmal deinen Tierarzt zu fragen, wenn du merkst, dass es nicht vorwärts geht. Viel Kraft und alles Gute für dich und deinen Welpen!

    Übersetzt Französisch
    B
    Bordertempo Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden

    Oh weh, das mit der Waschmaschine ist ja echt der Super-GAU... Als ob man nicht schon genug Pech hätte!

    Ich persönlich werde alles tun, um den Hund nicht abzugeben, aber mein Partner ist wegen der ganzen Sache echt am Ende und hat eine schwere Depression (ohne Witz und ohne Übertreibung). Das drückt natürlich extrem auf die Moral.

    Ich hab auch einen Erfahrungsbericht gefunden, falls das hilft. Jemand in der gleichen Situation wie wir, bei dem es Monate gedauert hat. Hier sind die Maßnahmen:

    - Für die Hygiene hat sie Aniosurf genommen (Anios ist echt das Beste auf dem Markt für professionelle Desinfektion, weil es eine höhere Konzentration an quartären Ammoniumverbindungen hat).

    - Als Ergänzung: Grapefruitkernextrakt am Morgen + Kokosöl (kriegt man in der Apotheke oder in der Bio-Abteilung im Supermarkt wie Rewe oder Edeka). Das sind natürliche Mittel gegen Giardien und es unterstützt die Darmflora.

    - Mittags 1 Tablette „Repuls Vers“ von Floralpina, das ist so ein natürlicher Mix gegen Parasiten, auch gegen Giardien.

    - Abends Propolis (0,2 ml/kg) + grüne Heilerde, um den Kot wieder fester zu kriegen. Man kann aber auch Smecta nehmen.

    Zusätzlich dazu gab es die chemische Keule (ich schätze mal Metrobactin) – aber die natürlichen Sachen macht man in den Pausen zwischen den Antibiotika-Gaben.

    Laut dem Bericht muss man die Näpfe nach jeder Mahlzeit desinfizieren und das Wasser so oft wie möglich wechseln (da darfst du echt keinen Job haben oder musst im Homeoffice sein, um das alles zu schaffen!)

    Naja, ich werde das jetzt mal testen, weil ich das keine 6 Monate so mitmache, das geht gar nicht... Alle 20 Minuten mit dem Hund raus ist echt hart. Und auch wenn diese Zoonose total selten ist, hab ich keine Lust, zu den „Glücklichen“ zu gehören, die das Pech dann doch trifft (da würde ich lieber im Lotto gewinnen).

    Viel Kraft dir!

    Danke, dir auch viel Kraft und danke für die wertvollen Tipps!!! 

    Ja, von dem Grapefruitkernextrakt hab ich auch schon viel gehört, das werde ich jetzt mal besorgen.

    Ich versteh deinen Partner total, das schlaucht extrem! Ich bin alleinerziehend und hab niemanden zur Unterstützung, ich hab bei jeder Gassirunde alleine geheult... Die Müdigkeit, der Stress und so weiter... Dabei bin ich normalerweise echt belastbar. 

    Ich muss sagen, mein Kleiner ist mittlerweile symptomfrei, bis auf den stinkenden Kot. Laut Tierarzt ist das der Endspurt... Aber ich bleibe skeptisch, ich will mir keine falschen Hoffnungen machen, vielleicht gibt's ja eine gute Nachricht... Bei mir wird sich das wohl bis Ende Januar zeigen... Im Moment bringen die 5 Tage Behandlung noch gar nichts... Mal sehen, was die nächsten zehn Tage so bringen. 

    Was für eine Rasse ist dein Welpe eigentlich? Wie heißt er und wie alt ist er genau? Falls du Lust und Zeit hast zu antworten!

    Hier ist es Tempo, ein schwarz-weißer Kurzhaar-Border-Collie, 5 Monate alt. Er ist ein kleiner Mutant, weil er riesig ist und schon über 16 kg wiegt. Laut Tierarzt baut er wohl auch natürlich Abwehrkräfte auf, weil diese Parasiten normalerweise das Wachstum bremsen – aber bei Tempo ist das so gaaar nicht der Fall. Wenigstens ein Lichtblick!

    Übersetzt Französisch
    Tapas54
    Tapas54 Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden

    Au weia, das mit der Waschmaschine ist ja echt Mist... wenn dann auch noch eins zum anderen kommt!

    Ich persönlich werd’ echt alles tun, um den Hund nicht zurückgeben zu müssen, aber mein Partner ist wegen der ganzen Sache echt am Ende und total depressiv, das zieht einen stimmungsmäßig voll runter. (Ganz ohne Witz und ohne Übertreibung).

    Ich hab’ da auch einen Erfahrungsbericht gefunden, falls das hilft – da war es bei jemandem genau wie bei uns und hat Monate gedauert. Hier ist, was sie gemacht hat:

    - Für die Hygiene hat sie Aniosurf genommen (Anios ist echt die beste Marke auf dem Markt, die sind auf Profi-Desinfektion spezialisiert und haben eine höhere Konzentration an quartären Ammoniumverbindungen).

    - Als Ergänzung zur Behandlung: Grapefruitkernextrakt am Morgen + Kokosöl (kriegt man in der Apotheke oder in der Bio-Abteilung im Supermarkt), das sind natürliche Mittel gegen Giardien und unterstützen die Darmflora.

    - Mittags eine Tablette „Repuls Vers“ von Floralpina, das ist so ein natürlicher Anti-Parasiten-Mix, auch gegen Giardiose.

    - Abends Propolis (0,2 ml/kg) + grüne Heilerde, um den Kot wieder fest zu kriegen, man kann aber auch Smecta nehmen.

    Zusätzlich zu all dem gab’s noch die chemische Keule (ich schätze mal Metrobactin) – aber ihre Kur soll man wohl in den Pausen zwischen den Antibiotika-Gaben machen.

    Laut ihrem Bericht muss man die Näpfe nach jeder Mahlzeit desinfizieren und das Wasser so oft wie möglich wechseln (da darf man echt nicht arbeiten oder muss zumindest im Homeoffice sein, um das alles zu schaffen!).

    Naja, ich werd’ das mal testen, denn 6 Monate halt ich das so nicht durch, das geht gar nicht... alle 20 Minuten mit dem Hund raus ist echt hart. Und auch wenn diese Zoonose total selten ist und nur einen winzigen Prozentsatz betrifft, will ich echt nicht zu den „Glückspilzen“ gehören, die das Pech dann haben (da wär’ mir ein Lottogewinn lieber).

    Viel Kraft dir!

    Übersetzt Französisch
    B
    Bordertempo Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden

    Hallo,

    ich stecke gerade in genau der gleichen Situation wie du. Ich habe Mitte Dezember einen Welpen von einem Züchter geholt, aber im Gegensatz zu dir fingen die ersten Symptome schon direkt bei der Ankunft an: Blut im Kot noch am selben Abend. Der Züchter meinte am Telefon, das käme nur vom Stress, was ja auch plausibel klingen kann. Aber ich habe drei Tage gewartet und es ging nicht weg. Dazu kam, dass der Kot echt extrem aussah: schleimig, weich, ständig und eben blutig. Am Abend vor meinem Tierarzttermin habe ich selbst recherchiert und alles deutete auf Giardien hin.

    Der Tierarzt sah das genauso und hat mit einer ersten Behandlung mit Panacur für 3 Tage angefangen. Da wurde erst mal alles besser, der Kot war wieder fest, kein Blut mehr und vor allem hat der Kleine endlich wieder gefressen, nachdem er vorher kaum Futter angerührt hatte.

    Die Freude hielt aber nicht lange: 24 Stunden nach Ende der Behandlung ging es wieder voll los. Ich habe dann eine Kotprobe für ein Labor machen lassen und das Ergebnis war: Giardien. Also gab es wieder 10 Tage Panacur, aber diesmal gab es während der Behandlung überhaupt keine Besserung.

    Und um beim aktuellen Stand weiterzumachen: Vor einer Woche, also 10 Tage nach der letzten Panacur-Runde, haben wir auf Metrobactin umgestellt, weil das einzige, was wirklich gegen Giardien hilft, Metronidazol ist (Antibiotika wie Flagyl oder Metrobactin). 5 Tage lang war alles super, der Hund hatte wieder Appetit, der Kot war seltener und fester geformt, kurz gesagt: eine totale Erleichterung. Heute Abend, 48 Stunden nach der ersten Runde Metrobactin, sind der Durchfall und das Blut wieder da...

    Ich muss dazu sagen, dass ich wirklich alle Tipps, die man so findet, haargenau befolgt habe: Täglich das ganze Haus mit Dampf gereinigt, Desinfektion mit quartären Ammoniumverbindungen, täglich die Schlafplätze gewaschen, unsere Kleidung mit Hygienespüler (Sanytol, Lysol...), den Hund mit Douxo-Shampoo gewaschen (ein Hundeshampoo mit Ammonium), nach jedem Mal das Hinterteil abgewischt, einen Bereich auf der Terrasse für sein Geschäft abgezäunt und nach jedem Haufen alles aufgesammelt und die Stelle mit kochendem Wasser aus dem Wasserkocher übergossen. Genauso mit den Näpfen. Kurz gesagt: Ich bin, wie schon jemand anderes hier meinte, völlig im Putzwahn gelandet und trotzdem hat es nichts gebracht, es ist wiedergekommen... Man kann also noch so vorsichtig sein und alle Vorsichtsmaßnahmen treffen, anscheinend sind diese Parasiten einfach extrem hartnäckig...

    Nachdem ich mir durch das ganze Lesen von Berichten und Studien eine echte "Giardien-Expertise" angeeignet habe, hast du eigentlich mehrere Möglichkeiten:

    - Die Behandlung weiter durchziehen und nach ein paar Monaten wird es sich hoffentlich von selbst erledigen, aber bis dahin solltest du psychisch echt stabil sein, um das alles durchzustehen, und finanziell gut aufgestellt sein für die ganzen Produkte.

    - Das Futter umstellen, weil unser Trockenfutter oft Getreide und damit Kohlenhydrate enthält – aber das solltest du mit dem Tierarzt absprechen, da die Darmflora unserer Welpen sowieso schon total im Eimer ist.
    - Zusätzlich (NICHT während der Medikamentengabe) mit Grapefruitkernextrakt unterstützen. Es heißt, dass das eine gewisse Wirkung hat und es ist eine gute natürliche Unterstützung, die deinen Hund nicht so kaputt macht wie die Medikamente.

    Das Ganze natürlich unter Beibehaltung aller Hygienemaßnahmen zu Hause, sonst macht es ja keinen Spaß.

    - Letzte Option: Den Hund zum Züchter zurückgeben. Aber das ist verdammt schwer, vor allem wenn man schon an dem Tier hängt. Ich muss zugeben, dass mein Partner eher zu dieser Lösung tendiert, weil wir kaum noch schlafen und Angst haben, dass er diesen Parasiten, der ja eine Zoonose ist, auf unser 3-jähriges Kind überträgt.

    Zum Reinigen, falls es hilft: Sanytol ist oft nicht stark genug, weil es nur Ammoniumsalze enthält. Besser ist: Saniterpen (aber falls du Kinder hast, nur putzen, wenn sie nicht da sind und gut lüften!), Apta (das ist die Eigenmarke von Intermarché, die enthält richtiges Ammonium und ist billiger) oder eben Starwax für Tiere und Böden. Es gibt auch die Marke Lysol, die effektiver sein soll, weil sie reines Ammonium enthält und günstiger als Sanytol ist. Und ansonsten: Dampfreiniger + kochendes Wasser, wo immer es geht.

    Zur letzten Verzweiflungstat, den Hund zurückzugeben (denn machen wir uns nichts vor: diese Krankheit lässt sich absolut nicht mit einem stressigen und komplexen Job vereinbaren) – wenn man frühzeitig alles getan hat, um die Giardien per Kotprobe nachzuweisen, ist das Einzige, was man rechtlich geltend machen kann, die arglistige Täuschung. Man argumentiert also, dass man den Hund nicht genommen hätte, wenn man von der Krankheit gewusst hätte. Das ist bei mir der Fall und vielleicht auch bei anderen, die davon schon Albträume bekommen haben.

    Wollte dir das alles nur sagen, damit du weißt, dass du nicht allein bist und dass diese Parasiten einfach extrem resistent gegen die Behandlungen sein müssen...

    Danke für die Tipps zum Putzen! Ich wusste gar nicht, dass Sanytol weniger effektiv ist, und ganz ehrlich, bei dem Preis hätte ich das echt gern früher gewusst!! Das ist ein finanzielles Grab... Das Schlimmste ist, dass ich bei Intermarché arbeite und erst jetzt erfahre, dass Apta sich mehr lohnt... Dabei benutze ich die Marke sogar... Ich dachte echt, ich tue mir was Gutes, wenn ich Sanytol nehme... 

    Ich werde das also mal testen... 

    In meinem Fall kommt es überhaupt nicht in Frage, den Hund zurückzugeben, aus zwei Gründen: Erstens hat er es sich wohl nicht dort eingefangen, und zweitens habe ich mich schon total an ihn gewöhnt!! Er ist mein bester vierbeiniger Kumpel.

    Aber ich kann es in eurem Fall verstehen, weil er beim Züchter eigentlich hätte fit sein müssen oder ihr zumindest hättet gewarnt werden müssen... 

    Tatsächlich hätte ich es mir zweimal überlegt, einen Hund zu holen, wenn ich von dieser Krankheit gewusst hätte... Ich wusste zwar, dass man ein gewisses Budget braucht, aber mit so einer Krankheit, von der ich noch nie gehört hatte, habe ich nicht gerechnet!

    Ich habe einen 8-jährigen Sohn, der ziemlich anfällig ist, deshalb verstehe ich die Angst total, dass er sich ansteckt. Aber eigentlich ist es nach meinen Infos eher selten, dass man es vom Hund bekommt, meistens steckt man sich eher unter Menschen an (Giardien beim Hund, Giardiasis beim Menschen, wenn ich keinen Mist erzähle). Man müsste sich schon echt gar nicht die Hände waschen, damit das passiert. Kurz gesagt: Wenn man ein Minimum an Hygiene hält, wird das schon. Aber mit 3 Jahren krabbelt man ja gerne mal auf dem Boden rum, da ist das natürlich nicht so einfach.

    Euch viel Kraft, wir sind gerade bei der letzten 15-Tage-Kur (Panacur + Metrobactin). Symptome aktuell: Kot zwar geformt, aber noch sehr weich und vor allem stinkt es extrem. Heute ist der 5. Tag. 

    Ach ja, und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, ist meine Waschmaschine kaputtgegangen, also kommen noch mal circa 10 € pro Woche für den Waschsalon dazu...

    Übersetzt Französisch
    Tapas54
    Tapas54 Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden

    Hallo,

    ich stecke gerade in genau der gleichen Situation wie du. Ich habe Mitte Dezember einen Welpen von einem Züchter adoptiert, aber im Gegensatz zu dir traten die ersten Symptome direkt bei der Ankunft auf – noch am selben Abend war Blut im Kot. Ich habe den Züchter angerufen, der meinte, das käme vom Stress, was ja auch erst mal plausibel klingt. Aber nach drei Tagen war es immer noch nicht weg und der Stuhlgang war sehr spezifisch: schleimig, weich, ständig und eben blutig. Am Abend vor dem Tierarzttermin habe ich selbst recherchiert und alles deutete auf Giardien hin.

    Der Tierarzt sah das genauso und wir haben mit einer dreitägigen Panacur-Kur angefangen. Danach war alles super, der Kot war wieder fest, kein Blut mehr und vor allem hat der Kleine endlich gefressen, was er vorher kaum getan hat.

    Die Freude hielt aber nicht lange an: 24 Stunden nach Ende der Behandlung kamen die Symptome mit voller Wucht zurück. Ich habe dann eine Kotprobe für eine Laboruntersuchung abgegeben und das Ergebnis war eindeutig: Giardien. Also gab es nochmal 10 Tage Panacur, aber diesmal gab es während der gesamten Behandlung absolut keine Besserung.

    Und um jetzt zum aktuellen Stand zu kommen: Vor einer Woche, also 10 Tage nach dem zweiten Panacur-Versuch, sind wir auf Metrobactin umgestiegen, weil wohl nur Metronidazol (Antibiotika wie Flagyl oder Metrobactin) wirklich gegen Giardien hilft. Fünf Tage lang lief alles bestens, der Hund hatte wieder Appetit, der Kot war seltener und schön fest – totale Erleichterung. Aber heute Abend, 48 Stunden nach der ersten Metrobactin-Runde, sind der Durchfall und das Blut wieder da...

    Ich muss dazu sagen, dass ich wirklich jeden Rat, den man finden kann, buchstabengetreu befolgt habe: Täglich das ganze Haus dampfgereinigt, mit Desinfektionsmitteln auf Basis von quartären Ammoniumverbindungen geputzt, jeden Tag die Hundebetten gewaschen, unsere Kleidung mit Hygienespüler (wie Sagrotan oder Lysol) desinfiziert, den Hund mit Douxo-Shampoo gewaschen, ihm nach jedem Geschäft den Hintern gesäubert... Ich habe sogar einen Zaun auf der Terrasse aufgestellt, damit er nur dort sein Geschäft macht, und jede Stelle sofort mit kochendem Wasser aus dem Wasserkocher gereinigt. Die Näpfe natürlich auch. Kurz gesagt, ich bin mittlerweile völlig am Ende und schon fast manisch-depressiv deswegen – und trotzdem hat nichts geholfen, es ist wieder da. Man kann also noch so vorsichtig sein und alle Vorsichtsmaßnahmen treffen, diese Parasiten sind anscheinend extrem hartnäckig.

    Nachdem ich mir durch das ganze Lesen von Berichten und Studien schon fast Expertenwissen über Giardien angeeignet habe, hast du eigentlich nur ein paar Möglichkeiten:

    - Die Behandlung weiter durchziehen. Irgendwann ist es nach ein paar Monaten zwangsläufig vorbei, aber bis dahin brauchst du echt starke Nerven, um das alles durchzustehen, und ein gutes finanzielles Polster für die ganzen Produkte.

    - Das Futter umstellen. Viele Hundeflocken oder Trockenfutter enthalten Getreide und damit Kohlenhydrate (Zucker), wovon sich die Giardien ernähren. Das solltest du aber mit dem Tierarzt absprechen, da die Darmflora von Welpen sowieso schon empfindlich ist.
    - Ergänzend kannst du es (außerhalb der Medikamentenphasen) mit Grapefruitkernextrakt versuchen. Das soll wohl ganz gut helfen und ist ein natürliches Mittel, das den Hund nicht so fertigmacht wie die harten Medikamente.

    Und natürlich weiterhin alle Hygienemaßnahmen zu Hause durchziehen, sonst macht es ja keinen Spaß...

    - Die letzte Option: Den Hund an den Züchter zurückgeben. Aber das ist verdammt schwer, wenn man das Tier erst mal ins Herz geschlossen hat. Ich gestehe, dass mein Partner eher zu dieser Lösung tendiert, weil wir kaum noch schlafen und große Angst haben, dass der Kleine den Parasiten auf unser 3-jähriges Kind überträgt, da es ja eine Zoonose ist.

    Was das Putzen angeht: Normales Desinfektionsspray reicht oft nicht aus. Am besten nimmst du Produkte wie Saniterpen (aber Vorsicht bei Kindern, nur lüften und putzen, wenn sie nicht im Raum sind), Lysol oder spezielle Reiniger für Tierhaushalte, die wirklich diese Ammoniumverbindungen enthalten. Und wo es geht, immer Dampfreiniger und kochendes Wasser benutzen.

    Falls du über die letzte, verzweifelte Lösung nachdenkst, den Hund zurückzugeben (denn machen wir uns nichts vor: diese Krankheit lässt sich kaum mit einem stressigen Job vereinbaren) – wenn du alles getan hast, um die Giardien frühzeitig per Labortest nachzuweisen, wäre der einzige rechtliche Hebel eine „arglistige Täuschung“. Also das Argument, dass man den Hund nie genommen hätte, wenn man von der Krankheit gewusst hätte. Das ist bei mir der Fall und wahrscheinlich auch bei vielen anderen, die deswegen Alpträume haben.

    Ich wollte dir das alles nur schreiben, damit du weißt, dass du nicht allein bist. Dieser Parasit ist einfach unfassbar resistent gegen die Behandlungen...

    Übersetzt Französisch
    B
    Bordertempo Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden

    Hallo, ich schreibe hier zwar 9 Jahre später, aber mit etwas aktuelleren Infos. Ich hoffe, der Post wird wieder hochgepusht, denn ich mache hier gerade die Hölle durch mit den Giardien...

    Mein Welpe hat einen Monat nach der Adoption Durchfall bekommen. Ich stehe in Kontakt mit den Besitzern der Wurfgeschwister, denen geht's allen gut, also hat er es sich dort wohl nicht eingefangen... Ehrlich gesagt glaube ich auch nicht, dass es beim Tierarzt war, obwohl er wegen einer Bindehautentzündung da war. In meinem Viertel gibt es gerade offensichtlich eine Giardien-Epidemie, also suche ich gar nicht erst weiter nach der Ursache. Da er noch ein Welpe ist, sozialisiert man ihn natürlich, und tja, jetzt bade ich die Konsequenzen gerade aus.

    Am Anfang ging es mit einer Woche flüssigem Durchfall los, was noch halbwegs erträglich war, aber ich bin natürlich direkt zum Tierarzt, um das checken zu lassen. Zum Glück habe ich Tierärzte, die sofort einen Test gemacht haben: Giardien positiv. Also gab es eine Panacur-Behandlung nach Gewicht (er wog da so 9-10 kg) + seine monatliche Wurmkur (da er ein Border Collie ist, bekommt er DRONTAL, was anscheinend auch ein bisschen gegen Giardien hilft – diese hartnäckigen Parasiten). Nach 5 Tagen Behandlung war der Kot mal so, mal so, und man muss ja insgesamt mindestens 10 Tage ab dem Behandlungsbeginn warten, bis man den Kot wieder untersuchen kann... In der Zwischenzeit kam blutiger Durchfall dazu, alle 1,5 Stunden mussten wir raus, weil er sich Tag und Nacht komplett entleert hat. Die nächste Untersuchung war dann keine große Überraschung: immer noch positiv. Dann gab es Panacur + Metrobactin, wieder positiv. Danach haben wir 3 Wochen lang gar nichts gemacht, weil er im Grunde trotzdem gut wächst und total fit ist. Wir haben ihm nur 3 Wochen lang spezielles „Digest“-Trockenfutter gegeben, damit sich die Darmflora erholen kann... Der 4. Test heute war aber immer noch positiv... Jetzt kriegt er wieder sein normales Futter und wir starten eine letzte, stärkere Behandlung mit Panacur + Metrobactin (+ seine monatliche Wurmkur) für 15 Tage. Mittlerweile wiegt der Bursche 16 kg mit 5 Monaten, er ist echt ein Mutant. Ich putze das Haus seit 2 Monaten wie eine Wahnsinnige mit Sanytol (danke an mein Budget...), die Pfoten und den Hintern mache ich auch ständig sauber. Alle 2 Tage wasche ich seine Spielzeuge, sein Körbchen und den Couchbezug (ja, ich bin schwach geworden, er darf drauf), die Näpfe sowieso, und alle 3 Tage muss er unter die Dusche... Ich bin an einem Punkt, an dem ich mich total machtlos und nutzlos fühle. Ich schufte mich beim Putzen ab, pass auf, wo wir spazieren gehen, und habe das Gefühl, dass es absolut nichts bringt... Ich würde gerne wissen, ob ich irgendwas übersehen habe oder ob jeder, der das durchgemacht hat, auch so krass zu kämpfen hatte wie ich...!!!???

    Übersetzt Französisch
    Manue56
    Manue56 Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden

    Hallo, ich habe deinen Post über Giardien gelesen, auch wenn das schon 4 Jahre her ist... mein 4 Monate alter Welpe ist leider auch infiziert. Wir haben gerade die zweite Behandlung hinter uns und ich habe echt Angst, dass es wieder von vorne losgeht! Wie geht es deinem Hund heute? Falls ihr es hinter euch habt, wie lange hat es bei euch gedauert, bis ihr sie endlich los wart? Ich mache mir echt Sorgen.

    Danke für deinen Erfahrungsbericht.

    Manue

    Übersetzt Französisch
    Rynema89
    Rynema89 Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden

    Ich schlage mich auch mit diesem Parasiten rum. Meine Mutter wollte mir eine Freude machen und hat mir einen Welpen geschenkt, aber leider echt Pech gehabt: von Anfang an heftiger Durchfall. Ich dachte erst, das liegt an der Futterumstellung, bis dann ein anderer Hund, auf den ich gerade aufpasse, plötzlich Schleim und Blut im Kot hatte. Da war dann klar: Am Futter liegt's nicht! Bin dann zum Tierarzt, der hat den Elisa-Test gemacht – positiv auf Giardien... Ich bin jetzt schon bei der zweiten Kur und es bringt einfach nichts. Immer noch dieser Durchfall mit Blut. Dabei putze ich alles total gründlich, laut meinem Tierarzt sogar zu viel, aber naja lol.

    Es wird immer ein bisschen besser, sobald ich mit dem Antibiotikum anfange, aber am 3. Tag ist es dann wieder die reinste Katastrophe.

    Übersetzt Französisch
  • 10 Kommentare zu 92

    Mehr anzeigen
  • Du hast eine Frage oder möchtest etwas mitteilen? Los geht's!