Cushing-Syndrom bei 4-jährigem Hund

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Hallo zusammen,

ich habe einen 4-jährigen Zwergspitz, bei dem vor einem Monat das Cushing-Syndrom festgestellt wurde. Auslöser für den Test waren Haarausfall, Hautpigmentierung und Schuppenbildung. Mein Tierarzt hat mir erklärt, dass die Krankheit nicht heilbar ist und ich ihn mit Vetoryl behandeln lassen muss. Das macht mir total Angst, weil die Behandlung wohl ziemlich heftig sein soll.

Ich zögere momentan noch, damit anzufangen, weil es meinem Hund abgesehen von den Hautproblemen eigentlich super geht und er ja erst 4 Jahre alt ist...

War jemand von euch schon mal in einer ähnlichen Situation und kann mir einen Rat oder einen Erfahrungsbericht geben?

Danke

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    Hallo zusammen, ich habe einen 4-jährigen Zwergspitz und bei ihm wurde das Cushing-Syndrom festgestellt, nachdem er Haarausfall, Hautverfärbungen und Schuppen bekommen hat. Die Diagnose gab es vor einem Monat. Mein Tierarzt hat mir erklärt, dass die Krankheit nicht heilbar ist und ich mit einer Vetoryl-Behandlung anfangen muss. Das macht mir echt Angst, weil die Therapie ziemlich heftig zu sein scheint. Ich zögere im Moment noch, damit anzufangen, weil es meinem Hund abgesehen von den Hautproblemen eigentlich super geht und er ja erst 4 Jahre alt ist... War jemand von euch schon mal in einer ähnlichen Situation und kann mir einen Rat oder einen Erfahrungsbericht geben? Danke!

    Abend Emma, mein Schipperke ist leider letzte Woche gestorben. Er war 15 und wurde seit November 2019 wegen Cushing behandelt, also fast anderthalb Jahre lang. Er hat täglich eine Kapsel Vetoryl 10mg bekommen und sie zum Glück sehr gut vertragen. Er hat zusätzlich Zentonil zum Schutz der Leber bekommen, weil die Cushing-Behandlung oft auf Leber und Nieren geht. Bei ihm waren die Nierenwerte aber noch okay. Sein Fell war durch das Vetoryl wieder richtig schön nachgewachsen, ihm ging es gut damit. Erst ab diesem Jahr hatte er Probleme beim Laufen und seit Ende März war er total erschöpft. Leider endete das Ganze mit Schlaganfällen, 4 Stück in 5 Tagen. Wir waren jedes Mal beim Tierarzt, er hat zwar noch was zur Sauerstoffversorgung des Gehirns bekommen, aber man konnte nichts mehr machen. Seine Tierärztin meinte, es wäre schon außergewöhnlich, dass er so lange mit der Krankheit gelebt hat, viele Hunde schaffen das laut ihr nicht. Ansonsten: Vetoryl ist echt teuer, ich hab es am Ende in einer Apotheke in Portugal gekauft. Ich hab übrigens noch was zum Verkaufen übrig, falls es jemandem aushilft – manchmal gibt es ja Lieferengpässe, deshalb hatte ich lieber immer ein, zwei Packungen auf Vorrat.

    Ich hoffe, ich hab dir mit meiner Geschichte nicht zu viel Angst gemacht, aber die Krankheit ist leider echt fies und manche Tierärzte kennen sich damit noch nicht so gut aus.

    Schönen Abend noch.

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    @Emma7395 Ich hatte mal eine Hündin, bei der im Alter von 10 Jahren Cushing diagnostiziert wurde. Damals kam Vetoryl gerade erst auf den Markt und kein Tierarzt wusste so richtig, wie man das dosiert. Meine wurde dann auf Selgian eingestellt. Der Wirkstoff funktioniert bei Cushing, aber nicht viele Tierärzte verschreiben das Zeug. Ich hab einige Tierärzte echt verblüfft, wenn ich das Mittel in einer anderen Klinik geholt hab. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft man mir gesagt hat: „Ja, aber Selgian ist doch gar nicht für Cushing.“ Ja, weiß ich, aber es hilft halt trotzdem! Durch die Kontrollen und die Dosisanpassung ist sie dann 16 Jahre alt geworden. Deinem Hund wird es auch gut gehen, fang einfach mit der Behandlung an. Es ist ganz normal, dass du Angst hast, ich hatte damals auch total Schiss. Bei meiner fing es genauso an wie bei dir, Haarausfall am Schwanzansatz. Je früher du anfängst, desto weniger musst du später die Dosis erhöhen. Man kann Cushing operieren, aber nicht immer, bei meiner ging es auch nicht. Kopf hoch!

    Hallo Titejava,

    danke für deine Hilfe, ich kannte Selgian noch gar nicht. Hatte dein Hund durch das Medikament dann gar keine anderen Symptome mehr? Ist das weniger heftig als Vetoryl? Weniger Nebenwirkungen?

    Danke :)

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    Hallo Emma, soweit ich weiß (mein Bichon hat diese Krankheit wohl auch), hängt alles von der Ursache ab, ob es von der Hypophyse kommt oder von den Nebennieren. Eins davon ist wohl weniger schlimm, das heißt, man kann es gut ein Leben lang einfach mit Medikamenten behandeln. Ich verstehe deine Zweifel voll, vor allem wenn die Nebenwirkungen heftig sein können... Ich stecke bald in der gleichen Situation wie du, was die Behandlung angeht, aber operieren lassen kann ich meinen nicht. Was hat man dir denn über die Wirkungen der Medikamente gesagt? Ich denke mal, das ist wie bei uns Menschen, die Tiere vertragen die Behandlungen je nach allgemeinem Gesundheitszustand unterschiedlich gut. Frag ruhig mal einen zweiten Tierarzt nach seiner Meinung, das habe ich auch gemacht. Halt uns auf dem Laufenden!

    Hallo Tatoo68,

    mein Hund ist leider auch nicht operabel.

    Wie alt ist dein Bichon? Was hat er für Symptome?

    Die Nebenwirkungen der Medikamente sind Erbrechen, Durchfall, Depressionen... manche Hunde vertragen es gar nicht und im schlimmsten Fall führt es auf Dauer zum Tod. Außerdem finden sie wohl selten auf Anhieb die richtige Dosierung...

    Sie haben dir sicher auch von der Kontrolle alle 3 Monate erzählt: Bluttests, um zu sehen, ob man die Dosis anpassen muss. Anscheinend gibt es bei dieser Krankheit ziemlich viele Aufs und Abs.

    Ich habe mit 3 Tierärzten geredet, die sagen alle das Gleiche. Es ist wohl sehr selten, dass ein Hund das schon so jung bekommt. Ein Tierarzt betreut einen Yorkie, der seit Jahren ohne Behandlung super lebt und nur Probleme mit dem Fell hat. Manchmal stabilisiert sich die Krankheit wohl, aber das ist leider nur in sehr seltenen Fällen so.

    Was mich am meisten beunruhigt, ist, dass mein Hund noch so jung und voller Lebensfreude ist. Ich habe Angst, dass sie durch die Behandlung von heute auf morgen total müde und krank wird, obwohl es ihr gerade eigentlich gut geht. Aber gleichzeitig besteht das Risiko, dass sich andere Dinge schnell verschlechtern. Ich stecke da echt in einer Sackgasse...

    Kannst du mir mal ein Update geben, wie es deinem kleinen Hund geht?

    Bis bald

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    Hallo Emma,

    soweit ich weiß (mein Bichon hat die Krankheit wahrscheinlich auch), kommt es ganz auf die Ursache an, also ob es von der Hypophyse oder den Nebennieren kommt. Die eine Form ist wohl weniger schlimm als die andere, das heißt, man kann sie super einfach mit Medikamenten behandeln, dann halt ein Leben lang.

    Ich verstehe deine Zweifel total, vor allem wenn die Nebenwirkungen heftig sein könnten...

    Mir geht’s bald genauso wie dir mit der Behandlung, aber bei meinem Kleinen ist eine OP leider nicht möglich.

    Was hat man dir denn über die Nebenwirkungen von dem Medikament gesagt? Am Ende ist es wahrscheinlich wie bei uns Menschen: Die Tiere vertragen die Behandlungen je nach allgemeinem Gesundheitszustand mal besser und mal schlechter.

    Hol dir ruhig noch mal eine Zweitmeinung von einem anderen Tierarzt, das hab ich auch gemacht.

    Halt uns auf dem Laufenden!

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    Guck mal hier!

    Behandlung von Morbus Cushing

    Chirurgische Behandlung

    Dabei wird die komplette Hypophyse entfernt. Das bedeutet aber, dass man danach lebenslang Hormone (Schilddrüsenhormone und das antidiuretische Hormon) als Medikamente geben muss. Dieser Eingriff wird aber eher selten gemacht.

    Medikamentöse Behandlung

    Obwohl eine OP bei dieser Form von Cushing (die von der Hypophyse kommt) möglich wäre, setzt man heutzutage eher auf eine medikamentöse Behandlung.

    • Trilostan

    Trilostan soll die Cortisol-Ausschüttung senken, indem es direkt an der Nebenniere ansetzt.

    • Selegilin (Markenname: Selgian)

    Selegilin wirkt auf die Hypophyse und reguliert so indirekt die Cortisol-Produktion in der Nebenniere. Das wird meistens dann verschrieben, wenn Trilostan nicht geht und der Cortisolüberschuss eher moderat ist.

    • Strahlentherapie

    Eine Bestrahlung ist bei großen Tumoren an der Hypophyse sinnvoll, wenn diese auf das umliegende Gewebe drücken und neurologische Probleme verursachen. Meistens kombiniert man das mit Trilostan für die Nebenniere, weil die Bestrahlung primär gegen die neurologischen Symptome hilft und nicht direkt gegen den zu hohen Cortisolspiegel an sich.

    Hier ist der Link zu der Seite, von der ich das rauskopiert habe:

    https://catedog.com/chien/03-sante-chien/10-maladies-hormonales-chien/hypercorticisme-chez-le-chien/

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    @Emma7395

    Ich hatte eine Hündin, bei der mit 10 Jahren Cushing diagnostiziert wurde. Vetoryl kam damals gerade erst auf den Markt und kein Tierarzt wusste so richtig, wie man das korrekt dosiert. Meine wurde dann auf Selgian eingestellt; der Wirkstoff funktioniert bei Cushing, aber nicht viele Tierärzte verschreiben das Mittel. Ich habe einige Tierärzte echt verblüfft, wenn ich das Medikament in einer anderen Klinik abgeholt habe. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft mir gesagt wurde: „Ja, aber Selgian ist doch gar nicht für Cushing.“ – tja, ich weiß, aber es hilft halt trotzdem!

    Dank der regelmäßigen Kontrollen und der Anpassung der Dosierung hat sie dann noch bis zum Alter von 16 Jahren gelebt.

    Auch wenn dein Wuffi gerade okay zu sein scheint, fang mit der Behandlung an. Es ist völlig normal, dass du Angst hast, ich hatte damals auch total Panik. Bei meiner fing es genau wie bei dir an, mit Haarausfall an der Schwanzwurzel. Je früher du startest, desto weniger musst du später die Dosis erhöhen.

    Cushing kann man operieren, aber nicht in allen Fällen. Bei meiner war eine OP auch nicht möglich.

    Kopf hoch, du schaffst das!

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