Hallo zusammen
Also, ich bin nicht über die Orga „Remember Me“ gegangen, die in diesem Thread ja ziemlich schlechtgeredet wurde, sondern über eine andere – und da hab ich nur Positives zu berichten.
Die kleine Vorgeschichte:
Ich hatte eigentlich immer Tierschutzhunde aus Frankreich. Mein Staff ist dann leider im März 2021 gestorben... ein riesiger emotionaler Schock nach 10 Jahren an seiner Seite.
Im Juni bin ich dann auf eine Anzeige vom Tierheim für eine 6 Monate alte Husky-Hündin gestoßen. Ich hab mich über die Rasse schlau gemacht, aber das Tierheim wollte von mir überhaupt keine Infos haben – ob ich nun in einem Studio, einer Wohnung, einem Haus oder einem Schloss wohne, war denen total egal (obwohl Huskys ja eigentlich Platz brauchen). Die Hündin wurde dort abgegeben, weil sie alles kaputt gemacht hat usw. Ich hab sie dann mit einem ungarischen Pass übernommen, inklusive gefälschter Impfungen (das haben wir erst beim Titer-Test gemerkt: Sie hatte null Immunschutz gegen Tollwut, obwohl im Pass stand, dass die Impfung noch 6 Monate gültig sei... naja -_-).
Im September dachten wir uns dann, dass Huskys ja Rudeltiere sind und wir eigentlich einen zweiten dazuholen könnten. Da ich aber in einer 120 qm Maisonette-Wohnung ohne Garten wohne (nur eine kleine Terrasse), wollte mir kein Tierheim einen zweiten Husky vermitteln...
Wir sind dann auf einen Verein gestoßen, der Hunden aus Osteuropa hilft. Ich hab meine Situation genau erklärt und sie haben mich beraten, welcher ihrer Nordischen am besten zu uns passen würde. Die Hündin war mit allem „okay“ (ich hatte viele Videos von ihr gesehen, wie sie dort mit anderen Hündinnen spielt).
Wir haben sie dann im November nach einem Fragebogen und einer Vorkontrolle abgeholt. Mit meiner Hündin versteht sie sich super, zeigt aber Ressourcenverteidigung, was bei ihrer Vergangenheit ja auch normal ist. Draußen hat sie allerdings echt Probleme mit anderen Hündinnen (obwohl sie dort, wo sie vorher war, laut Beweisvideos sowohl drinnen als auch draußen mit allen verträglich war). Mittlerweile wird es besser, aber bei manchen Hündinnen entscheidet immer noch die Sympathie.
Wo zwei Huskys sind, passt auch ein dritter: Wir haben also noch eine 7-jährige Fellnase über denselben Verein adoptiert. Die hatten die Fortschritte meiner zweiten Hündin mitverfolgt und da wir auch ohne Garten täglich 10 bis 15 km Gassi gehen, jedes Wochenende Wanderungen mit anderen Nordischen machen usw., hat das gepasst. Der Ärmste kannte in seinen 7 Jahren nur das Tierheim, aber die Eingewöhnung lief top. Eigentlich hieß es, er sei nicht verträglich mit anderen Rüden, aber wenn wir spazieren gehen und ihn keiner dumm anmacht, macht er gar nichts und zieht einfach friedlich sein Ding durch. Mit den zwei Mädels hier gibt’s gar keine Patzer, obwohl die ihn echt nerven können, weil sie ständig spielen wollen.