Was verdient ein Züchter eigentlich?

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In einem anderen Post hatte ich ja versprochen, dass ich mal eine Aufstellung mache, was eine „Hobbyzucht“ im Durchschnitt so einbringt. Ich dachte mir, das könnte für alle mal ein interessanter Richtwert sein, deshalb mache ich hier mal ein eigenes Thema dazu auf. Ich bin jetzt nicht von einem einzelnen Wurf ausgegangen – denn jeder weiß, dass der erste Wurf extrem teuer ist – sondern von einer Basis mit 3 Zuchthunden, die als Welpen (ca. 2-3 Monate alt) gekauft wurden: 2 Hündinnen und 1 Rüde. Die Würfe fangen mit ca. 2 bis 2,5 Jahren an und hören mit 5 bis 5,5 Jahren auf. Ich habe mit einem Wurf pro Jahr gerechnet, also insgesamt 3 Würfe pro Hündin in ihrem Leben. Der Rüde deckt zweimal pro Jahr (nicht hintereinander) und hört ebenfalls mit 5 Jahren auf (das ist für mich das ethische Maximum). Ich habe ausgerechnet, was diese Hunde und die Welpen über 5 Jahre kosten (bis die Hunde in Rente gehen), wobei es in 3 dieser Jahre Welpen gibt. Ich bin von einem Durchschnitt von 5 Welpen pro Wurf ausgegangen (was so der allgemeine Durchschnitt ist, auch wenn es je nach Rasse variiert). Ich bin kein Profi, aber da ich selbst mal züchten wollte, hatte ich mir das mal durchgerechnet. Wenn man das alles sieht, merkt man schnell, dass beim Züchten nicht viel hängen bleibt. Und ich glaube, ich habe beim Budget sogar eher am untersten Limit gerechnet. Ich erkläre euch die Rechnung, und am Ende teile ich das Ganze auf, um zu sehen, was ein Wurf im Schnitt kostet, wenn man alle Kosten über 5 Jahre abzieht (natürlich kostet der Hund danach auch noch Geld, aber er ist dann nicht mehr in der Zucht). Da ich das Gesamte berechne, hoffe ich, dass es nicht zu unübersichtlich wird – ich gehe unten ins Detail.

Fangen wir mal mit den Zuchthunden an:

- Anschaffungspreis: Zwischen 1000 € und 1500 € pro Welpe. Rechnen wir mal mit einem Schnitt von 1250 €, macht bei 3 Welpen 3750 €. (Man kann natürlich auch nur 2 Hündinnen nehmen und extern decken lassen oder bereits fertige, angekörte erwachsene Hunde kaufen, aber dann wird es teurer).

- Fahrtkosten: Um die Welpen abzuholen (bei „beliebten“ Hunden findet man vielleicht was in der Nähe, aber bei selteneren Rassen hat man schnell mal 500 km auf dem Tacho). Ich rechne mal mit 400 € pro Hin- und Rückfahrt. Da der Rüde wahrscheinlich woanders herkommt (selten haben Züchter zwei völlig verschiedene Linien da), verdoppelt sich das auf 800 € (man muss die Hündinnen ja nicht am selben Ort kaufen, ich rechne hier mal sparsam).

- Entwurmung: Absolutes Minimum 2-mal pro Jahr, bei einer tragenden Hündin mindestens 4-mal. Ich zahle bei meinem Tierarzt 10 €. Ein Welpe muss bis zum 6. Monat jeden Monat entwurmt werden, und die Würfe starten mit ca. 2 Jahren. Für eine Hündin macht das in 5 Jahren etwa 190 €, für einen Rüden 130 €. Bei 2 Hündinnen landen wir also bei 510 € in 5 Jahren.

- Floh- und Zeckenschutz: Hält einen Monat, ich rechne mal mit durchschnittlich 10 € pro Pipette. Das Ganze ab dem Welpenalter (2-3 Monate) bis zur Rente nach 5 Jahren. Macht 580 € pro Hund in 5 Jahren, also bei 3 Hunden 1740 €.

- Hundefutter: Ich persönlich würde wohl BARFen, aber ich habe mal ein gutes Futter genommen, das etwas günstiger als Orijen, aber trotzdem hochwertig ist. Ich bin von 300 g Purizon ausgegangen, was für einen Hund von ca. 22-23 kg reicht. Für 3 Hunde macht das ca. 1240 € pro Jahr. Auf 5 Jahre bis zur Rente sind das 6200 €. Da eine Hündin während der Trächtigkeit und der Säugezeit mehr frisst (besonders im zweiten Monat und in den ersten 4 Wochen nach der Geburt), kann man locker 100 € pro Jahr dazurechnen. Also 500 € auf 5 Jahre, macht insgesamt 6800 €.

- Impfungen: Auch wenn ich kein Fan von ständigem Nachimpfen bin – wenn man auf Ausstellungen geht, muss man die Hunde oft impfen lassen, da kommt man nicht drumherum. Ich rechne mal 55 € pro Impfung (inklusive der Auffrischung mit 3 Monaten). Das macht 330 € pro Hund in 5 Jahren, also 990 € für alle drei.

Das ist also das, was die Elterntiere brauchen, um gut zu leben. Verletzungen, Leinen, Halsbänder, Körbchen usw. habe ich da noch gar nicht mitgerechnet.

Insgesamt: 14.590 € nur für die Grundbedürfnisse der 3 Hunde über 5 Jahre hinweg.

Dann haben wir die Hunde, sie sind gut genährt, und jetzt kommen die Gesundheitstests, damit wir auch wirklich gesunde Welpen züchten.

- Ataxie-Test: ca. 90 € pro Test, bei 3 Hunden 260 €.

- Hüftdysplasie (HD) mit Auswertung durch den Rasseclub: im Schnitt 150 € pro Hund, also 450 € für 3 Hunde.

- Ellbogendysplasie (ED): Ich bin nicht ganz sicher, aber ich glaube, der Preis ist ähnlich, also 450 € für 3 Hunde.

- DNA-Screening auf Erbkrankheiten: Schnitt 80 €, also 80 x 3 = 240 €.

- Genetische Identität (DNA-Profil): ca. 55 €, 55 x 3 = 165 €.

- Jährliches Blutbild: 80 € für 3 Hunde, also 240 € pro Jahr. Auf 3 Jahre gerechnet sind das 720 € für alle Hunde (es ist natürlich besser, das auch davor und danach weiterzumachen).

- Augenuntersuchungen: Im Schnitt 50 € pro Hund (sollte jedes Jahr gemacht werden, solange der Hund in der Zucht ist). 50 x 3 = 150 € pro Jahr, also 450 € über 3 Jahre.

Für alle Gesundheitstests (wobei manche Rassen wie der Aussie noch mehr Tests brauchen, die ich hier gar nicht alle aufgeführt habe): mindestens 2735 €.

Jetzt haben wir die Zuchthunde, aber wir müssen auch auf ein paar Ausstellungen, und das wird auch teuer.

- Zuerst die Zuchtzulassung (Körung): 25 € pro Hund (wenn der Hund aus dem Ausland kommt, eher 60 €), macht 75 €.

- Dann die Shows: Ich habe mal geschaut, die Anmeldung kostet wohl zwischen 20 und 40 € pro Hund. Rechnen wir mal mit 3 Shows pro Jahr ab dem Alter von einem Jahr, bei 30 € Meldegebühr pro Hund. Das sind 90 € pro Ausstellung, also 270 € pro Jahr und 1080 € über 5 Jahre.

- Das Teuerste sind wohl die Fahrtkosten: Die Ausstellungen sind selten um die Ecke. Dazu kommen Hotelkosten (oder Ferienwohnungen, ich mag persönlich Pensionen lieber), die Hunde am Wochenende akzeptieren. Mindestens 60 € pro Nacht, oft bleibt man zwei Nächte. Manchmal muss man 500 km fahren (1000 km hin und zurück). Ich würde sagen, pro Jahr ist man locker bei 1500 € Fahrt- und Übernachtungskosten. Und da bin ich, glaube ich, noch sehr großzügig. Wer direkt neben einem Ausstellungsort wohnt, hat Glück (Fahrgemeinschaften helfen auch). Den Verschleiß am Auto rechne ich gar nicht erst mit. Und eigentlich bräuchte man fast schon einen Transporter statt eines Kleinwagens, was wieder Kosten verursacht. 1500 € x 4 = 6000 €.

- Für die Ausstellungen braucht man Transportboxen (auch für den Alltag sinnvoll): Mindestens 250 € für eine gute Box, macht 750 € für 3 Hunde.

Kosten für Ausstellungen: 7905 €.

Wenn der Hund dann seine Titel oder die Zulassung hat, geht es an den Deckakt:

- Progesteron-Tests (oft braucht man 2 Anläufe): ca. 30 € pro Test, macht 120 € im Jahr für zwei Würfe, also 360 € für 3 Jahre.

- Deckmeldung: 10 €, macht 60 € für 3 Jahre.

- Hormonchecks während der Trächtigkeit: ca. 30 €, zweimal nötig: 60 € pro Trächtigkeit, 120 € pro Jahr, also 360 € für 3 Jahre.

- Wenn man die genaue Anzahl der Welpen wissen will: 1 Ultraschall und später ein Röntgenbild (genauer, aber teurer). Kostet im Schnitt 110 € pro Trächtigkeit: also 220 € pro Jahr, 220 x 3 = 660 € für 3 Jahre.

- Kauf einer Wurfkiste (wenn man nicht selbst baut): 220 €.

- Eine Tierwaage (für größere Welpen, die nicht auf die Küchenwaage passen): im Schnitt 315 €.

- Wärmelampe: Ich bin kein Experte, aber sagen wir mal eine pro Jahr für 15 €: 15 x 3 = 45 €.

- Für die Wurfkiste braucht man unten was Wasserdichtes, z. B. Gummimatten für ca. 30 €.

- Darüber kommen dann Isolierdecken (Vet-Beds). Find ich besser als normale Decken, weil die Welpen nicht drunter krabbeln und ersticken können, aber sie sind teurer. Man braucht mindestens zwei (eine in der Wäsche, eine in der Kiste): 50 € pro Wurf. Da die Dinger durch Urin etc. nicht ewig halten, rechne ich eine pro Jahr: 50 x 3 = 150 €.

- Woran man oft nicht denkt: Latexhandschuhe für die Geburt oder um die Welpen am Anfang anzufassen, ca. 20 € pro Jahr, also 20 x 3 = 60 €.

- Desinfektionsgel: ebenfalls 20 x 3 = 60 €.

- Halterung für die Wärmelampe (wenn man kein Bastler ist): ca. 30 €.

Etwa 1615 € für die Vorbereitung der Geburt.

So, die Welpen sind da, im Idealfall sind alle gesund, es sind 5 Welpen. Jetzt müssen wir uns um die Kleinen kümmern.

- Welpenauslauf (nicht zwingend, wenn man ein komplett sicheres Zimmer hat, aber für die Sozialisierung ist das Wohnzimmer besser). Ein guter Auslauf, den man auch als Schutzgitter nehmen kann, kostet ca. 180 €.

- Welpenhalsbänder zur Identifikation: ca. 17 € für 12 Stück, vielleicht muss man mal neue kaufen: 24 €.

- Ein Chiplesegerät (haben Züchter oft selbst): 70 €.

- Welpenmilch (mit Fläschchen, falls ein Welpe zu schwach ist, kommt bei großen Würfen oft vor). Ich schätze das Risiko mal auf 1 Welpe alle 2 Würfe: 40 x 3 = 120 €.

- Edelstahlnäpfe für Welpen: ca. 20 €.

- Entwurmung der Welpen (wenn sie mit 8 Wochen ausziehen, müssen sie 4-mal entwurmt sein): ca. 200 € pro Wurf, also 1200 € in 3 Jahren.

- Flohschutz für Welpen (ab 6 Wochen): ca. 10 € pro Welpe bei 5 Welpen und 2 Würfen pro Jahr = 100 € im Jahr, 300 € für 3 Jahre.

- Mikrochip: ca. 70 € im Schnitt, bei 5 Welpen und 2 Würfen pro Jahr sind das 350 € pro Wurf, 700 € im Jahr, also 2100 € in 3 Jahren.

- Impfungen: ca. 50 € im Schnitt, macht 500 € im Jahr, also 1500 € in 3 Jahren.

- Spielzeug (ganz wichtig für die Sozialisierung mit Geräuschen etc.): mindestens 100 € pro Jahr (da vieles schnell kaputtgeht), also 300 €.

- EU-Heimtierausweis: ca. 15 €, also 75 € pro Wurf, 150 € im Jahr, 450 € in 3 Jahren.

- Welpenfutter: ca. 130 € Trockenfutter pro Wurf, 260 € im Jahr, 780 € für 3 Jahre.

- Ahnentafeln: 25 € pro Welpe, macht 125 € pro Wurf, 250 € im Jahr, 750 € für 3 Jahre.

Das macht 6294 € für die Welpen.

Dazu kommen noch sonstige Kosten:

Strom (Wärmelampe läuft 24/7), Wasser, Waschmaschine (läuft ständig), Sachen, die die Welpen kaputtmachen usw.: Ich setze mal 150 € pro Jahr mit Würfen an, also 450 € für 3 Jahre.

Insgesamt 33.585 € Kosten über 5 Jahre für 6 Würfe. Das macht 5598 € Kosten pro Wurf.

Und jetzt schauen wir uns mal die Einnahmen an.

5 Welpen für je 1000 € verkauft (auch wenn man sie eigentlich für 1250 € verkauft, muss man bedenken, dass ein Welpe Fehler haben kann, z. B. Einhoder, und dann günstiger abgegeben wird).

Das macht 5000 € (Aua, das tut schon weh, fast 600 € Verlust).

Aber das ist noch nicht alles, denn auf diese 1000 € kommt noch die Mehrwertsteuer. Ein Welpe bringt dir also eigentlich nur 800 € ein. Du hast also 4000 € „Gewinn“ gegenüber ca. 5600 € Kosten. Das sind 1600 € Verlust pro Wurf.

Wenn Leute sagen, dass Züchter sich eine goldene Nase verdienen, frage ich mich echt, wo. Eine gute Zucht ist oft ein Minusgeschäft, und ich habe hier sogar noch die „schöne“ Variante gerechnet. Klar gibt es für Züchter manchmal Rabatte auf Produkte, aber ich habe das Risiko eines Wurfes (Komplikationen etc.), das extrem schnell teuer wird, hier gar nicht mit drin. Außerdem wird nicht aus jedem Welpen ein guter Zuchthund, manchmal muss man wieder bei null anfangen. Auch das Haus muss man oft erst mal zuchttauglich umbauen.

Ich hoffe, ihr versteht meine Rechnung. Ich habe die Vorbereitung ab der Auswahl der Zuchthunde und alle Kosten bis zur Rente mit einbezogen (Rente heißt ja nicht weggeben, man kann seine Hunde ja behalten, so würde ich das machen).

Das alles nur, um zu zeigen, dass Züchter sein echt kein einfacher Job ist. Man sollte nicht denken, dass die Leute damit das große Geld machen. Die Kosten sind enorm, und oft verdient man jahrelang gar nichts. Ich lese hier oft Kommentare (egal ob über Züchter, Privatleute oder Zoohandlungen), und ja, vielleicht verdienen „Vermehrer-Fabriken“ Geld, aber echte Züchter legen oft drauf. Es ist in erster Linie eine Leidenschaft.

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    Ich finde es echt unmöglich, dass Züchter draufzahlen müssen. Man sagt zwar immer, dass die Zucht von Katzen, Hunden oder anderen Tieren vor allem eine Leidenschaft sein sollte, aber es ist doch völlig normal, dass ein Züchter auch was von seiner harten Arbeit haben will.

    Meistens haben sie ja noch einen anderen Job, ohne den sie die Zucht gar nicht aufrechterhalten könnten!

    Züchten ist eine Aufgabe, die extrem viel Zeit und Präsenz erfordert. Wie in vielen Berufen müsste man eigentlich auf Masse gehen, um davon leben zu können, aber das geht dann natürlich voll auf Kosten der Tiere und der Aufmerksamkeit, die sie brauchen.

    In einer logischen Welt sollten Züchter Rabatte auf Tierarztkosten, Futter und Zubehör bekommen. Oder man müsste halt die Preise für Welpen und Kitten anheben. Das wäre dann auch eine zusätzliche Sicherheit, dass sie in Familien kommen, die die nötigen Kosten für ihr Wohlergehen auch wirklich stemmen können.

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    ja am Anfang vor dem Kauf wird noch auf jede Mail geantwortet, das ist ja erstmal beruhigend!! .. die Probleme fangen dann erst danach an...

    Ich bin nicht mal mit einem Welpen-Starterpaket nach Hause!! Nur Jun und seine Papiere ...

    Ich muss sagen, die Zucht wirkte eigentlich echt gepflegt, die Hunde in total komfortablen Boxen mit Hütten und für jeden eine eigene Grünfläche!! Platz zum Austoben gab's auch, aber ich hab zum Beispiel gar kein Hundespielzeug gesehen!!

    Und die Mama und die Kleinen waren in einer Scheune!

    Da das mein erster Welpe vom Züchter war, fand ich das natürlich erstmal viel besser als zum Beispiel in einer Zoohandlung

    aber wenn ich es mir hätte aussuchen können, wäre es mir echt lieber gewesen, wenn die Kleinen direkt im Haus mit Familienanschluss aufgewachsen wären!!

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    Ja, manche machen das echt nur wegen der Kohle. Ich glaube, genau deshalb ziehe ich unbewusst eher seltenere Rassen vor. Jedes Mal, wenn ich nach einer bekannteren Rasse wie dem Akita geschaut habe (hatte ich vor Iago auch mal überlegt), bin ich auf so viele mittelmäßige Züchter gestoßen. Da vergeht einem schon beim Anblick der Website die Lust. Man muss da echt krass aussortieren, und wenn du dir dann die Mühe machst und eine Nachricht schreibst, aber keine Antwort kommt, ist das echt frustrierend. Bei den selteneren Rassen steht das Geld selten im Vordergrund, da zählt die Leidenschaft für die Rasse viel mehr. Die Züchter müssen ihre Zuchttiere oft von weit her holen und sich an die strengen Regeln ausländischer Züchter halten, die oft viel genauer sind als hier bei uns (vor allem in den nordischen Ländern). Oft müssen sie die Welpen auch länger behalten, weil sie nicht sofort jemanden finden. Das heißt zwar nicht, dass alle super vorbildlich sind, aber wenn es denen nur ums Geld ginge, würden sie eine ganz andere Rasse züchten.
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    Ja, ganz sicher würde ich den Züchter wechseln und das alles schon abklären, bevor ich überhaupt die Anzahlung schicke!!! Aus Fehlern lernt man halt!!

    Auch wenn Jun einen Gold-Charakter hat und voll dem Rassestandard entspricht... ich finde es echt krass, wie das seit dem Kauf abläuft. Man hört gar nichts mehr von denen und ich hab sogar mal eine Mail geschickt, um nach Rat wegen dem Futter zu fragen, und es kam einfach keine Antwort!!

    Tja, wie überall gibt es wohl Gutes und Schlechtes!!

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    Ja, das ist absolut normal. Man bereut es nie, einen Hund adoptiert zu haben, selbst wenn er aus dem Zooladen kommt (auch wenn ich eigentlich total dagegen bin). Sobald der Hund da ist, liebt man ihn einfach so, wie er ist. Aber ich denke, das ist vor allem eine Lehre fürs nächste Mal. Als meine Eltern First adoptiert haben (ein Boxer, der mit anderthalb Jahren an einer Erbkrankheit gestorben ist), hat die Frau dort einfach weiter Welpen produziert. Die Tiere wurden in Boxen gehalten und sie hat mit ihrer Zuchthündin weitergemacht, obwohl die schon alt war und vorher schon einen Welpen hatte, der nicht lebensfähig war. Trotz dieser schlimmen Erfahrung hilft einem das, alles ein bisschen einzuordnen. Wir haben es nicht bereut, First zu uns genommen zu haben, aber bei Iago, der von einer Züchterin kam, war ich definitiv viel vorsichtiger. Man hat da aber auch sofort gesehen, dass es nicht so ums Geld ging. First war damals der dünnste im Wurf und hatte nur einen Hoden. Normalerweise geht der Preis da um ca. 300 € runter, aber die Züchterin meinte, weil sie ihn etwas länger für uns behalten hat, müssen wir den normalen Preis für einen „gesunden“ Boxer zahlen. Die Betreuung für First hat uns also quasi 300 € gekostet. Bei Iago konnte ich ihn auch nicht direkt am ersten Tag abholen und er ist noch 2 oder 3 Wochen länger geblieben. Als ich die Züchterin nach einem Aufpreis gefragt habe, meinte sie nur, dass das nicht nötig sei, sie behalte ihn gerne noch etwas länger. Sie hat ihn vor der Abgabe sogar noch mal auf eigene Kosten entwurmt und natürlich auch gefüttert. Der Bezug zu den Tieren war ein ganz anderer: Iago und seine Mutter waren mit im Haus, als ich ankam, sie hat mich direkt freudig begrüßt und er kannte auch schon die Leine und Spaziergänge mit der Züchterin. Man kann also sagen, dass ich die zweite Adoption in keinem Punkt bereue und ich würde jederzeit wieder bei derselben Zucht adoptieren.
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    Ja Caroline, nur hab ich trotz des Preises für meine Jun überhaupt keine Untersuchungsergebnisse der Eltern bekommen!! Also für einen Züchter... echt CHAPEAU. Ich hab zwar noch nachgefragt, aber da war Jun schon adoptiert und ich hätte meine Meinung trotz der negativen Antwort nicht mehr ändern können... sie wurde schon so sehnsüchtig erwartet und am Ende bereue ich meine Wahl kein Stück, sie ist einfach ein absoluter Goldschatz.
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    Pixoute
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    DANKE für die Schätzungen :)

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    Übrigens war ich gerade mal auf der Website meiner Züchterin. Sie hat einen Welpen zurückgenommen, der schon vermittelt war, aber die Besitzer sind wohl mit der Erziehung nicht klargekommen. Man kann sich bei einer Adoption ja mal vertun, aber ich finde es echt super, dass sie ihn wieder zu sich holt, anstatt ihn im Tierheim landen zu lassen – vor allem, weil sie das ja sicher auch einiges kostet. Der Kleine ist echt total süß (aber ich kann mich gerade noch beherrschen) ^^

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    Ja, das ist echt das Problem, aber man kann ja (viel) mit dem Züchter quatschen und sich alles an dem Tag anschauen, an dem man den Hund abholt. Man sollte sich da auch nicht scheuen, einen Rückzieher zu machen, wenn einem das Umfeld nicht passt. Ich habe absolut nichts gegen Privatleute, die einen guten Job machen, das gibt es ja. Ist zwar nicht unbedingt der Standard, aber HD-Untersuchungen und Augen-Checks sind bei einer unproblematischen Rasse wirklich das absolute Minimum. Ich will später genau mit diesem Ziel züchten. Wer weiß, vielleicht mache ich vorher mal einen Wurf als Privatperson, aber selbst dann hätte ich bestimmt schon eine kleine Züchter-Schulung hinter mir. In nächster Zeit fange ich eine Ausbildung an, bei der der Kursleiter ein Aussie-Züchter ist. Auch wenn ich die Rasse nicht züchten will, ist es immer gut, sich Infos zu holen. Wovor ich am meisten Bammel habe, ist die Kontrolle der Räumlichkeiten. Ich kann mir schwer vorstellen, wie das bei einer Zucht ohne Zwingerhaltung aussehen muss – dabei kam mir das Haus meiner Züchterin gar nicht so speziell vor, als ich dort war, und die Hunde waren alle mit im Haus. Ich weiß nur, dass man einen Quarantäneraum braucht (logisch). Stimmt, viele Züchter prahlen total mit ihren Ausstellungserfolgen (hatte ich auch bei einer Boxer-Züchterin), dabei wollen die meisten Leute ja gar keinen Champion-Hund, sondern einen gut sozialisierten Familienhund. Mein Rüde wurde zum Beispiel kastriert (in meinem Fall sind gefühlt alle Hunde in Frankreich seine Cousins und Cousinen, also überlasse ich das Züchten den Profis). Wenn ich mal meine Zucht aufmache (von dieser Rasse), werde ich die Elterntiere von ziemlich weit weg holen müssen. Ich denke, die Hündinnen werden aus Schweden kommen (da nehme ich Iago dann mit in den Urlaub, ins Land seiner Vorfahren ^^), und der Rüde kommt wahrscheinlich aus einer Zucht in England, die ich schon im Auge habe. Auf jeden Fall macht ein Wurf verdammt viel Arbeit und ich mache Züchtern, die ihren Job ordentlich machen, keinen Vorwurf. Wenn man sich die Lage bei den Akita Inus ansieht (z. B. bei Akita Home), merkt man erst, wie viel Mist da von manchen Züchtern, Privatleuten und Zoohandlungen gebaut wird. Ich mag die Rasse total, aber der Preis muss eben gerechtfertigt sein. Ich zahle gerne 1500 € für einen Hund, aber dann will ich auch, dass er gründlich auf Krankheiten gecheckt wurde. Ich habe eh nie kapiert, warum Akitas so teuer sind. Klar, man könnte sagen wegen der Seltenheit, aber die Rasse von meinem Hund ist noch viel seltener und kostet im Schnitt 900 bis 1000 €, und da machen alle Züchter die Tests auf HD und Augenerkrankungen. Für mich rechtfertigen eben nur die Gesundheitschecks so einen Preis. Ohne Tests und Kontrolle der Erblinien beim Akita sind das für mich leider nur Züchter, die auf der Modewelle mitschwimmen.
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    Das Problem ist halt, wenn man weit weg vom Züchter wohnt, kann man nicht so oft hinfahren, wie man gerne möchte. Klar, ich hab regelmäßig Fotos von den Eltern und auch von den Welpen bekommen... aber wenn du dann endlich vor Ort bist und schon monatelang auf DEINEN Hund wartest, dann nimmst du ihn halt mit und fährst heim. Von wegen Betreuung danach, wie er immer sagt... am Arsch... gar nichts! Das Schlimmste ist, dass er sich als einer der zwei besten Züchter Frankreichs aufspielt... echt Hilfe... er macht bei Wettbewerben mit usw. und war total stolz, mir die ganzen Auszeichnungen vom Vater zu zeigen... aber die Röntgenbilder oder Tests hat er mir nicht gezeigt – zum Beweis, er hat nämlich gar keine gemacht!!

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