Hallo zusammen,
ich suche nach Antworten auf ein Erlebnis, das mich echt traumatisiert hat.
Ich habe neulich auf den alten Hund von einem Freund aufgepasst, ein zehnjähriger Hund, der Herzgeräusche und Probleme mit Wasser in der Lunge hatte.
Ich sollte ihm Tabletten geben (Libeo und noch eine Kapsel, von der ich die Packung nicht hatte, also weiß ich nicht, was das war).
Am ersten Abend, als ich den Hund abgeholt habe, kam er gar nicht zur Ruhe und stand nur rum oder hat sich hingelegt, um sofort wieder aufzustehen. Da ich schon mal auf ihn aufgepasst hatte, hat mich das nicht beunruhigt, weil ich wusste, dass er woanders immer unruhig und oft nervös war.
Am nächsten Tag gab es keine Anzeichen für gesundheitliche Probleme, ich bin ganz normal mit ihm rausgegangen, und beim Abendspaziergang dann der Schock: Der Hund weigert sich rauszugehen – eigentlich klassisch für ihn, er war schon immer faul. Ich habe ihn trotzdem ein bisschen gedrängt. Im Flur hat er dann einen riesigen See gemacht (das hat mich gewundert, weil ich erst 6 Stunden vorher mit ihm draußen war, aber da es nicht mein Hund war, dachte ich nur, er hätte vielleicht Probleme mit der Stubenreinheit). Draußen auf der Straße ist er ein paar Meter gelaufen und hat sich dann wie eine Sphinx hingelegt, als wäre er einfach nur müde. Er hat nicht laut geatmet oder so. Ich habe trotzdem beim Tierarzt angerufen, weil er nach ein paar Minuten immer noch nicht aufstehen wollte. Es war besetzt, und dann ist der Hund plötzlich auf die Seite gekippt, Zunge raus, er hat extrem gesabbert, die Augen nach oben verdreht und ganz schnell gehechelt. Innerhalb von 5 Minuten war er tot, ohne dass ich irgendwas machen konnte. Ich habe nicht mal den Tierarzt erreicht (und da ich auf dem Land wohne, ist der nächste 30 Minuten mit dem Auto weg, ich hätte es eh nicht rechtzeitig geschafft).
Ich mache mir seitdem riesige Vorwürfe, auch wenn mein Freund meinte, dass wohl einfach das Herz schlappgemacht hat (Stress, weil er nicht zu Hause war, ohne Herrchen, vielleicht hat ihn auch die Fahrt zu mir fertiggemacht). Kurz gesagt: Für ihn ist sein Hund an Altersschwäche gestorben, aber ich bin fest davon überzeugt, dass ich hätte merken müssen, dass etwas nicht stimmt. Ich habe ein bisschen recherchiert und das Wasser in der Lunge könnte die Ursache gewesen sein. Deshalb wollte ich wissen, ob jemand von euch schon mal ein perakutes Lungenödem bei seinem Hund erlebt hat. Ich muss ständig daran denken und frage mich, ob er leiden musste, falls es das war, und ich mache mir Vorwürfe, dass ich nicht aufmerksamer war. Andererseits hat er nicht laut geatmet. Wie gesagt, er ist zusammengebrochen, hat massiv gesabbert, Kot und Urin abgesetzt und die Zunge hing weiß heraus. Hat jemand von euch so etwas schon mal erlebt?