Aggressiver Golden Retriever mir gegenüber – wie kann ich ihn beruhigen?

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Hallo zusammen,

in letzter Zeit macht mir mein 9,5 Monate alter Golden Retriever das Leben echt schwer. Er war schon als Welpe nicht ganz ohne, darauf war ich vorbereitet, aber jetzt mitten in der Pubertät wird es nicht gerade besser!

Ziggy ist absolut kein böser Hund, ganz im Gegenteil. Er ist noch total unreif, was in dem Alter und für die Rasse wohl normal ist, dazu super energiegeladen und verspielt. Mit anderen Hunden gab es noch nie Probleme – er spielt mehrmals die Woche mit verschiedenen Hunden aus der Nachbarschaft, ohne Leine, alle Rassen und Größen, alles total entspannt. Zuhause ist er allerdings extrem stur und es ist nicht leicht, ihm beizubringen, keinen Blödsinn zu machen (vor allem, da wir in einer Wohnung leben), aber da hat er noch den Bonus, dass er jung ist, und ich weiß, dass ich geduldig sein muss.

Seit kurzem fängt er aber an, mir gegenüber aggressiv zu werden. Ich schätze, er ist dann einfach total überdreht, aber sicher bin ich mir nicht. Angefangen hat es beim Spielen: Er schaukelt sich total schnell hoch, verliert die Kontrolle über sich selbst und fängt an, die Zähne zu zeigen, mich anzuknurren und versucht, mir in die Hände, Arme oder in die Kleidung zu beißen. Ich muss dazu sagen, dass er nicht fest zubeißt, aber bei dem Gebiss ist das trotzdem nicht gerade angenehm. Wenn das passiert, breche ich das Spiel sofort ab, aber er rennt mir hinterher, sodass ich das Zimmer wechseln oder ihn in die Küche sperren muss, damit er mal runterkommt. Mittlerweile zeigt er dieses Verhalten auch, wenn ich mit ihm schimpfe, weil er etwas macht, was er nicht darf. Und ganz neu: Er macht das Gleiche jetzt auch beim Gassigehen, aus Gründen, die ich nicht so richtig verstehe. Manchmal ist es morgens direkt am Anfang der Runde, wenn ich ihn in eine bestimmte Richtung lenken will und er plötzlich an mir hochspringt. Oder wenn ich kurz stehen bleibe, um mit einem Nachbarn zu quatschen. Oder wenn ich ihn davon abhalte, irgendwas vom Boden zu fressen. Normalerweise versuche ich draußen, wenn ich nicht einfach den Raum wechseln kann, ihn mit Leckerlis abzulenken. Aber heute Morgen zum Beispiel hat das gar nicht funktioniert. Ich musste ihn schließlich auf den Boden drücken, weil ich Angst hatte, dass er mich verletzt, und am Ende mussten wir die Runde abbrechen und nach Hause gehen.

Was meint ihr, wie soll ich in solchen Momenten reagieren? Glaubt ihr, das ist nur die Pubertät? Oder ist er gestresst?

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22 Antworten
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    Erstmal vorab: Ein Hund oder Welpe, der körperlich und geistig jeden Tag richtig ausgelastet ist, zeigt so ein Verhalten normalerweise nicht. >

    Du musst also schauen, dass du die Spaziergänge, die Hundebegegnungen mit Hunden jeden Alters und das wilde Toben mit anderen Junghunden so anpasst, dass es seinen echten Bedürfnissen nach Auspowern und abwechslungsreichen Interaktionen entspricht.

    - Außerdem verstehe ich ehrlich gesagt nicht ganz, wie ein 4 Monate alter Welpe es schafft, einen Erwachsenen oder ein 10-jähriges Kind ins Gesicht zu beißen: In was für Situationen seid ihr denn mit dem Gesicht so nah am Maul des Hundes??? (Das Gleiche gilt übrigens auch für deine Arme.)

    - Wenn ich einen Welpen zum Raufen auffordere und dafür auf den Knien oder in der Hocke bin, ziehe ich mir vorher meine Rosenhandschuhe an und habe ein Kauspielzeug zwischen uns beiden. Sobald der Welpe zu sehr aufdreht und sich nicht mehr im Griff hat, gehe ich wortlos weg: Plötzlich alleine gelassen zu werden, ist für einen Welpen eine harte Strafe.

    - Du hast absolut recht damit, einen Verhaltenstherapeuten dazuzuholen: Man kann sich selbst nur schwer objektiv beobachten und übersieht oft Fehler, die für jemanden von außen total offensichtlich sind.

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    Guten Abend

    ich hab das gleiche Problem mit meinem Golden-Welpen (4 Monate).

    Er wird oft total aggressiv und an normales Spielen ist gar nicht zu denken. Er beißt in meine Klamotten, hält sie fest, zerrt und knurrt dabei. Er geht sogar gezielt Richtung Gesicht, was bei meinem 10-jährigen Sohn auch schon zu Verletzungen geführt hat. Meine Hände und Arme sind auch schon ganz zerbissen.

    In diesen Momenten ist er einfach nicht zu bändigen. Ich sperre ihn dann kurz auf die Terrasse aus, damit er wieder runterkommt.

    Ich hab echt alles probiert: Geduld, ein deutliches NEIN, Sanftheit, eine strenge Stimme, aber NICHTS hilft.

    Ich werde wohl einen Profi dazuholen müssen, der mir hilft.

    Dazu muss ich sagen, dass mein Kleiner eigentlich permanent bei mir ist – auf der Arbeit, zu Hause, einfach überall...

    Die ganze Situation ist mittlerweile echt belastend.

    Ich brauche dringend eure Tipps!

    Carol

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    Flip-Cockwood
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    Hallo @Petitpoisdesbois,

    du solltest am besten einen eigenen Thread aufmachen und mal deine Situation genauer erklären. Wie alt ist er, was macht ihr so zusammen? Wer kümmert sich um ihn, etc...

    Aber so auf den ersten Blick klingt das Verhalten deines Hundes eher nach einem Hund, der einfach nur spielen will (also total aufgedreht ist) und seine Grenzen noch nicht so ganz verstanden hat.

    Da spielt die gesamte Beziehung eine Rolle, und es gibt Übungen, um das in den Griff zu bekommen. Auf einer Skala von 1 bis 10 würde ich sagen, dein Problem liegt bei einer 2 und lässt sich echt schnell lösen. Die anderen hier im Forum können dir sicher noch mehr Tipps geben, aber dafür müssten sie mehr über euren Alltag und eure Beziehung zueinander wissen.

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    @camiller Hallo, wie hat sich das Ganze bei euch nach sechs Monaten entwickelt?

    Ich habe genau das gleiche Problem mit meinem einjährigen Golden-Mix, und zwar so extrem, dass ich gar nicht mehr mit ihm Gassi gehe. Bei meinem Partner klappt alles super, aber wenn ich mit ihm draußen bin, ist es eine ganz andere Geschichte. Am Anfang ist noch alles okay, aber gegen Ende vom Spaziergang dreht er plötzlich ohne ersichtlichen Grund völlig auf, springt mich an und versucht in meine Arme, Hände und Klamotten zu beißen. Ich krieg das Problem einfach nicht in den Griff.

    Wir haben zwar einen Garten, in dem er viel Zeit verbringt, aber ich weiß selbst, dass das keine dauerhafte Lösung ist.

    Wir waren auch schon beim positiven Hundetraining, aber ich frage mich inzwischen echt, ob uns das wirklich weiterbringt.

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    Docline
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    Also bitte! Du darfst echt nicht zögern, mal so richtig Aufstand zu machen, wenn dein Hund es wagt, dich anzubellen, echt jetzt!

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    Suk-Et-Scout
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    Hallo, ich hab genau die gleichen Probleme wie du mit meinem 6 Monate alten Aussie, zumindest zu Hause (beim Gassigehen zum Glück nicht – ich will mir gar nicht ausmalen, wie das erst in der Pubertät wird...). Am Anfang haben wir es mit Ignorieren versucht, aber vielleicht nicht lange genug, weil es nicht funktioniert hat. Konfrontation bringt auch nichts, das macht es eher noch schlimmer (außer als sie noch ihre kleinen Milchzähne wie Nadeln hatte, da war es körperlich einfach unmöglich, sie zu ignorieren, wenn sie einen in die Wade gezwickt hat). Dann die Auszeit in einem anderen Raum: Das hat am Anfang gut geklappt, aber jetzt hat sie kapiert, dass sie ja am Ende sowieso wieder raus darf. Unsere aktuelle Lösung ist eine Hausleine – eine andere als die, die wir zum Spazierengehen nehmen – um sie zu beruhigen und sie wegbringen zu können, ohne zu riskieren, dass sie zuschnappt... Viel Erfolg und gute Nerven, ich weiß echt, wie frustrierend diese Situation sein kann. Es ist unser erster Hund, wir waren auf Blödsinn, Pipi in der Wohnung und das ständige Rausgehen vorbereitet... aber nicht darauf, angeknurrt und angebellt zu werden. Falls du noch andere Lösungen findest, sag gerne Bescheid, ich bin für jeden Tipp dankbar!
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    Fadellll Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
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    Hallo, falls du dich für Hundetraining interessierst, kann ich dir dieses Programm von einer Profi-Hundetrainerin echt empfehlen. Damit kannst du deinen Hund in nur 15 Minuten am Tag trainieren. Hier ist der Link zum Produkt, falls du mal schauen magst: https://1tpe.net/go.php?dat=ZmFkZWxsbGwubmVvYWlkLjM=&tk=

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    B
    Bangdji Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
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    Bergtouren, worüber beschwerst du dich eigentlich?

    Beim Älterwerden und mit ihrem Charakter, der sich immer mehr festigt, hat meine Hündin so einige Ungerechtigkeiten im Haus bemerkt: Der Mensch, dieser große Affe, der beim Gassi nie schnell genug ist, frisst kein Trockenfutter... Und er schläft auf viel weicheren Sachen...

    Da sie Hubertushund-Gene hat, also ein echter Polizeisuchhund ist, und nur auf ihren angeborenen Gerechtigkeitssinn hört, hat Captain Padja beschlossen, die Dinge mal richtigzustellen.

    Zur Strafe dafür, dass ich Dingo und Nana so lange so behandelt habe, zwingt sie mich seitdem, im Garten zu schlafen, und ich darf nur jeden zweiten Tag Trockenfutter essen. Einen Tag muss ich fasten, denn: „Wenn du abnimmst, läufst du schneller und hältst länger durch, du kleines Moppelchen!“ 😥

    Mein dicker Dingo, der mich über alles liebt, hat noch versucht, sich gegen die neue Diktatur zu wehren. Aber dann... hat er gemerkt, dass er unter dem neuen Regime freien Zugang zum Kühlschrank hat.

    Tja, jetzt sitze ich also im Garten.

    Aboss, könnt ihr was für mich tun? Kann ich die Situation mit Captain Padja in 15 Minuten am Tag wieder geradebiegen? 😥 Oder brauche ich etwa 20 Minuten? 😱 Ich mag es kaum glauben...

    Übersetzt Französisch
    Flip-Cockwood
    Flip-cockwood Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
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    Guten Abend,

    Warum willst du eigentlich damit aufhören, ihn wegzusperren, wenn er in diesem Zustand ist? Das ist doch eine super Sache!

    Was du nur nicht vergessen darfst: Gib ihm ganz viel Zuneigung, wenn er wieder rauskommt und ruhig ist. Ansonsten geht’s direkt wieder ab ins Bad für eine weitere Runde Auszeit.

    Ihn zu streicheln, sobald er beim Rauskommen ruhig ist, hilft ihm dabei, die Verknüpfung zwischen seinem Verhalten und dem, was von ihm erwartet wird, zu verstehen.

    Und natürlich musst du selbst auch in jeder Situation absolut ruhig bleiben.

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    A
    Adb têtes de cailloux Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
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    Eigentlich scheint deine Hündin bei deinem Partner nicht so krass überzudrehen. Das kann an seiner eigenen Energie liegen, an einem ruhigeren Tonfall, einer gelasseneren Art... Ihre Beziehung hat sich anscheinend so eingespielt, und auch wenn er sich nicht so viel einbringt wie du, findet er wohl instinktiv das richtige Maß beim Kontakt und setzt klare Grenzen.

    Dir scheint es auch schwerzufallen, sie mal zu ignorieren... Aber manchmal ist das echt nötig und sogar gut für sie. Das erspart dir auch, sie wegsperren zu müssen, wenn sie mal wieder völlig am Rad dreht – und irgendwann lässt sie sich das vielleicht auch gar nicht mehr gefallen...

    Versuch mal, die richtige Balance zwischen Interaktion und Ignorieren zu finden, damit jeder auch mal sein Ding macht. Einfach mal Ruhe, ohne dass sie nach der Runde direkt völlig k.o. sein muss. Und probiert mal gezielte On/Off-Spiele, damit sie lernt, ihre Emotionen zu kanalisieren – und du lernst, ihre Energie zu kontrollieren, egal wie hochgepusht sie ist, ohne dabei die Ruhe zu verlieren. So kriegst du auch wieder mehr Aufmerksamkeit von ihr.

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